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Arbeitsmarkt verhalten, Kurzarbeit trägt weiter

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Im Mai ist die Arbeitslosigkeit im Bergischen Städtedreieck im Vergleich zum April um 1.758 (sechs Prozent) auf 30.973 Personen gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr waren 5.791 (23 Prozent) mehr Menschen arbeitslos gemeldet. Mit einer Zunahme von 46,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit im Rechtskreis des SGB III deutlich stärker gestiegen als im Rechtskreis des SBG II (13,3 Prozent). Wie bereits im Vormonat ist Wuppertal am stärksten vom Anstieg der Arbeitslosigkeit betroffen. Dort ist auch die Arbeitslosigkeit im Rechtskreis des SGB II deutlicher angestiegen.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften fiel im Bergischen Städtedreieck um rund 44 Prozent (427 Stellen) niedriger aus als im Mai 2019. Im Vergleich zum Vormonat wurden aber 80 (17,4 Prozent) mehr neue Stellen im Bergischen Städtedreieck gemeldet. Neben den Arbeitnehmerüberlassungsfirmen suchen hauptsächlich Wach- und Sicherheitsdienste sowie Unternehmensberatungen neue Kräfte. Aber auch im Gesundheitswesen (Arzt- und Zahnarztpraxen, Heime, Betreuung) und im verarbeitenden Gewerbe (beispielsweise bei der Herstellung von chemischen Grundstoffen oder von Metallerzeugnissen) werden freie Stellen an geboten.

„Die Zahl der Arbeitslosmeldungen ist gegenüber den beiden Vormonaten deutlich geringer. Dies macht sichtbar, dass die Kurzarbeit unverändert trägt. Die Unternehmen wollen ihre Mitarbeitenden behalten. Erfreulich ist die Zunahme bei den Arbeitsstellen. Uns wurden in diesem Monat über 500 Stellen gemeldet, 80 mehr als im April. Trotzdem konnten im Mai weniger Menschen aus ihrer Arbeitslosigkeit heraus eine neue Stelle antreten“, skizziert Martin Klebe, Leiter der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal die Situation des heimischen Arbeitsmarktes.

Im Mai hat die Zahl der Anzeigen auf Kurzarbeit noch einmal zugelegt. Zum Stichtag am 27. Mai wurden im Städtedreieck mehr als 5.900 Anzeigen für nahezu 90.000 Beschäftigte gezählt. Rein rechnerisch wären damit zwei Fünftel der Beschäftigten im Städtedreieck potentiell von Kurzarbeit betroffen.

Es ist deutlich darauf hinzuweisen, dass die Anzeigen auf Kurzarbeit nicht annähernd die tatsächliche Inanspruchnahme von Kurzarbeit widerspiegeln. Derzeit ist offen, wie viele Beschäftigte tatsächlich und in welchem Umfang kurzgearbeitet haben. Entsprechende Daten können erst dann veröffentlicht werden, wenn die Dreimonatsfrist für die Abgabe der Anträge auf Auszahlung des Kurzarbeitergeldes abgelaufen ist. Für den Monat März können die Betriebe dementsprechend noch bis Ende des Monats Juni Anträge stellen. Darüber hinaus kann ein Betrieb Kurzarbeit auch für einzelne, gegebenenfalls auch mehrere Betriebsabteilungen anzeigen. Daraus folgt, dass die Zahl der Kurzarbeit anzeigenden Betriebe unter der Zahl der bisher registrierten Anzeigen liegen wird. Die angezeigte Kurzarbeit betrifft alle Branchen. Am stärksten von Kurzarbeit betroffen sind die Metall- und Elektro- und Stahlindustrie, die Gastronomie; der Einzelhandel, das Baugewerbe, und das Gesundheitswesen.

In Remscheid sind nach vorläufigen Auswertungen bis zum 27. Mai 1.170 Anzeigen auf Kurzarbeit für 19.912 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eingegangen. Dies entspricht rechnerisch rund 42,6 Prozent der Remscheider Beschäftigten. Arbeitslos gemeldet sind in Remscheid aktuell 4.986 Personen, 170 oder 3,5 Prozent mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Mai des Vorjahres sind es 737 Personen (+ 17,3 Prozent) mehr. Die Arbeitslosenquote steigt auf 8,4 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 7,2 Prozent (+ 1,2 Prozentpunkte). Im Mai meldeten sich 660 Personen neu oder erneut arbeitslos, 498 konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.

Unverändert sind in Remscheid 464 junge Menschen unter 25 Jahren von Jugendarbeitslosigkeit betroffen – gegenüber dem Vorjahresmonat 68 Personen (+ 17,2 Prozent) mehr. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen liegt aktuell bei 1.683. Das sind 129 (+ 8,3 Pro-zent) mehr als vor einem Jahr. Von den Langzeitarbeitslosen werden 92,7 Prozent (1.560 Personen) in der Grundsicherung betreut.

Der Ausbildungsmarkt ist rein rechnerisch relativ ausgeglichen. Im Städtedreieck stehen den 1.649 noch suchenden Bewerberinnen und Bewerbern derzeit 1.631 offene Ausbildungsstellen zur Verfügung. In Remscheid meldeten Wirtschaft und Verwaltung in den vergangenen acht Monaten 633 Ausbildungsstellen, 89 Stellen oder 12,3 Prozent weniger als im vorigen Jahr. Von diesen 633 Stellen sind noch 325 Ausbildungsstellen frei, das sind 52 Stellen weniger als im letzten Jahr. Von den gemeldeten 551 Bewerberinnen und Bewerber suchen aktuell noch 227 Jugendliche eine Ausbildungsstelle, das sind 36 (13,7 Prozent) weniger als im letzten Jahr.

In Remscheid ist die Relation der Stellen zu Bewerbern im Bergischen Städtedreieck am günstigsten. Hier kommen auf 100 Bewerber rechnerisch 115 Ausbildungsstellen, vor einem Jahr war das Verhältnis ausgeglichen.

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