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Tragfähiges Konzept zur Öffnung der KiTas fehlt

von Brigitte Neff-Wetzel

Seit nun mehr als acht Wochen sind die KiTas stadt- und landesweit geschlossen. Nun endlich sollte die groß angekündigte „stufenweise“ Öffnung durchgeführt werden. Doch während alle Geschäfte, Sportstätten, Restaurants und Cafés, gar Freizeitzeitparks und demnächst auch Freibäder wieder öffnen, bleibt das Konzept zur Wiederöffnung der KiTas weit hinter den Erwartungen zurück. Neben den Notgruppen dürfen gerade mal die Vorschulkinder in zwei Schritten die KiTas wieder besuchen. Alle anderen werden ein – maximal zwei – Schnuppertage insgesamt bis September gewährt, an dem die ein- bis sechsjährigen Minis noch einmal in „ihre“ KiTa dürfen.

Kleinkinder benötigen oftmals ein bis zwei Wochen Wiedereingewöhnungszeit nach  d r e i  Wochen Sommerferien. Was richtet da  e i n  Schnuppertag aus nach mindestens  a c h   Wochen? Andererseits: Viele Kinder -  vor allem die älteren KiTa-Kinder  - freuen sich darauf, wieder in die KiTa gehen zu können, ihre Freunde zu treffen, mit Gleichaltrigen zu spielen. Diesen Kindern einen Schnuppertag zu gönnen und dann wieder bis September nach  Hause zu schicken,  ist ebenso unpädagogisch. Zudem: Es besteht das Recht auf Bildung, dies schließt das Recht auf frühkindliche Bildung mit ein.

Völlig unverständlich erweist sich das Konzept zur Wiedereröffnung der KiTas, wenn man berücksichtigt, dass mittlerweile alle Geschäfte geöffnet und die Wirtschaft insgesamt wieder hoch gefahren wird; was bedeutet, dass immer mehr Eltern ihren Berufen wieder nachgehen. Wie ist das vereinbar mit der eingeschränkten KiTa – Öffnung (und übrigens auch der eingeschränkten Beschulung der Grundschulkinder)? Es ist tatsächlich ein Trauerspiel, wie wenig hier offensichtlich an die Bedürfnisse der Kinder und ihrer Eltern gedacht wurde. Die Enttäuschung und die Wut, die in dem Brief der Stadt- und Landeselternvertreter an die politisch Verantwortlichen deutlich werden, sind nicht nur verständlich- sie haben ihre absolute Berechtigung.

Es muss endlich ein tragfähiges Konzept zur baldigen Öffnung der KiTas her, das allen Kindern eine regelmäßige (tägliche) Rückkehr in die KiTas ermöglicht und den Eltern wirkliche Planungssicherheit gibt. Eltern werden verantwortlich für ihre Kinder handeln, sie werden das gesundheitliche Risiko sehr wohl abwägen und sich dann im Sinne ihrer Kinder für oder gegen eine adäquate Betreuung entscheiden- nur: diese Entscheidung muss in der Hand der Eltern liegen!  Die Bedingungen dazu zu schaffen– sprich die Öffnung der KiTas – das liegt allerdings in den Händen der Politiker!

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