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Von Bussen, die es nicht gibt, und sinnlosen Halteverboten

Gegenüber der Bushaltestelle Fichtenhöhe/Wörthstraße wird es kein Halteverbot geben. Die Verwaltung hatte sich gegen diesen Vorschlag ausgesprochen, und die Bezirksvertretung Süd stimmte dem am Mittwoch zu. Die Begründung stand in der Vorlage des städtischen Fachbereichs: „Die Haltestelle befindet sich innerhalb einer Tempo-30-Zone. Eine langsame und rücksichtsvolle Fahrweise des gesamten Fahrzeugverkehrs (Anm. gemeint ist wohl „aller Autofahrer“) ist erwünscht und wird durch die kurzzeitige Behinderung des Verkehrsflusses, bedingt durch den Fahrgastwechsel der Linienbusse, gefördert.“ Wie passt das zu einem weitgehenden absoluten Halteverbot auf der Neubaustrecke? Auch da, wo tagsüber gar keine Busse fahren?!!

Auf die Frage, warum die Stadt denn entlang der Fichtenstraße (Ausbaustrecke) überall dort, wo keine Parkbuchten angelegt wurden, ein absolutes Halteverbot angeordnet habe, antwortete ein Mitarbeiter der Verwaltung, es handele sich dabei um einen Kompromiss mit Rücksicht auf den öffentlichen Personennahverkehr. Kompromiss? Vielleicht doch eher um ein unerklärliches Entgegenkommen gegenüber den Stadtwerken. Unerklärlich, weil ja ruhender Verkehr in einer Tempo-30-Zone (wunschgemäß, siehe oben) eine schnellere Fahrweise erschwert. Ohne abgestellte Fahrzeuge aber wird die Fichtenstraße zur Rennstrecke. Und unerklärlich auch, weil auf der Fichtenstraße ab Einmündung Eschenstraße bis zum Kreisverkehr an der Einmündung „Am alten Flugplatz“ gar keine Linienbusse mehr verkehren, sondern lediglich zwischen 21 und 4 Uhr nur der „Nachtexpress“ (NE13), und der auch nur stadteinwärts. Tagsüber fahren die Busse der Linie 664 schon seit längerem durch die Eschenstraße und das Neubaugebiet auf dem früheren Flugplatzgelände. Ohne Busse kann also von einem Kompromiss/Entgegenkommen auf der Fichtenstraße zwischen Eschenstraße und Kreisverkehr überhaupt keine Rede sein! Aber das absolute Halteverbot besteht auch dort – und ärgert die Anwohner (siehe Rennstrecke). Da hat die Verwaltung dem fragestellenden Bürger in der Sitzung der Bezirksvertretung offensichtlich eine falsche Auskunft erteilt, oder?

Da sich nach dem Ausbau der Fichtenstraße die Beschwerden von Anwohnern mehren, an Tempo 30 hielten sich inzwischen nur noch wenige Autofahrer, beschloss die Bezirksvertretung auf Antrag der W.I.R., dort an geeigneter Stelle wieder ein Tempo-Infodisplay aufzustellen. Die Messergebnisse soll die Verwaltung später vorlegen.

Für Heiterkeit sorgte der in Vertretung von Amtsleiter Hein „abkommandierte“ Mitarbeiter der Stadtverwaltung in der Sitzung der Bezirksvertretung Süd mit dem Satz „Eine Behörde vergisst nichts“. Frank Schneider (W.I.R.) hatte zuvor an einen von der Wählergemeinschaft initiierten und  am 5. September 2001 von der Bezirksvertretung (BV) einstimmig angenommenen Antrag erinnert, im Zuge des Ausbaus der Fichtenstraße in Höhe der Einmündung Eschenstraße einen Fußgängerüberweg anzulegen. Der Ausbau hat mittlerweile stattgefunden – aber ohne Zebrastreifen. Dafür müsse es einen guten Grund geben, vermutete der Mann aus dem Rathaus. Den kenne er aber nicht. Er will sich nun sachkundig machen und der BV Bericht erstatten. Ein Blick auf den Streckenplan der Stadtwerke wäre wohl auch zu empfehlen.

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Kommentare

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Karl Heinz Christians am :

Als Rentner sollten wir uns über solche Dinge nicht mehr aufregen. In der Zeit, als ich noch mein Parteibuch hatte, war das schon so; da war man schon mittendrin im Dilemma. Es wurden Straßen zurück gebaut, Buscaps gebaut und Straßen so verengt, dass aller Bus -und Schwerlastverkehr über eine Spur fahren musste. Mein Vorschlag, mindestens die Zufahrtstraßen breit zu lassen, fiel unter den Tisch. Damals wurde im Rathaus noch ein Schlagloch von fünf Ämtern verwaltet, und man verwies dort nicht zum zuständigen Amt an der Nordstraße. Damals entschieden noch eine ganze Anzahl von Ausschüssen wie Bezirksvertretung, Verkehrsauschuss, Bauausschuss usw. mit, und immer war kein Geld da. In einer Zeit von 16 Jahren ist es der Stadt Remscheid nicht gelungen die großen "Seenplatten " (bei Regen) vor unserm Haus an der Honsberger Str aße zu beseitigen. Der Bauunternehmer ist mitlerweile pleite gegangen. Es ist und blieb bis heute Flickschusterei. Der Weg zum Engelsberg hat ein Fußweg-Verkehrsschild vom Ordnungsamt verpasst bekommen und wird trotzdem stark befahren, da in jedem Amt ein anderer Status gilt. Die Gewag hat diesen Weg damals befestigt und mit Bordsteinkanten versehen lassen, damit Bau und Heizmaterial an die Häuser heran gefahren werden kann. In einem anderen Amt grub man den Plan der verlängerten Martinstraße aus. Ein weiteres Amt weist angeblich lt. Nachbarn diesen Weg als Schulweg aus. So herrscht weiterhin Unklarheit darüber, wer den Weg im Winter säubert und räumt. Als gute Nachbarn halten wir zusammen und regeln alles möglichst ohne Stadt. Selbst den vollen Korb des Regenwasserkanals leere ich selbt in die eigene Mülltonne. Denn bis ich bei Stadt den richtigen Mann am Telefon habe ...,

Lothar Kaiser am :

Aufregung schadet nur. Senioren, die an ihren Blutdruck denken müssen, sowieso. Aber so weit muss es ja nicht kommen. Den Finger in eine kleine "Wunde" legen, mal mit einem Ratsmitglied oder Bezirksvertreter aus dem Stadtteil reden, mal ein wenig Ironie zu Papier bringen, das reicht oft schon, um etwas zu bewegen. Kurz: Ein wenig Hingucken auf das, was in dieser Stadt in Politik und Verwaltung geschieht, sollte es schon sei, - unabhängig vom Alter. Draufsehen statt übersehen! Es ist schließlich die Stadt, in der wir wohnen. Und da sollte sich jeder Bürger ein wenig mitverantwortlich fühlen; K.H. Christians ist einer dieser Bürger, wie seiner Arbeit am Regenwasserkanal beweist.

Hans Gerd Göbert am :

Lieber Waterboelles, Du hast ja so furchtbar Recht mit Deinem Hinweis darauf, daß sich jeder Bürger dieser Stadt ein wenig mitverantwortlich fühlen und der Verwaltung gelegentlich auf die Finger klopfen sollte. Bekanntlich habe ich damit auch etwas Erfahrung. Dennoch schließen sich sehr schnell viele Türen, wenn man in Wespennestern stochert. Ein kleines Beispiel: Kann man sich vorstellen, daß unser Ordnungsamt schwere Verkehrs-vergehen, die zur Anzeige gebracht wurden (mit Uhrzeit u. Kennzeichen) einfach nicht weiter bearbeitet, weil die Fahrer des Remscheider Unterneh-mens angeblich nicht ermittelt werden konnten. Ein Parksünder aber,der z.B. die Parkzeit um drei Minuten überschritten hat und das Knöllchen nicht bezahlen will, den Staatsanwalt kennen lernen wird. Was die Beschwerden von Bürgern angeht: Ist es eigentlich noch bekannt, daß die OB im Wahlkampf versprochen hatte, die nicht öffentlichen Sitzungen auf ein Minumum zu beschränken. Als Erstes wurde der Beschwerdeausschuss abgeschafft und eine neu geschaffene Arbeitsgruppe "Beschwerden" dem Hauptausschuss angegliedert. Und das, was diese Gruppe zu behandeln hat, wird nur noch nicht öffentlich besprochen! Im Klartext: Die Beschwerdeführer dürfen selbst nicht mehr dabei sein und somit auch nichts mehr dazu sagen. Das ist gelebte Demokratie pur in RS im Jahre 2006. Und die Politik nickt alles fleißig ab.

Frank Schneider am :

Es war Ende Mai, da beschloss die BV den von mir eingebrachten Antrag, dass in der Fichtenstraße erneut Geschwindigkeitsmessungen mit einem Tempo-Display durchgeführt werden sollten. Der Beschluss sah zudem vor, dass die Messergebnisse aus 2005 ebenfalls vorgelegt werden sollten. Nachdem in der BV-Sitzung vom Oktober noch kein Feedback zu verzeichnen war, bat ich um Vorlage in der November-Sitzung. Nun lagen am 08.11.2006 die Ergebnisse aus 2005 dann auch tatsächlich vor. (Wen es interessiert: Im Durchschnitt lag die Geschwindigkeitsübertretung im Messzeitraum bei etwas über zehn km/h.) Leider gab es die gewünschten Ergebnisse aus 2006 nicht, denn es gab bisher keine erneute Messung. Die Hoffnung auf eine baldige Umsetzung des Beschlusses ist ebenfalls in weite Ferne gerückt. Warum? Die Fachverwaltung hat in ihrer Vorlage darauf hingewiesen, dass vorher noch 36 andere Standorte abgearbeitet werden müssen, und schließlich gibt es in Remscheid "nur" sieben solcher Messgeräte. Leider wird die Anbringung der Tempo-Displays in Remscheid von denselben Mitarbeitern durchgeführt, die auch für die mobile Geschwindigkeitsüberwachung zuständig sind, und die Erledigung dieser Aufgabe genießt Priorität. Daran wurde kein Zweifel gelassen. (Ist ja auch logisch: Die Blitzer bringen Geld, die Tempo-Displays nicht.) Es ist daher wahrscheinlich, dass auf der Fichtenstraße schon lange Tempo 50 gilt, wenn das Display die Autofahrer wieder freundlich anlächelt. (Oder eben nicht, wenn es 51 km/h und mehr sind.) Die Erhöhung der Geschwindigkeit auf der ausgebauten Fichtenstraße war zumindest (lt. Tagesordnung) Thema in der Verkehrsbesprechung am 07.11.2006. Wir werden sicher bald mehr erfahren. --- Zum Thema "Zebrastreifen" verweise ich auf den Waterbölles-Bericht "Neu: Fünf Jahre alter Beschluss war nicht rechtmässig" vom 09.11.2006. Den dortigen Ausführungen ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.

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