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Herkulesstaude lässt sich nicht verdrängen

Eine gewisse Aktualität ist der folgenden Anfrage der CDU zur Sitzung der BV Alt-Remscheid am 11. August nicht abzusprechen: „Im Morsbachtal – insbesondere auf der Höhe Aue – ist derzeit verstärkt die giftige Herkulesstaude (Großer Bärenklau) zu beobachten: Hat die Verwaltung dies im Blick? Wurden bisher Maßnahmen ergriffen, um dieses Problem zu beseitigen? Wie sahen diese Maßnahmen aus? Sind ggf. noch weitere Maßnahmen geplant?“ Diese Aktualität ergibt sich allerdings schon seit Jahrzehnten, wie die Wiederkehr von Ostern und Weihnachten.  Denn wie allgemein bekannt ist (auch der CDU), ist der Große Bärenklau – sehr hautätzend, wenn man mit ihm bei Sonnenschein in Berührung kommt – in heimischen Tälern schon vor einem halben Jahrhundert eingewandert. Daran erinnert die Verwaltung in ihrer Antwort:

„Seit mind. 50 Jahren kommen Herkulesstauden flächendeckend im Morsbachtal und den Seitentälern Gelpe und Leyerbach vor. Aktuelle Verbreitungsschwerpunkte in Remscheid liegen am Wüsterhammer, zwischen Birgder Hammer und Leyermühle, am Jägerwald, im Bereich Aue, Prangerkotten und Engelskotten. Die mit Herkulesstauden besiedelten Flächen befinden sich überwiegend in Privatbesitz, etliche Flächen liegen zudem im benachbarten Gebiet der Stadt Wuppertal. (…) Die betroffenen Bereiche werden jährlich kontrolliert. (…) Im Rahmen der Gefahrenabwehr ist die Stadtverwaltung bemüht, … Herkulesstauden an Fuß- bzw. Wanderwegen zu verdrängen (Pflanzen werden abgeschnitten bzw. ausgestochen). (…) Im Wald erfolgen Bekämpfungsmaßnahmen punktuell, sobald eine weitere Ausbreitung auf vormals unbesiedelte Flächen droht. Es werden Einzel-Stauden entfernt, unter der Bodenoberfläche abgestochen oder mehrmals im Jahr vor der Blüte gemäht (beispielsweise Vorkommen im Waldbereich des Grünzugs Klausen).“

In den Tallagen entlang des Morsbachs sowie im Klauser Bachtal sei allerdings eine effektive mechanische Bekämpfung nahezu unmöglich, betont die Verwaltung. Auf einzelnen Wiesenflächen werde dort mit Unterstützung der Naturschutzbehörde gezielt die Herkulesstaude durch Schafbeweidung verdrängt. (Stimmt. Siehe Waterbölles vom 4. April 2011: „Im Morsbachtal fressen Schafe die Herkulesstauden ab“.) Viele oft sehr kleinflächige bzw. versumpfte Flächen seien jedoch nicht mehr landwirtschaftlich nutzbar, lägen seit Jahrzehnten brach und würden von den Eigentümern „der natürlichen Entwicklung überlassen.“

Leider hätten die Maßnahmen oft wenig Aussicht auf Erfolg bzw. der Erfolg stünde in keinem Verhältnis zum erforderlichen Aufwand, da die Pflanze sehr langlebig sei durch mehrjährige Keimfähigkeit der Samen. „Entlang der Fließgewässer (Verdriftung der Samen) wären zudem langfristige liegenschafts- bzw. gemeindeübergreifende Maßnahmen aller Anlieger im gesamten Einzugsgebiet des Morsbachtals erforderlich“, stellt die Verwaltung weiter fest. Fazit: Die Herkulesstaude lasse sich nicht mehr aus dem Naturraum verdrängen, gleichwohl werde sie aber weiter bekämpft.

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Kommentare

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Boris Gartmann am :

Nun denn, liebe CDU, dann mal Eigeninitiative ergriffen, die Ärmel hoch gekrempelt und ordentlich reingehackt! Lässt sich sicher in Wahlkampfzeiten auch 4medienwirksam ausschlachten...

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