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Fassade des Röntgen-Museums möglichst glänzend

Der Beschluss in der heutigen Sitzung des städtischen Hauptausschusses fiel mit den Stimmen von SPD, FDP und Grünen bei acht Enthaltungen der CDU und einer Gegenstimme von Wieland Gühne (W.I.R.): „Die Neugestaltung der Fassade des Deutschen Röntgen-Museums ist in der Konstruktion als Edelstahl-Schindelfassade ... auszuführen mit einem möglichst hohen Glanzgrad“. Damit holte der Hauptausschuss nach, wozu sich der Bauausschuss in der vorigen Woche nicht in der Lage sah. Und die Bezirksvertretung Lennep sowie der Kulturausschuss können sich jetzt jede weitere „Beratung“ sparen.

Für diese Entscheidung „hier und heute“ hatte Hans Peter Meinecke (SPD) plädiert, damit der Termin der Einweihung des Museumsneubaus (1. Bauabschnitt) noch eingehalten werden könne. Schließlich sei dieses Projekt neben der „Trasse des Werkzeugs“ das einzige im Rahmen der Regionale 2006, das in diesem Jahr in Remscheid noch vernünftig fertig werden könne.

„Wir werden etwas Gutes hinbekommen“, war sich auch Karl Heinz Humpert (CDU) sicher. Dass der Förderverein für den 1. Abschnitt zwei Millionen Euro Sponsorengelder zusammen bekam, habe auch an der „Verpackung“ durch eine glänzende Fassade gelegen. Und die erhöhe später auch die finanziellen Chancen für den zweiten, noch nicht beschlossenen Bauabschnitt des Museumsneubaus.

Damit antwortete Humpert auf Wieland Gühne, der die Kosten für die kleine Fassade des 1. Bauabschnittes (112.000 Euro) mit denen des größeren 2. Bauabschnittes verglichen hatte: „Bei gleichem Fassadenmaterial werden das dann 1,5 bis 1,8 Millionen Euro sein! Ist das überhaupt drin im Budget?“ Die Antwort kam von Stadtkämmerer Jürgen Müller: „Die Finanzierbarkeit eines 2. Bauabschnittes hat der Rat der Stadt bislang ausdrücklich offen gelassen.“ Mit anderen Worten: Über ungelegte Eier sollte man nicht gackern. Kommentar von Meinecke: „Das Teuerste für Remscheid wäre es, jetzt gar nichts zu tun. Die Chance für die Realisierung des 1. Bauabschnittes dürfen wir nicht durch ein Klein-Klein verpassen.“ Das sah die Mehrheit der Ausschussmitglieder ebenso. Dass die CDU sich der Stimme enthielt, schrieb ihr Sprecher Humpert dem persönlichen Geschmack der einzelnen zu. Und betonte zugleich: „Ich persönlich finde eine glänzende Fassade klasse!“

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Chronist am :

Mit zwölf Ja- und einer Nein-Stimme bei zwei Enthaltungen entschied sich gestern der städtische Kulturausschuss für die glänzende Edelstahl-Fassade. Zuvor hatte Kulturdezernent Henkelmann darauf hingewiesen, dass sich Wieland Gühne in der Hauptausschuss-Sitzung verrechnet habe. Der Quadratmeterpreis der Fassade liege nicht bei 3000, sondern bei 500 Euro. Entsprechend entstünden für den 2. Bauabschnitt auch keine Kosten von 1,5 bis 1,8 Millionen Euro, sondern von 470.000 Euro.

Chronist am :

Die W.I.R. läßt nicht locker: Für die Bauausschuss-Sitzung am 15. August kündigte sie jetzt den Antrag an, die Entscheidung über die Gestaltung der Fassade zurückzustellen und noch eine Stellungnahme der Denkmalbehörde einzufordern. Denn die vom Kulturausschuss gut geheißene glänzende Metallfassade weiche von der Gestaltungssatzung für die Lenneper Altstadt ab.

Chronist am :

CDU, SPD und FDP waren sich in der heutigen Sitzung des Bauausschusses einig: Die Fassade ist in den Ratsgremien erschöpfend behandelt worden. Der Antrag der W.I.R., mit der Auftragsvergabe bis zur Stellungnahme der Denkmalschützer zu warten, weil es derzeit noch keine r4echtliche Grundlage gebe, wurde abgelehnt. Es gab keine Gegenstimme und nur eine Enthaltung. Die kam von W.I.R.-Mitglied Alexander Ernst. Ihm hatte offenbar der Mut gefehlt, den Antrag seiner Fraktion zurückzuziehen, obwohl zuvor deutlich geworden war, dass "alle Signale auf Grün stehen" (Günter Bender von den Grünen).

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