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Kritik an Öffnung der Grundschulen ab 15. Juni

Die Schulpflegschaft der GGS Siepen hat gestern eine Petition ins Leben gerufen, um den Eltern eine Stimme zu geben, die gegen eine Öffnung der Schulen vor den Ferien sind. In nur vier Stunden kamen 200 Unterschriften zusammen.

Sehr geehrte Frau Ministerin Gebauer, sehr geehrter Herr Ministerpräsident Laschet, sehr geehrte Landesregierung NRW,

wir richten uns mit diesem offenen Brief an Sie, um Ihnen mitzuteilen, dass wir entsetzt darüber sind, dass die Landesregierung mit der Entscheidung zur Öffnung der Grundschulen ab 15. Juni die Gesundheit der Lehrkräfte, der Schüler/Innen sowie deren Familien fahrlässig gefährdet. Dieser Schnellschuss ist verantwortungslos, weil die Durchführung des Unterrichts unter Bedingungen, die den Notwendigkeiten des Infektionsschutzes genügen, nicht möglich ist. Ohne Rücksicht auf die zahlreichen mahnenden Worte aus Schul-, Schüler/Innen- und Elternorganisationen sowie Gewerkschaften sollen nun im Hauruckverfahren Öffnungen stattfinden, welche jedoch wesentlich mehr Vorbereitungszeit benötigen, denn: Der Gesundheitsschutz der Schüler/innen und Lehrkräfte muss oberste Priorität haben!

Es wird somit in Kauf genommen, dass wohl verdiente Urlaube sowohl für Lehrer, als auch Eltern und Familien auf Grund von Erkrankung oder Quarantäne nicht stattfinden kann.
Man fühlt sich wie ein Versuchskaninchen. Denn wenn eine Öffnung vom Bildungsaspekt Sinn macht warum werden dann weiterführenden Schulen nicht geöffnet? Man könnte meinen da eine Infektion bei Kindern der 1-4 Klasse vermeintlich weniger schwer verläuft wird dies hier billigend in Kauf genommen. Das hier aber auch wieder die Gefahr besteht neue Infektionsketten zu starten oder gerade wieder aufgenommene soziale Kontakte zu gefährden scheint nicht in Ihrem Fokus zu liegen.

Schule und Bildung sind wichtig das ist soweit korrekt, aber auch der Kontakt zu Großeltern ist wichtig und muss durch die Öffnung wieder reduziert werden. Auch einen potentiellen Ausfall von Lehrkräften durch Krankheit oder Quarantäne scheinen Sie in Kauf zu nehmen. Der sowieso schon bestehende Lehrermangel findet hier keine Beachtung. Wie soll das kompensiert werden?

Die Konzepte für die momentane Durchführung des rollierenden Systems sollten doch bis zu den Ferien geplant werden und das wurden sie. Alles funktioniert und jeder hat sich arrangiert, warum wollen Sie das ändern? Eine Maßnahme, die mehr Nach- als Vorteile hat.

Eltern werden evtl. kurzfristig entlastet, aber müssen dann im schlimmsten Fall auf Ihren Urlaub verzichten. Ob das zu Entlastungen führt??? Auch keine Beachtung findet an dieser Stelle, dass zwar der Unterricht in Gruppen stattfindet und Start- und Pausenzeiten geplant werden können, aber spätestens in der Betreuung (OGS) findet eine Durchmischung statt.

Die Öffnung der Schulen ist ein zum Teil unüberlegt übereilter Entschluss, der vielen Eltern große Sorgen bereitet. Daher erwarten wir, das Sie zu der Sache schnellst möglich Stellung nehmen und die Grundidee kritisch hinterfragen.

Michael Werth, Schulpflegschaftsvorsitzender GGS Siepen Remscheid

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