Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Juli 2010: Der Waterbölles blättert zurück

Foto: Lothar Kaiser Die so genannten Konsum-Terrassen auf dem Rosenhügel (Foto links)wurde vor zehn Jahren, im Juli 2010, fertiggestellt. Mit einiger Verzögerung. Denn beim Bau der neuen Freizeitanlage war hat der Aufwand für die zahlreichen notwendigen Gabionen-Mauern etwas zu gering eingeschätzt worden. Auch war zur Abstützung des Hanges eine weitere Gabionen-Mauer notwendig geworden, die man zunächst nicht eingeplant hatte. Der Eindruck von den Konsum-Terrassen damals wie heute: Gelungen!! Zum Vergleich das Gelände im Ursprungszustand.

Im Bild links unten Klaus Balster, Ute Holdorf, Erden Ankay-Nachtwein und Ulrike Tacka. Foto: Lothar Kaiser Am 3. Juli 2010 wurde die Interkulturelle Kindertagesstätte des Fördervereins für Interkulturelle Erziehung e.V. (IKE) zehn Jahre alt. Gefeiert wurde damals noch im Otto-Pfeiffer-Haus an der Burger Straße (Foto rechts). Der Neubau an der Rosenhügeler Straße („Kita Confetti“) wurde erst im November 2015 bezogen. Der IKE besteht bereits seit 1992. Gegründet wurde er mit dem Ziel, ausländischen Kindern mit geringen Deutschkenntnissen durch Betreuung am Nachmittag (Hausaufgaben) zu helfen, in der Schule besser zurecht zu kommen.

Größere Aufträge im Offsetdruck erledigt die Stadt Remscheid seit nunmehr zehn Jahren nicht mehr in der eigenen Hausdruckerei, sondern gibt sie an örtliche Druckereien ab. Der Grund: Der Offsetdruck von Durchschreibesätzen, zwei- oder dreifarbige Drucken, großen Auflagen sowie Nummerierungen und Perforierungen ließ sich mit den eigenen technischen Mitteln nicht mehr wirtschaftlich erstellen. Kleinere Druckaufträge an die Hausdruckerei schicken städtische Mitarbeiter direkt vom Arbeitsplatz aus online an die Hausdruckerei.

Angelika Saure, die Vorsitzende des Bürgervereins Rosenhügel. Archivfoto: Lothar Kaiser „Das Statteilbüro Rosenhügel muss bleiben“, war die Botschaft, die ehramtliche Mitarbeiter und Bewohnerinnen des Stadtteils vor zehn Jahren den Mitgliedern der Bezirksvertretung Süd überbrachten. In zwei Briefen, die Angelika Saure, die damalige Vorsitzende des Bürgervereins Rosenhügel, zu Beginn der Sitzung (Foto rechts). Bezirksbürgermeister Willi Korff übergab. Das Stadtteilbüro sei zu einem kleinen Begegnungs- und Beratungszentrum geworden, auf das der Rosenhügel nicht verzichten könne. Ein Appell, der Wirkung zeigte.

Die Stadtgrenze (rot) verlief im Zickzack durch das Freibadgelände. Kleines Bild: Eric Weik und Beate Wilding bei der Unterzeichnung des Gebietsänderungsvertrages. Fotos: Lothar Kaiser Rote Linie zeigte im Freibad die frühere Stadtgrenze: Bei 32 Grad im Schatten besiegelten im Juli 2010 Oberbürgermeisterin Beate Wilding und der Wermelskirchener Bürgermeister Eric Weik (foto links) in einem kleinen Partyzelt im Freibad Eschbachtal per Unterschrift, was in der Vergangenheit zeitweilig für „politischen Frost“ zwischen Remscheid und Wermelskirchen gesorgt hatte: Der Grundstückstausch zwischen den beiden Kommunen, der das Ziel hatte, das Gelände des Freibades komplett der Stadt Remscheid zuzuordnen. Neben dem Partyzelt hatte der Förderverein des Freibades auf dem grünen Rasen in Rot markiert, wo früher Wermelskirchener Stadtgebiet endete bzw. das Remscheider begann. Das Remscheider Freibad war im Jahre 1912 zwar auf Grundstücken angelegt worden, die im Eigentum der Stadt Remscheid waren, aber der Eschbach und damit die Stadtgrenze verlief bislang mitten durch das Freibad. Durch  einen Gebietsänderungsvertrag wurde das korrigiert.

Foto: Lothar Kaiser Trillerpfeifen-Konzert vor der "Streich-Sitzung" des Rates: Was im Juli 2010 auf dem Rathausplatz wie ein Open-Air-Festival jugendlicher Rapper wirkte, war das 'Remscheider Endspiel', zu dem die Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege eingeladen hatte. Und die Partei der Linken hatte sich prompt angeschlossen und so viele Fahnen mitgebracht, als sei der Protest gegen die an diesem Nachmittag anstehenden Sparbeschlüsse des Rates von ihr ausgegangen. So vielfältig wie das Bild dieser von Trillerpfeifen übertönten Demonstration, so uneinheitlich auch die politischen Positionen der Protestierenden. Gemäßigt die Arbeitsgemeinschaft, deutlich kritischer der Personalrat der Stadt und die Gewerkschaft ver.di. "Das vorliegende 'Sparkonzept' ist der falsche Weg!", hatten sie schon im Vorfeld der Aktion in einem Offenen Brief erklärt. Anträge der Oberbürgermeisterin (Maßnahmepaket), Änderungsanträge der „Ampel“ (SPD, FDP und Grüne) sowie von CDU und Wählergemeinschaft W.i.R. summierten sich in der „Streich-Sitzung“ des Rates an jenem Nachmittag auf 134 Einzelabstimmungen. Hier also das tabellarische Protokoll des Abstimmungsmarathons.

OB Wilding gestern ei der kurzen Einweihung der neuen P&R-Parkplatzes am Bahnhof Güldenwerth. Foto: Lothar Kaiser Im Juli 2010 war die P&R-Anlage am Bahnhof Güldenwerth „als Übergangspunkt zwischen Individualverkehr und dem öffentlichen Personennah- und Fernverkehr mit Bussen und Bahnen“ (Verwaltung) endgültig fertiggestellt. Auf einem lange Zeit brach liegenden, knapp 5.000 Quadratmeter großen Grundstück entstanden 118 Pkw-Parkplätze und eine Buswendeschleife, die zugleich als Haltestelle für drei Buslinien der Stadtwerke Remscheid GmbH dient. „Das Projekt hat Jahrzehnte gebraucht“, erinnerte sich Oberbürgermeisterin Beate Wilding bei der Einweihung (Foto). Die Nutzer des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) seien jedenfalls froh über den Abschluss des langen Bauprojekts und über das neue Serviceangebot für sie.

Die bergischen Landräte und Oberbürgermeister - darunter auch Oberbürgermeisterin Beate Wilding - sowie einige bergische Kämmerer trafen sich im Juli 2010 zu einer Vorstandssitzung der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft (KAG) in Berlin, um die Kommunalpolitischen Sprecher der Bundestagsfraktionen über „die immer dramatischer werdende kommunale Finanzsituation“ anhand von Daten und Fakten zu informieren. Das Gespräch endete mit der Zusage, dass auch der Bund den Kommunen helfen wird. Doch über das Wann und Wie werde erst im Herbst 2010 nach Abschluss der Beratungen in der Gemeindefinanzkommission entschieden. Das erste Gespräch dieser Art hatte bereits ein Jahr zuvor stattgefunden. Merke: Genutzt haben beide bislang so gut wie nichts.

In Einzelteilen verschrottet wurde im Juli 2010 die alte eiserne Brücke Lenneper Straße. In stundenlanger Arbeit war sie zuvor in vier Teile auseinander geschweißt und dann von einem Kran auf dem Baustellengelände an der Kreuzung Breslauer/Lenneper Straße zum weiteren Abtransport abgelegt worden. Während der nächtlichen Zugpausen trug ein 35-Tonnen-Bagger damals die alten Widerlagerwände bis auf den Fels ab.

Im gleichen Monat fuhren Schwertransporter zwei alte Trafos zum Schrottplatz. Die beiden Fahrer der jeweils zwölfachsigen Lkw grillten damals im Schatten der beiden 62 bzw. 66 Tonnen schweren Trafos zunächst Fleischspieße und Würstchen, bis sie starten ihre Sonderfahrzeuge starten konnten (nach 22 Uhr). Ihr Ziel war damals ein Schrottplatz in Leverkusen. Dort wurden die beiden rechteckigen Strom-Kolosse später zerlegt, die über Jahrzehnte die Stromversorgung für Remscheid in dem Backsteinbau an der Alexanderstraße sichergestellt hatten.

 

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!