Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Migrationsausschuss diskutiert „Frauenschwimmtag“

Bietet das H20-Bad in Hackenberg demnächst einen „Frauenschwimmtag“ an? Dem städtischen Ausschuss für Migrationsfragen liegt ein entsprechender Antrag vor. Er soll in der Sitzung am 12. Februar (die für kommenden Dienstag terminierte wurde heute abgesagt)diskutiert werden. Entscheiden kann das Gremium darüber allerdings nicht, bestenfalls den Stadtwerken Remscheid eine entsprechende Empfehlung geben. Der von Fatma Saricicek unterzeichnete Antrag an Luigi Costanzo, den Vorsitzenden des Migrationsausschusses, hat folgenden Wortlaut:

„Wir sind Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund und sind in verschiedenen sportlichen Disziplinen aktiv. Immer häufiger wird jedoch der Wunsch geäußert, regelmäßig schwimmen gehen zu können. Das ist für viele unserer Frauen und Mädchen nicht möglich, da es in Remscheid kein Schwimmbad für Frauen gibt. Es bedeutet immer einen großen finanziellen und zeitlichen Aufwand nach Wuppertal, Köln oder Düsseldorf zu fahren.

In Remscheid befindet sich das H2O Bad, ein wundervolles Bad mit vielen Wellness-Möglichkeiten. Da wir aus unseren Herkunftsländern „Frauenbäder" kennen, die in Remscheid leider nicht existieren, bitten wir um nur „einen" Frauenschwimmtag im H20 Bad. Wir wissen aus unserem Freundes- und Nachbarschaftskreis, dass gerade Frauenschwimmtage, wie z.B. im Hamambad in Düsseldorf, auch bei einheimischen Frauen sehr beliebt sind. Auch viele Frauen aus den Nachbarstädten Radevomwald und Wermelskirchen würden von dieser Möglichkeit gern Gebrauch machen.

Wir wünschen kein abgeschottetes Bad für uns alleine mit verhangenen Scheiben und abgedunkelten Räumen, wir wünschen uns erholsame Stunden im Schwimmbad, gemeinsam mit vielen einheimischen Frauen an einem Tag der Woche. Da es sich beim H2O-Bad um ein öffentliches Bad handelt, würden wir uns über eine positive Entscheidung sehr freuen. Nachdem wir die Verwaltung und die politischen Gremien kennen gelernt und durchgesprochen haben, glauben wir dass Sie für diese Entscheidung zuständig sind. Sollte das nicht der Fall sein, bitten wir um Weiterleitung an die zuständige Stelle.“

Trackbacks

Waterbölles am : Neues Migrantinnenforum für Frauen aus dem Hintergrund

Vorschau anzeigen
Der Name „Fatma Saricicek“ findet sich im Waterbölles bislang an zwei Stellen. Einmal unter dem Stichwort „Frauenschwimmtag“. Im Januar 2008 hatte die engagierte Türkin im städtischen Migrationsausschuss den Antrag gestellt, das H2O-Bad an einem Tag in de

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Michael Dickel am :

Ich gedenke, bei Einführung eines solchen Tages im Zuge des "Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes" einen Männerschwimmtag zu beantragen und notfalls einzuklagen. Schon lange ist mir der Frauentag im Saunabereich ein Dorn im Auge, denn es gibt auch Argumente für einen reinen Männertag, wenn es welche für einen Frauentag gibt. Da das H2O eine Einrichtung ist, die der Öffentlichkeit zur Verfügung steht, kann eine Ausgrenzung aufgrund des Gechlechts in Deutschland nicht stattfinden. Für den Antrag kann man aus religiösen Gründen Verständnis haben, wenn Frauen durch Ihre Religion verboten wird, mit Männern gemeinsam zu baden. Dafür kann sich der Verein ja ein extra Bad bauen. Es ist mir im Übrigen nicht möglich festzustellen, ob das H2O ein öffentliches Bad ist. Als GmbH scheint es mir eher ein Bad zu sein, dessen Eigentümer wann auch immer öffnen kann und wem auch immer. Wenn dem so ist, sind allerdings auch die Politik und die Ausschüsse nicht die richtigen Ansprechpartner.

Ulrike Kaiser am :

Wie sich die Zeichen ändern: Wenn meine Erinnerung nicht trügt, hatte das Remscheider Hallenbad an der Freiheitstraße immer eine spezielle Zeit für seine weiblichen Kunden: „Damenbad“ wurde das zumindest in den 60er/70er Jahren genannt und war auf einen Vormittag in der Woche terminiert (wenn mein Gedächtnis reicht: just an jenem Vormittag, an dem frisches Wasser eingelassen war). Das war den Remscheider „Damen“ gerade recht, konnten sie dort ohne störende männliche Blicke – vom Bademeister einmal abgesehen – ihre Bahnen ziehen. Dies war eine Errungenschaft in Zeiten der Frauenbewegung. Von Migrationshintergrund und Befindlichkeiten moslemischer Frauen war da keine Rede. Also halblang in der Argumentation gegen einen Frauenschwimmtag. Es gibt ja Kompromisse, die nicht unbedingt faule sein müssen.

Michael Dickel am :

Wir befinden uns nicht mehr in der Zeit der Frauenbewegung, sondern der Gleichberechtigung der Geschlechter. Auch wenn ich mich wiederhole. Wenn es heute Gründe gibt, dass Frauen alleine baden möchten, gelten die gleichen Gründe auch für Männer. Aus Ihrem Text ersehe ich "störende, männliche Blicke". Nicht das mit Frauenblicke stören würden - aber der Kompromiss - genau darauf will ich ja hinaus - kann nur sein: Frauenschwimmtag ja - aber dann auch Männerschwimmtag unter Beobachtung der Bademeisterin.

Hande Kaya am :

Ich lebe in Bergkamen, und hier haben wir 1 x die Woche im städt. Hallenbad einen Frauentag. Dies kommt allen Bergkamener Frauen entgegen. Wenn man richtig hinschaut sind es über 80 % deutsche Frauen die kommen und ungestört schwimmen möchten. Warum nicht auch in Remscheid? Die paar Stunden können sich die Männer mit Fußball beschäftigen. (:-)

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!