Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Sanierung von Haus Oelbermann kann sich verzögern

Das Röntgenmuseum in Lennep, als der moderne Anbau noch nicht entstanden war.Unmittelbar an der Stelle, wo Lenneps Stadtmauer vom „Schwelmer Tor" unterbrochen wurde, steht das „Deutsche Röntgen-Museum". Das Fachwerkhaus wurde 1803 von der Familie Oelbermann erbaut und am 18. Juli 1932 von der Stadt Remscheid erworben. Es dauerte aber noch bis  1951, ehe das Museum, mit seiner umfangreichen Bücherei in der Dependance Gänsemarkt 1 (Geburtshaus Röntgens), seinen offiziellen und heute noch gültigen Namen erhielt. Das Foto aus den 1920er Jahren zeigt links das alte Schieferhaus, das später dem modernen Anbau des Museums weichen musste.
(aus: „Remscheid. Ein verlorenes Stadtbild“, von Rolf Lotzmann, erschienen 1994 im Wartberg-Verlag)

Haus Oelbermann, der ältere Teil des Deutschen Röntgenmuseums an der Schwelmer Straße habe eine Auffrischung dringend nötig, hatte es damals im Kulturausschuss geheißen. Für die Verwaltung war das allerdings keine Neuigkeit. Sie hatte für die Fassadensanierung in den zurückliegenden Jahren Rückstellungen gebildet. Und teilweise auch schon abgerufen: Für die Instandsetzung der rückseitigen Fassade und der Seitenteile (u.a. Fenster und Schlagläden im Obergeschoss). Für die noch ausstehenden Sanierungsarbeiten an den Seiten und an der Vorderfront (Sanierung der Fenster und Schlagläden im Erdgeschoss) stünden noch 142.090,78 Euro zur Verfügung, sagte im November Stadtdirektor Sven Wiertz dem Waterbölles auf Nachfrage. Im Etat für 2020 wurde die Summe dann auf 330.000 Euro aufgestockt. Diese Sanierungsarbeiten sollten im September/Oktober 2020 abgeschlossen sein. Das wäre zu wünschen. Denn am 13. November soll nicht nur das Geburtshaus, Gänsemarkt 1, (in der Aula des Röntgengymnasiums) feierlich eröffnet werden, sondern für diesen Tag ist auch die Verleihung der Röntgen-Plakette geplant.

Da wäre es doch schaden, wenn das Haus Oelbermann sich im November noch so eingerüstet präsentieren würde wie zurzeit. Doch was bei Altbausanierungen häufiger vorkommt – die Entdeckung eines zusätzlichen Reparaturbedarfs (siehe Haus Cleff im Historischen Zentrum in Hasten sowie Gesimse, Fenster und Giebel des Turms am Lüttringhauser Rathaus) – ist auch in diesem Fall eingetreten, wie die mit der Sanierung betraute Fachfirma Rosendahl aus Duisburg nach Entfernung der Verblendungen an den Gesimsen feststellte. Thomas Judt, Chef des städtischen Gebäudemanagements, bestätigt es dem RGA: An den alten Eichenbalken seien morsche Stellen und Insektenbefall (Larven) entdeckt worden. Aber man sei „vorsichtig optimistisch“.  

Um auf der sicheren Seite zu stehen, auch hinsichtlich möglicher Zusatzkosten – möchte die Stadt einen Gutachter beauftragen, den Schaden am Holz näher in Augenschein zu nehmen; sie hat einen Experten aufgefordert, ein Angebot abzugeben. Das Vergabeverfahren, die Auftragsvergabe und die Untersuchung könnten womöglich die Sanierungsarbeiten verzögert, schließt Judt nicht aus. Denn Gutachter hätten erfahrungsgemäß volle Auftragsbücher. Da dürfte es dann also für die Restauratoren aus Duisburg zunächst „Warten!“ heißen. Denn erst wenn durch die nähere Untersuchung der Balken der zusätzliche Sanierungsbedarf festgestellt und die Arbeiten ausgeführt worden sind, wird die Sanierung der Fassade abgeschlossen werden können.

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!