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IHK: Düstere Bevölkerungsprognosen zwingen zum Handeln

Pressemitteilung der Industrie- und Handelskammer

„Wenn wir verhindern wollen, dass die düsteren Bevölkerungsprognosen für das Bergische Städtedreieck wahr werden, dann müssen wir in der Region Arbeitsplätze schaffen. Dafür brauchen wir eine Politik, die der Wirtschaft optimale Rahmenbedingungen und Entwicklungs­möglichkeiten bereitstellt.“ Das betonen Friedhelm Sträter, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Wuppertal-Solingen-Remscheid, und IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Wenge anlässlich des neuen Gutachtens der Universität Münster, das bis 2040 von einem Bevölkerungsrückgang von circa 20 Prozent in der Region ausgeht. Unabhängig davon, ob die Voraussagen der Studie zu pessimistisch seien, der Trend sei eindeutig.

„Vor allem brauchen wir noch viel mehr bergische Kooperation, so ungern das viele Lokalpolitiker auch hören mögen“ so die IHK-Chefs. „Unsere Anregungen liegen auf dem Tisch: Ein deutlich verstärktes Regionalmarketing, ein bergisches Tourismuskonzept, eine gemeinsame Entwicklung und Vermarktung von Gewerbeflächen sowie möglichst bald eine bergische Wirtschaftsförderungs­gesellschaft.“ In einigen dieser Punkte sei man – auch dank der neuen Bergischen Entwicklungsagentur – schon auf dem richtigen Weg, das Tempo der Veränderung sei aber insgesamt noch zu langsam.

Die beiden neuen An-Institute der Bergischen Universität seien ein Schritt hin zur notwendigen engeren Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft. Aber auch hier sei noch viel zu tun. Deswegen arbeite die IHK derzeit gemeinsam mit Universitätsleitung und Bergischer Entwicklungsagentur an einer Kooperations­vereinbarung, um das Innovationsklima in der Region weiter zu verbessern. „Neue, innovative Produkte erhöhen die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen, schaffen Arbeitsplätze und machen die Region für qualifizierte Arbeitskräfte interessanter“, unterstreichen Wenge und Sträter. So könnten auch die Absolventen der Universität besser in der Region gehalten werden. Entweder, in dem sie in den bestehenden Unternehmen Arbeitsplätze finden, oder in dem sie selbst ein Unternehmen gründen. In diesem Zusammenhang sei auch das neue regionale Startercenter ein wichtiger Beitrag für die Zukunftsfähigkeit der Region.

Problematisch bleibe die katastrophale finanzielle Lage der drei Großstädte. Diese müssten durch harte Spar­maßnahmen endlich ihre Haushalte wieder in den Griff bekommen. Nur so könnten die Städte den dringend nötigen Handlungsspielraum für eine weitere Verbesserung der wirt­schaftspolitischen Rahmenbedingungen zurückgewinnen. Eine weitere Gestaltungsmöglichkeit für die Städte bestehe in der verstärkten Bereitstellung von günstigem Bauland für junge Familien.

Hoffnung setzen die IHK-Chefs auch auf Fördergelder aus dem „Ziel 2“-Topf der EU. Mit dieser Unterstützung könnten für die Region wichtige Projekte in den Bereichen Infrastruktur und Stadtentwicklung finanziert werden. Eine hundertprozentige Förderung werde es aber nicht geben. „Mindestens 20 Prozent der jeweiligen Projektkosten müssen in der Region aufgebracht werden. Hier sind alle Akteure gefragt, nicht nur die hochverschuldeten Kommunen. Insbesondere Unternehmen sollten prüfen, ob sie sich bei bestimmten Projekten finanziell beteiligen könnten.

Wenge und Sträter abschließend: „Die IHK wird in Kürze einen Kreis interessierter Unternehmer zusammenrufen, um mit ihnen zu beraten, welche weiteren konkreten Schritte in den nächsten Jahren notwendig werden, um die Zukunftsfähigkeit unserer Region zu verbessern.“

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