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Sanierung des Bismarckturms wird erheblich teurer

Thomas Judt (Chef des städtischen Gebäudemanagements) hoffe, die Finanzierung der Sanierungsarbeiten in Kürze sicherstellen zu können, damit sie schnellstmöglich beginnen können. So stand es am vergangenen Sonntag im „Waterboelles“ unter der Überschrift „Am Rathaus- und am Bismarckturm rieselt es in den Fugen“. Damit war der Rathausturm gemeint, der dringend saniert werden muss. Den Bismarckturm, dessen gleichartige Sanierung schon im Gange ist, hatte Judt zu diesem Zeitpunkt schon abgehakt. Doch seit der gestrigen Sitzung des Hauptausschusses hat er wieder zwei finanzielle Sorgenkinder und muss sich im Rathaus auf die Suche nach Finanzierungsquellen begeben. Denn die Arbeiten an der Außenfassade des Bismarckturms werden weitaus teurer, als zunächst veranschlagt. Und der Etat des Gebäudemanagements ist ausgereizt.

Im städtischen Vermögenshaushalt war die Sanierung des Bismarckturms bisher mit 244.500 Euro veranschlagt. An Landeszuschüssen hat die Stadt bislang 60.000 Euro veranschlagt – und teilweise auch schon ausgegeben. Denn mit der Instandsetzung des Turmes war bereits 2004/2005 begonnen worden; damals wurde der feuchte Putz (Salzausblühungen) im Inneren des Turmes entfernt. Auch die Gerüstbau-, Metallbau- und Elektroarbeiten haben inzwischen begonnen. Die Erneuerung der Außenfugen und die Sanierung rissiger Steinquader soll in Kürze folgen. Doch genau da liegt das Problem: Die Arbeiten an der Fassade würden 50.000 Euro kosten, hatte eine Fachfirma der Stadt im November 2003 erklärt. Nachdem sich ein Gutachter im März dieses Jahres das Mauerwerk näher angesehen hatte, wurde klar: Der Schaden ist größer als geschätzt und entsprechend steigen die Kosten – auf 200.000 Euro. Die Deckungslücke beträgt somit 132.000 Euro. Ergibt Gesamtkosten von 376.500 Euro. "Da wird ja richtig hingelangt", stellte Hans Peter Meinecke (SPD) fest und verwies auf Spar-Diskussionen an anderer Stelle, bei denen es um weit geringere Summen gegangen sei ("Zum Beispiel 1500 Euro fürf eine Fahrt nach Bonn").

Stellenweise verlief die Diskussion im Hauptausschuss, als wolle sich die Politik vom Bismarckturm – und damit auch von der Sternwarte – endgültig verabschieden. So betonte Beatrice Schlieper von den Grünen, die Stadt könne angesichts ihrer Finanzmisere nicht alles erhalten, was wünschenswert wäre, sondern müsse sich  auch von liebgewordenen Dingen verabschieden. Und auch Hans Peter Meinecke tendierte zu diesem Radikalschnitt – bis Stadtkämmerer Jürgen Müller darauf aufmerksam machte, dass es sich beim Bismarckturm um ein Denkmal handele: „Nach Landesgesetz hat der Eigentümer eines Denkmals die Pflicht, dieses zu erhalten.“

Kleine Meinungsverschiedenheit am Rande: Während Elke Rühl (CDU) die Auffassung vertrat, überplanmäßige Ausgaben in dem einen städtischen Dezernat dürften nicht aus dem Etat eines anderen Dezernates gedeckt werden, betonte Hans Peter Meinecke, dies müsse weiterhin möglich bleiben. Meinecke hatte ein ganz anderes Problem: „Der Zustand unserer Straßen ist weitaus problematischer als der eines alten Turms! Und für die Straßen ist auch kein Geld da!“ Sein Vorschlag: Wenn nun die einmal  begonnenen Sanierungsarbeiten am Bismarckturm fortgesetzt werden sollten, dann nur bei gleichzeitiger Zurückstellung eines oder mehrerer anderer konkreten Bauvorhaben. Welches das sein könnten, werden die Dezernenten  nun herausfinden müssen. Nicht nur, um die Sanierung des Bismarckturms sicherzustellen. Unaufschiebbar erscheint die des Rathausturmes.

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waterboelles.de am : Rat kann Eilbeschluss zum Bismarckturm noch aufheben

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Dass die Sanierung des Bismarckturmes 376.500 Euro kosten soll – 132.000 mehr als zunächst veranschlagt – störte am 29. Mai die Mitglieder des Hauptausschusses. Und manch einer spekulierte offen darüber, ob man das Ganze nicht drangeben sollte. Es ginge h

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