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... das Nokia-Handy am liebsten vor die Wand quacken

von Hans Gerd Göbert

Mit ungläubigem Staunen hörte ich gestern von der Nokia-Werksschließung in Bochum. Es ist nicht die reine Tatsache, die einen erschüttert, sondern die geradezu menschenverachtende Vorgehensweise, nachdem man vorher 80 Millionen Unterstützung von NRW und dem Bund erhalten hat. Und weil die Mitarbeiter davon nicht auf einer Betriebsversammlung oder in persönlichen Schreiben erfuhren, sondern Knall auf Fall aus Funk und Fernsehen, während sie am Band standen. Warum ich darüber in einem kommunalpolitischen Forum für Remscheid schreibe? Weil es ähnlich gelagerte Fälle auch in RS gegeben hat und sicher noch geben wird, wie zuletzt bei Faiveley. Und weil ich zu Weihnachten mein erstes Handy geschenkt bekommen habe. Natürlich ein Nokia,. Das würde ich heute am liebsten vor die Wand quacken.

Wie man ein solches Raubrittertum verhindern kann? Ich befürchte gar nicht. Nur eine Maßnahme kann man als kleiner Verbraucher ergreifen, nämlich künftig die Produkte dieser Firmen konsequent boykottieren. Im konkreten Fall würden mich übrigens auch die Meinungen des Bundestags- und der Landtagsabgeordneten sehr interessieren.

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Kommentare

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Michael Dickel am :

Ich schließe mich der Meinung von Herrn Göbert voll und ganz an. Da Weihnachten noch nicht lange her ist, sollten alle Nokia-Besitzer per Email Absichtserklärungen abgeben, niemals mehr ein Nokia-Handy kaufen zu wollen. Wir Verbraucher sind zwar klein, aber wenn man nichts dagegen unternimmt, hat man schon verloren. Und es ist natürlich nicht nur Nokia. Aber hier ist es besonders eklatant.

Fritz Beinersdorf am :

Leider bin auch ich Besitzer eines Nokia Handys und würde es am liebsten an die Wand quacken. Aber das ist keine Lösung, ein Boykott " NO NOKIA NO " daß wird den Nokia-Bossen mindestens ein "blaues Auge" verursachen, insoweit haben wir als Verbraucher eine gewisse Macht. Herr Göbert hat Recht, wenn er politische Wachsamkeit einfordert. Die Verlagerungspläne von Nokia dienen nur der Profitsteigerung durch Lohnkonkurrenz auf europäischer Ebene. Lohnkonkurrenz und auch Steuerkonkurrenz unter den EU-Ländern muß verhindert werden., ebenso idie Subventionierung von Werksverlagerungen . Der in Lissabon ausgekungelte EU-Vertrag ist da allerdings keine große Hilfe, denn dieser setzt auschließlich auf Wettbewerb als Grundprinzip der EU. Ich bin der Meinung dass nicht der grenzenlose Wettbewerb, sondern eine EU weit abgestimmte Steuerpolitik und eine Neuverteilung von Arbeitszeit und Einkommen innerhalb der ganzen EU eine wirksame Antwort auf Arbeitsplatzabbau und Lohnkonkurrenz wäre. Das wäre ein wichtiger Schritt in die Richtung eines sozialen Europas. Dann habe ich noch eine Bitte an die Leserinnen und Leser des Waterboelles, stärkt der Bochumer Nokia Belegschaft den Rücken, schreibt e-mails an den Betriebsrat unter christian.latuner@nokia.com

Jürgen Kucharczyk, MdB am :

Sehr geehrter Herr Göbert, die angekündigte Schließung des Nokia-Werkes in Bochum und die Kommunikation der Firmenleitung mit den Beschäftigten ist eine Ungeheuerlichkeit sondergleichen. Ich teile Ihre Meinung voll und ganz. Es geht nicht an, dass ein Konzern über Jahre Fördergelder einstreicht, um dann aus heiterem Himmel seine Pforten dicht zu machen und 2000 Menschen in die Arbeitslosigkeit zu entlassen. Es bestürzt mich zu sehen, wie viele Firmen heute nur nach noch mehr Profit geifern. Ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, wer ihren Erfolg erst möglich gemacht hat. Das ist empörend! Sie haben Recht: Sicherlich sind Sie als Verbraucher in der Lage – und auch in der Pflicht – angesichts eines solchen rücksichtslosen Verhaltens Ihr Kaufverhalten anzupassen. Die NRW-Landesgruppe der SPD-Abgeordneten im Deutschen Bundestag, der ich angehöre, empfiehlt dies ebenfalls. Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Standortschließung zurückgenommen und zumindest eine Rückforderung von Bundesmitteln an Nokia geprüft wird.

Lutz E. Faßbender am :

Manchmal sind Politikerworte, gerade die derer, die die Gesetze im Bundestag massgeblich beeinflussen, schon geradzu zynisch, egal von welcher Partei. Wenn es mal wieder so weit ist, empören sich alle öffentlichwirksam, aber ohne Konsequenzen für die Gesetzgebung. Politische Verantwortung hat auch was mit Taten, nicht nur mit Worten zu tun.

Chronist am :

Gestehen wir dem SPD-Bundestagsabgeordneten Jürgen Kucharczyk doch mal ehrliche Empörung zu - in diesem Fall eine völlig normale Reaktion. Alles weitere sollten wir abwarten.

Lothar Kaiser am :

Der Waterbölles empfiehlt Handys von Apple, Alcatel, Samsung, LG, Sony Erricson, Motorola, Panasonic, Sharp, Sagem, Philips, Qtek, palmOne, BlackBerry und Siemens. (;-))

Lutz E. Faßbender am :

Tja, leider erleben wir diese "ehrliche" Empörung als Bürger einfach viel zu oft, oder?

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