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Experten können bei Blasenschwäche helfen

Pressemitteilung des Sana-Klinikums

Auch wenn manch eine Werbung inzwischen etwas Anderes suggeriert: Blasenschwäche, ständiger Harndrang und vor allem unwillkürlicher Harnverlust sind für Betroffene immer noch unangenehm und gesellschaftlich eher ein Tabuthema. Dabei trifft das Problem auch in Deutschland viele Menschen, vor allem aber Frauen. „Hierzulande ist etwa jede fünfte Frau im Laufe ihres Lebens von Inkontinenz betroffen“, sagt Kathrin Eikholt, Chefärztin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Sana-Klinikum Remscheid, anlässlich des internationalen Inkontinenztages am 30. Juni. „Bei den über 65-Jährigen ist es sogar die Hälfte aller Frauen in Deutschland. Die meisten erzählen uns, dass ihnen ihr Problem peinlich und ihre Lebensqualität eingeschränkt ist. Es droht nicht selten eine zunehmende soziale Isolation.“ Darum messe man dem Thema Inkontinenz in der Remscheider Frauenklinik auch eine große Bedeutung bei.

Dort ist die rekonstruktive Beckenbodenchirurgie und operative Behandlung bei Harninkontinenz seit vielen Jahren etabliert, und mit dem Inkontinenz- und Beckenbodenzentrum ist darüber hinaus die Kompetenz zahlreicher Experten innerhalb und außerhalb des Klinikums vernetzt. Neben der Zusammenarbeit der verschiedenen stationären Abteilungen – Gynäkologie, Gastroenterologie, Proktologie und Neurologie im Sana-Klinikum sowie urologischen Kliniken in der Region – besteht ein enger Kontakt zu niedergelassenen Haus- und Fachärzten. Durch die ganzheitliche Betrachtung soll die bestmögliche Diagnostik und Therapie gewährleistet werden.

Für Frauen mit unwillkürlichem Harnverlust hat die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Sana-Klinikum Remscheid eine spezielle Sprechstunde eingerichtet. Chefärztin Kathrin Eikholt und ihre Kolleginnen stehen für diese Fragestellungen mittwochs zwischen 9 und 13.30 Uhr zur Verfügung. Eine Anmeldung ist unter Tel. RS 13-5333 zwingend erforderlich. Der für die Diagnostik erforderliche Fragebogen kann bereits vorher über die Website der Frauenklinik unter www.sana.de/remscheid heruntergeladen werden. (Stefan Mülders)

„Inkontinenz kann viele Ursachen haben, tritt häufig nach Geburten, in den Wechseljahren oder nach gynäkologischen Operationen auf“, erklärt Kathrin Eikholt. „nicht immer gehen die auftretenden Probleme mit der Senkung des Beckenbodens einher. Aber ein Beckenbodentraining, mit dem die Frau oftmals die Kontrolle über ihren Körper zurückgewinnen kann, ist oftmals wichtiger Teil der therapeutischen Ansätze.“ Unabhängig davon sei aber eine umfassende und klare Diagnostik die Basis für die Behandlung. Diese beginnt mit einem speziellen Fragebogen und beinhaltet immer eine gynäkologische Untersuchung. Von den ersten Befunden hängt dann ab, welche weiteren diagnostischen Verfahren von speziellen Ultraschalluntersuchungen über Blasendruckmessung (Urodynamik) bis hin zu Blasenspiegelungen notwendig sind. Sind die Ursachen gefunden, lassen sich die individuell passenden Therapien festlegen. Diese reichen je nach Stärke der Erkrankung von Trainingsmöglichkeiten über medikamentöse Lösungen bis hin zu chirurgischen Eingriffen.

„Wir unterscheiden grundsätzlich zwei Formen der Inkontinenz“, so Kathrin Eikholt weiter. „Bei der Dranginkontinenz geht die Kontrolle über den Blasenentleerungsmuskel verloren – Betroffene verspüren ständigen Harndrang. Die Stress- oder auch Belastungsinkontinenz hat zur Folge, dass es beispielsweise bei körperlicher Anstrengung, Husten oder Lachen zur ungewollten Blasenentleerung kommt. Hier ist eine Schwächung des Verschlussapparates der Harnröhre die Ursache.“ Vielfach können die Beschwerden konservativ behandelt werden, aber es stehen auch verschiedenste operative Möglichkeiten zur Wiederherstellung der Beckenbodenanatomie zur Verfügung. Ein Rat von Chefärztin Kathrin Eikholt klingt fast paradox: „Bei Blasenschwäche muss ausreichend getrunken werden.“ Denn hochkonzentrierter Urin mit vielen Giftstoffen reize die Blase zusätzlich und verschärfe damit das Inkontinenzproblem.

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