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Kompazz und Diakonie forcieren Laptop-Reparaturen

Das Diakonische Werk mit seinem Reparaturen-Café und die Gruppe „Kompazz – Schulbezogene Jugendsozialarbeit“ unter dem Dach des Freie Jugendarbeit Remscheid – Mitte e. V. (Kraftstation) stehen hinter der Gemeinschaftsinitiative „Laptops für Remscheider Schüler und Schülerinnen", die gestern im Vaßbendersaal am Markt von Diana Mucha und Stefan Flüs (Kompazz) sowie Projektentwickler Andreas Bunge (Diakonie) vorgestellt wurde. Am, 30. April und später noch einmal am 21. Mai hatte der Waterbölles den Aufruf von Kompazz veröffentlicht, in der Gelben Villa für Schüler*innen aus finanzschwachen Familien Laptops zu spenden. Und am 27. Mai hatten auch Mitglieder des Schulausschusses betont, dass beim Homeschooling als Folge der Corona-Pandemie eine soziale Ungerechtigkeit unter der Schülerschaft durch fehlende Endgeräte vermieden werden müsse.

Markus Eschweiler vom Fachdienst Schule & Bildung hatte in den Wochen vor der Ausschusssitzung versucht, die technische Ausstattung der Schülerinnen und Schüler zu Hause in Erfahrung zu bringen; er nannte den Kommunalpolitikern als ungefähres Ergebnis, dass etwa 4.000 Schüler/innen zu Hause über kein schulfähiges Endgeräte verfügen und etwa 2.800 Schüler/innen keinen geeigneten Netzzugang (LAN oder WLAN) oder Mobilfunkzugang (Hotspot). Der Kontakt dieser Schüler/innen mit ihren Lehrern bleibt folglich auf den Austausch von E-Mails beschränkt. Nur ein eigener Laptop kann diesen Kindern die Teilnahme am digitalen Unterricht ermöglichen.

„Da könnte so mancher ausrangierter Laptop gute Dienste tun, der irgendwo in einer Schublade schlummert“, sagte sich auch Andreas Bunge. Nachdem das Reparaturen-Café dicht gemacht werden musste, weil viele ehrenamtlichen Mitarbeitern zur Risikogruppe gehören, und er von den durch Corona zur Untätigkeit gezwungenen erfahren hatte, dass sie ihre Arbeit vermissen, war die Idee von Laptop-Reparaturen schnell geboren. Klaus Warmuth ist so ein PC-Tüftler. Um einen defekten Laptops wieder leistungsfähig zu machen, braucht er rund fünf Stunden, berichtete er gestern. Denn alte Daten müssen von der Festplatte gelöscht und das aktuelle Betriebssystem Windows 10 muss aufgespielt werden. 20 gespendete Geräte sind inzwischen auf Vordermann gebracht, und täglich kommen  fünf hinzu. Eine Firma meldete sich, sie habe leider keine aussortierte Laptops, wolle aber 1000 Euro beisteuern. Die wurden dankbar angenommen und inzwischen in vier neue Geräte umgesetzt. Ein gebrauchtes Gerät brachte ein Duisburger persönlich vorbei, der von der Aktion über einen Privatsender erfahren hatte

Gut, dass die Schulsozialarbeiter von Kompazz wissen, welche Schülerinnen und Schüler dringend nach einem eigenen Laptop suchen. In der Gelben Villa repariert Stefan Flüs alte Laptops, aber die Nachfrage ist größer als sein Arbeitspotenzial. Da war die Unterstützung durch die Diakonie herzlich willkommen. Zumal Flüs eigene Geräte für besser hält als Leigeräte der Schulen: „Das Leihgerät ist nur für schulische Zwecke einsetzbar. Mit einem eigenen kann man mehr machen. Da steckt Lernpotenzial drin." Wer am dringendsten einen Laptop braucht, erfahren er und Diana Mucha von den Lehrerinnen und Lehrern.

Kinder, deren Eltern Hartz IV-Empfänger sind, können mittlerweile auch auf finanzielle Unterstützung des Jobcenters bei der Anschaffung eines Laptops hoffen, haben die Schulsozialarbeiter erfahren. Mit dem Antrag müsse dann auch ein Kostenvoranschlag und eine Bescheinigung der Schule vorgelegt werden. Die Akteure der neuen Gemeinschaftsinitiative „Laptops für Remscheider Schüler und Schülerinnen" waren sich gestern allerdings einig: Das Problem der gegenwärtigen ungleichen Lern- und Startvoraussetzungen müsse finanziell von der Landesregierung gelöst werden. Denn so hilfreich die Remscheider Initiative auch sein mag, kannn sie doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein bleiben.

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