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Mehr offene Lehrstellen nach Corona-Lockdown

Pressemitteilung der Tischler-Innung in der Kreishandwerkerschaft Remscheid

Im Tischlerhandwerk sind zum üblichen Starttermin des Ausbildungsjahres am 1. August/ 1. September noch viele Lehrstellen frei – auch in Remscheid, Solingen und Wuppertal. Wer sich jetzt kurzfristig für eine Lehre entscheidet, kann nach Absprache in einigen Betrieben sogar noch nach dem 1. August eine Tischlerausbildung beginnen.

Idealerweise sollten sich Schülerinnen und Schüler mindestens ein Jahr vor ihrem Schulabschluss bewerben. Doch welcher Ausbildungsberuf der richtige sein könnte, ist für die meisten Jugendlichen sehr schwer zu entscheiden, sodass die Bewerbungsphase häufig hinausgezögert wird. In diesem Jahr hat der coronabedingte Lockdown die Berufswahl und die Suche nach einem Ausbildungsplatz zusätzlich erschwert. Dabei haben laut Arbeitsagentur schon 2019 in NRW knapp 7.400 Schulabgänger keine Lehrstelle gefunden, 10.100 Ausbildungsstellen blieben unbesetzt. Diese Lücken werden in diesem Jahr aller Voraussicht nach noch deutlich größer ausfallen.

Auch im Tischlerhandwerk werden wohl 2020 mehr Ausbildungsplätze als im Vorjahr unbesetzt bleiben, befürchtet Martin Stracke, Obermeister der Tischler-Innung Remscheid: „Viele Berufsmessen und Praktika, die wichtig sind, um unsere Betriebe mit Bewerbern zusammenzubringen, sind in diesem Jahr ausgefallen. Dazu kommt, dass viele Betriebsinhaber mit der Umstellung auf Corona und den Lockdown komplett ausgelastet waren. Deshalb sind im Tischlerhandwerk so kurz vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres noch einige Lehrstellen frei.“Im Vergleich zu anderen Branchen habe das Tischlerhandwerk die Krise – mit einigen Ausnahmen im Messe- und Ladenbau – bisher ziemlich gut gemeistert, erklärt Martin Stracke: „Die Auftragsbücher waren vor der Krise meist gut gefüllt und jetzt macht sich bemerkbar, dass die Menschen in den letzten Monaten viel zuhause waren. Da haben sich einige entschlossen, ihre Küche erneuern zu lassen, die Fenster auszuwechseln oder andere Modernisierungen beim Tischler in Auftrag zu geben.“

Der Obermeister der Tischler-Innung Remscheid erklärt, welche Voraussetzungen Bewerber und Bewerberinnen erfüllen sollten: „Er oder sie sollte natürlich Lust darauf haben, mit unserem wichtigsten Werkstoff Holz zu arbeiten – und zwar an modernen Maschinen, die zum Teil computergesteuert sind.“ Auch mit Mathe sollten Interessenten nicht gerade auf Kriegsfuß stehen. Tischlerinnen und Tischler benötigen außerdem ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen. Formal reicht ein Hauptschulabschluss für die Lehre. Das Tischlerhandwerk ziehe jedoch Schulabgänger aller Schulformen an, sagt Martin Stracke: „Es gibt unter unseren Azubis auch viele Abiturienten und zunehmend Studienabbrecher, die sich neu orientieren, um in einem anspruchsvollen Handwerk ihre Ausbildung zu machen. Und wir haben auch Quereinsteiger, die nach einigen Jahren im Büro lieber in der Werkstatt arbeiten wollen, wo sie am Ende des Tages ein konkretes Ergebnis in der Hand haben.“

Die Tischlerlehre zählt zu den beliebtesten Handwerksausbildungen. Mit dem Gesellenbrief in der Tasche, haben Tischlerinnen und Tischler nach der Lehre sehr gute Chancen auf eine Stelle: „Viele Betriebe übernehmen ihre Azubis, wenn die Zusammenarbeit gut funktioniert. Außerdem werden Fachkräfte immer gefragter. Wer Tischler wird, hat sehr gute Jobaussichten“, sagt der Obermeister. Wer möchte, kann sich nach dem Gesellenbrief zum Tischlermeister weiterbilden und in der Karriereleiter aufsteigen. Auch Spezialisierungen sind möglich: Zum Beispiel als Yacht-Innenausbauer, als Restaurator von Denkmälern und Möbeln oder als Gestalter im Handwerk, was in NRW an zwei Akademien studiert werden kann. Mehr Infos zur Tischlerausbildung gibt es unter www.tischler.nrw/aus-weiterbildung/die-ausbildung/ oder www.born2btischler.de. Tischlereien in der Nähe finden Interessenten über die Betriebssuche unter www.tischler.nrw/fuer-kunden/ihr-tischler-vor-ort.

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