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450 gefüllte Wassersäcke für durstige Bäume

Geld und Muskelkraft für den Erhalt des Waldes“, überschrieb der Waterbölles am 11. Juni den Antrag der Fraktionen und Gruppen von SPD, Bündnis’90 DIE GRÜNEN, FDP und W.i.R. zur gestrigen Ratssitzung, die Verwaltung möge alle Einwohnerinnen und Einwohner Remscheids zu einer Pflanz- und Pflegeaktion von Bäumen aufrufen zwecks Erhaltung unseres Stadtwaldes und der städtischen Bäume – „als Gemeinschaftsaktion mit einer Bitte zur Unterstützung in Form von tatkräftiger Hilfe oder Geldspenden“. Kaum hatte in der Sitzung im Teo Otto-Theater Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz den Antrag aufgerufen, sah es auch schon nach einer Kampfabstimmung aus. Denn die CDU sah ihn durchaus kritisch. Die Stadt solle lieber selbst für Nachpflanzungen sorgen, meinte Matthias Heidtmann, „genauso wie für Laptops in den Schulen“. Und Markus Kötter verwies darauf, dass die für den städtischen Wald verantwortlichen Technischen Betriebe Remscheid (TBR) pro Jahr aus dem Verkauf geschlagener Bäume Erlöse erzielten. Auch deshalb könnten die TBR jährliche eine „nicht unbedeutende Summe“ an die Stadt überweisen. Fritz Beinersdorf, Fraktionsvorsitzender der Linken, hielt dagegen: Die Bürgerinnen und Bürger seien durchaus bereit, sich für den Wald zu engagieren, meinte er. Und Dävid Schichel von den Grünen bestätigte das: „Warum sollten wir die Leute zurückweisen, wenn sie von sich aus zu uns kommen  und ihre Hilfe anbieten!?“

Es war TBR-Chef Michael Zirngiebl, dem es gelang, die Kuh vom Eis zu holen und für einen einstimmigen Beschluss bei zwei Enthaltungen zu sorgen, indem er Zahlen nannte: Von den unzähligen Bäumen, die sich selbst gesät hätten, seien zwischen 2010 und 2020 auf Remscheider Stadtgebiet von den TBR rund 200.000 neue Bäume gepflanzt worden. Daran seien etliche größere und kleinere Unternehmen als Sponsoren beteiligt gewesen, als tatkräftige Helfer im Rahmen der Aktion „Wurzeln schlagen“, aber auch etwas 1000 Remscheider, Jung und Alt. Vor diesem Hintergrund verstehe er die aktuelle Initiative „als Unterstützung dessen, was es in Remscheid jetzt schon gibt“. Natürlich nehme die Stadt gerne weitere Spenden an, aber auch die Remscheider Waldgenossenschaft sei dafür sicherlich dankbar. Unter diesen Vorzeichen rief der OB zur Abstimmung auf – und sah keine einzige Gegenstimme. Das bedeutet aber auch, dass es von Seiten der Stadt keine offizielle Spendenaktion geben wird.  Und von einer größeren, zusätzlichen (!) Pflanzaktion hatte Zirngiebl aus organisatorischen Gründen ohnehin ausdrücklich abgeraten. Vielleicht hätten die Antragsteller bei ihm frühzeitig Rat hollen sollen...

Merke: Die TBR haben den städtischen Wald auch ohne Nachhilfe der Politik im Blick. In diesem trockenen Frühjahr haben sie rund 450 gefüllte Wassersäcke auf durstige Bäume verteilt.

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