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In das Gästehaus der Stadt ziehen die Pfadfinder ein

Auch die Pfadfinder (der Waterbölles berichtete über sie erstmals im April 2006) gehören (fast möchte man sagen „noch immer“) zu den in Remscheid aktiven Jugendgruppen. Das gilt für die Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) in Lennep ebenso wie für den Deutschen Pfadfinderbund Remscheid mit der Jungenschaft „Hohenstaufen“ und der Mädelschaft „Sturmvogel“. Die Jungen und Mädchen bekommen demnächst in Reinshagen ein neues Heim für ihre Gruppenstunden, in dem sie an Wochenenden auch übernachten können: Das bisherige „Gästehaus“ der Stadt Remscheid am Schimmelbuschweg, wo hin und wieder Jugendgruppen aus Partnerstädten übernachteten, das ansonsten aber ein Dornröschendasein führte: In der Lokalpresse tauchte es kaum auf. Der langfristige Mietvertrag zwischen der Stadt und dem „Förderverein für den Deutschen Pfadfinderbund e.V.“ hätte eigentlich schon zum 1. Januar abgeschlossen werden sollen – der Rat der Stadt hatte dem in der letzten Sitzung des vergangenen Jahres zugestimmt -, doch nach Auskunft von Thomas Judt, dem Chef des städtischen Gebäudemanagements, musste zunächst das Brandschutzkonzept für die Räume in der ersten und zweiten Etage der OGGS Reinshagen überarbeitet werden.

Thomas Judt. Foto: Lothar KaiserJudt: „Im Februar ist es dann soweit!“ Darauf freut sich der Förderverein. Vorsitzender Christian Esser: „Das neue Haus bietet uns die Möglichkeit näher zusammenzurücken und eine zentrale Anlaufstelle für alte und neue Mitglieder zu haben … und weitere Konflikte zu vermeiden.“ Offenbar war im Gesundheitshaus an der Hastener, wo die Pfadfinder bisher Räume hatten, nicht alles reibungslos gelaufen. Dort trafen sich bisher pro Woche drei Mädchen- und acht Jungengruppen. Weitere Treffpunkte der Pfadfinder sind das Gemeindehaus Honsberg, die Kraftstation, ein privates Hinterhaus am Fürberg und eine „Fischerhütte“ am Tyrol. Die Räume am Honsberg wurden den Pfadfindern mittlerweile gekündigt. Insgesamt gehören dem Remscheider Pfadbund 80 Jungen und Männer sowie 50 Mädchen und Frauen zwischen 6 und 67 Jahren an.

Im „Gästehaus“ der Stadt Remscheid können maximal 20 Personen übernachten. Und soweit von den Pfadfindern nicht genutzt, können in den Räumen auch künftig „Gäste der Stadt kostengünstig“ unterkommen, wie der Förderverein der Pfadfinder versichert. Er zahlt der Stadt für die Räume ab Februar eine Jahresmiete von 1000 Euro, 400 Euro mehr als für die Räume im Gesundheitshaus. Im vergangenen Jahr erzielte die Stadt durch die Vermietung des „Gästehaus“ lediglich Einnahmen von 420 Euro; die Ausgaben für Heizung, Reinigung und Gebäudeunterhaltung summierten sich dagegen auf 16.550 Euro. An dieser Negativ-Bilanz wird die Vermietung an die Pfadfinder bei einer Jahresmiete von 1000 Euro also wenig ändern. Dem hielt die Stadt in ihrer Vorlage zur Ratssitzung im Dezember entgegen, durch die Vermietung an den Förderverein werde dessen„ umfassende Jugendarbeit gewürdigt und unterstützt“. Zugleich erinnerte die Verwaltung damals daran, dass schon 2003 „Sinn und Notwendigkeit der Unterhaltung eines Gästehauses in Frage gestellt“ worden sei. Es hätten sich aber bis heute weder Käufer noch Mieter gefunden. Und eine intensivere Nutzung der Räume durch die Stadt würde „eine Konkurrenz zu den bestehenden Hotelanbietern darstellen und bedürfte … der Gründung eines Betriebs gewerblicher Art“. Da aber die Zimmer „dem Standard einer Jugendherberge der 1960er Jahre entsprechen“, sei eine Nutzung durch Dritte eher fraglich.

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Waterbölles am : Gästehaus der Stadt seit 2007 im Dornröschenschlaf

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Die Waterbölles-Glosse „In das Gästehaus der Stadt ziehen die Pfadfinder ein“, titelte der Waterbölles am 11. Januar 2008. Das hatte damals Thomas Judt angekündigt, der Chef des städtischen Gebäudemanagements. Verfrüht, wie sich erst vergangene Woche

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