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Projekt "Jedem Kind ein Instrument" sucht noch Sponsoren

Von Thomas Holland-Moritz, Leiter der Musik- und Kunstschule Remscheid

Die Remscheider Musik- und Kunstschule bietet Grundschulen eine Kooperation an. Es geht um verstärkten Musikunterricht in allen vier Grundschulklassen, der bereits in der 2. Grundschulklasse das Erlernen eines Instrumentes im Klassenverband bzw. in Großgruppen ermöglichen soll. Der Ministerpräsident des Landes NRW hatte unlängst das ehrgeizige Unternehmen auf den Weg gebracht: ‚Jedem Kind ein Instrument’- inzwischen innerhalb unserer kürzelliebenden Wissensgesellschaft allgemein als „JEKI“ bekannt. Das Pilotprojekt in Bochum, Dortmund und Essen wird mit einem Millionenbetrag u. a. von der Deutschen Kulturstiftung unterstützt und soll bis zum Jahre 2010 in diesen drei Städten alle vorhandenen Grundschulkinder erfassen. Das Projekt ist natürlich nur in Verbindung mit den örtlichen Musikschulen realisierbar und daher hat sich auch der Landesverband der Musikschulen in NRW bereits vor längerer Zeit in Verbindung mit der Landesregierung hier zum Kooperationspartner erklärt.

Ministerpräsident Rüttgers geht davon aus, – übrigens mit besonderer Rückenstärkung seiner Frau (wie er in einer Pressekonferenz bekannte) – dass dieses Modell Schule machen kann und flächendeckend (sic) in ganz NRW eingeführt werden soll. Über Sinn und Bedeutung eines solchen Vorhabens braucht man angesichts der inzwischen feststehenden wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Bedeutung des Musikmachens auch für andere Bereiche der menschlichen Entwicklung gar nicht mehr zu reflektieren. Dennoch ist Skepsis über die Möglichkeiten der Finanzierung angebracht.

Das Pilotprojekt in den genannten Städten wird z. B. allein wegen der Anschaffungskosten für Instrumente ca. 50 Millionen Euro kosten ! Ich bin daher etwas realistischer, was die Entwicklung eines solchen Modells in Remscheid betrifft und habe deshalb zusammen mit einer Kollegin als Projektleiterin folgende Idee entwickelt, die auch Remscheider Grundschulkindern eine intensive musikalische Förderung ermöglichen soll.

Wir beginnen bereits im laufenden Schuljahr mit sechs bis sieben Grundschulen in einer Kombination von Blockflöten-Unterricht und einer 2. Stunde musikalische Grundausbildung. Die Instrumente für dieses Projekt sind glücklicherweise sehr kostengünstig in der Anschaffung und können von den Eltern als einmalige Investition übernommen werden.

Ein Finanzproblem stellen die Kosten für die Lehrkräfte dar. Wir können hier unsere Honorarlehrkräfte nicht vollständig aus dem Etat der Musik- und Kunstschule bezahlen und  hier benötigen wir Hilfe. Die Kosten pro Schule für die Leistung der Musik- und Kunstschule liegen bei 400.- € pro Halbjahr, also € 800.- für das gesamte Schuljahr.

Wenn es gelingt, für die beteiligten Schulen Finanzpartnerschaften aus dem Kreise Remscheider Sponsoren zu etablieren, könnten wie dem Vorhaben „JEKI l in greifbare Nähe kommen und allen Remscheider Grundschulkindern in den kommenden Jahren  zu einem nachhaltigen Einstieg in die Welt der Musik verhelfen. Dieses Projekt dient auch  wesentlich der Integration von Kindern unterschiedlicher ethnischer Herkunft, da Musik ja glücklicherweise immer noch eine „Weltsprache“ ist. Ich spreche da aus Erfahrung, da ich vor einigen Jahren einen internationalen Kinderchor aus Remscheider Grundschülerinnen und Grundschülern geleitet habe, in dem 80 Kinder aus sieben verschiedenen Nationen mitgesungen haben. Der Effekt dieser Völkerverbindung über das Medium Musik ist bei den Kindern bis heute spürbar.

Gleichzeitig – so hoffe ich – wird damit verhindert, dass die Stadt Remscheid  bei Projekten, die den kleinen und großen Bürgerinnen dieser Stadt zugute kommen könnten, ins Abseits gerät.

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Kommentare

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Chronist am :

Die "Lothar und Ulrike Kaiser-Stiftung" hat heute dem Förderverein der Musik- und Kunstschule 550 Euro überwiesen, damit an der Dörpfeld-Grundschule - sie liegt räumlich wie strukturell etwas "abseits" und hat einen MIgrantenanteil von ca. 50 Prozent - in diesem Monat in den 3. Schuljahren Blockflötenunterricht angeboten werden kann. Die Musikschule benötigt hierfür noch 50 Blockflöten. Nach Angaben von Thomas Holland-Moritz sollen hochwertige Kunststoff-Instrumente angeschafft werden, die preiswert und stabil zugleich sind.

Chronist am :

Eine Grundschulklasse (Julius-Spriesterbach-Schule), die in der Fußgängerzone der unteren Alleestraße ein Städchen gibt - das sieht man nicht alle Tage. Neugierig blieben heute vor der Post-Filiale viele Passanten stehen und hörten dem Flöten- und Trommelspiel zu. Ein Schild gab Auskunft über die Aktion: "Wir sammeln für Trommeln" (für den Musikunterricht). Eine Schulstunde der besonderen Art - für die Jungen und Mädchen gewiss ein Erlebnis.

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