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Horst Kläuser nahm die Steilvorlage an

Von einem „Streit zwischen CDU und Horst Kläuser“ berichtet heute RGA-Lokalchef Axel Richter auf der ersten Lokalseite. Der Remscheider CDU-Vorsitzenden Jens Peter Nettekoven wirft dem bekannten „Kall-nit“-Moderator Horst Kläuser vor, Remscheider Persönlichkeiten zu einer Wählerkampagne zur Wiederwahl von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (SPD) eingeladen zu haben. Damit falle Kläuser als neutraler Moderator für ihn aus. Von Axel Richter nach dem Brief gefragt, gibt Kläuser zu Papier: „ Ja, es stimmt. Ich habe ein paar dieser Briefe an Remscheider Persönlichkeiten geschrieben, weil ich der Auffassung bin, dass Burkhard Mast-Weisz die Geschicke der Stadt Remscheid in den letzten fast sechs Jahren in wirklich guter Weise geleitet hat. Die politische Erfahrung als Dezernent, Kämmerer und Stadtdirektor, seine Erfahrung in der Führung einer Stadtverwaltung und sein Engagement für alle Belange Remscheids erkenne ich bei keinem anderen der Kandidaten."
Die (spontane?) Kritik von Nettekoven war, wie dieses Zitat zeigt, für den engagierten Remscheider Bürger eine Steilvorlage, die er sich nicht entgehen lassen konnte.

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Kommentare

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Horst Kläuser am :

Der CDU Remscheid unter dem Landtagsabgeordneten Jens Nettekoven hat es in dieser Woche gefallen, meine journalistische Reputation mit einer breit gestreuten Pressemitteilung in Zweifel zu ziehen. Ich könne politische Diskussionen nicht moderieren, weil ich mich durch das persönliche Engagement für einen der Kandidaten um das Amt des Oberbürgermeisters aus der Neutralität verabschiedet hätte. Es stimmt, dass ich mich für Burkhard Mast-Weisz einsetze. Das habe ich inhaltlich begründet. Mein Recht dazu steht außer Frage. Es war falsch, dass ich mich nach anfänglicher eigener Skepsis hatte überreden lassen, trotz Bedenken meinerseits zugesagt hatte, eine Online-Diskussionsrunde der wichtigsten Kandidaten am 3. September zu moderieren. Ich hätte auf meine „Bauchschmerzen“ hören sollen, als ich dies mit dem Chef von RS1 TV ausführlich diskutiert und lange vor den Vorwürfen der CDU von mir aus thematisiert hatte. Insofern trifft die Kritik zu. Was aber gar nicht geht, ist, dass ein gewählter Politiker Annahmen, Gerüchte, Vermutungen mittels eine Pressemitteilung als Tatsachenbehauptung verbreitet, ich hätte auch zugesagt, eine Veranstaltung mehrerer Parteien vor der Kommunalwahl zu moderieren. Dieser Termin am 20. August wurde von der CDU terminlich in die Nähe zum Geburtstag des amtierenden Oberbürgermeisters Burkhard Mast-Weisz am selben Tag gesetzt. Ich erkläre: diese Veranstaltung war mir bis zur Pressemitteilung der CDU vom 11. August terminlich und inhaltlich völlig unbekannt. Mit mir hat niemand(!) je darüber gesprochen. Nun drückt die CDU in einer weiteren Stellungnahme ihr „Bedauern“ darüber aus, dass „in der Öffentlich ein falscher Eindruck“ entstanden sei. Diesen falschen Eindruck hat die CDU Remscheid durch mangelnde Recherche und unredliche Kommunikation erst erzeugt. Nicht Bedauern wäre also angezeigt, sondern eine Entschuldigung. Nettekoven behauptet in einer Email (vom 12.8.) an mich nun: „Wie Du dem Satz der gestrigen Pressemitteilung entnehmen kannst, war nie die Rede davon, dass diese Veranstaltung mit dem Geburtstag zu tun hat.“ Das ist falsch: „Zum einen handelt es sich um eine Wahlveranstaltung am 20.8.2020, dem 64. Geburtstag von Oberbürgermeister Mast-Weisz, die von verschiedenen politischen Parteien organisiert wird.“ (Zit aus der CDU-Pressemitteilung vom 11. August 2020) Zur Neutralität von Journalisten noch dies: Journalisten sind Bürger und in aller Regel berechtigt, aktiv und passiv an Wahlen in Deutschland teilzunehmen. Ich habe in über 46 Jahren als Journalist, zunächst in Remscheid, dann in aller Welt, länger in meinem Beruf gearbeitet, als Jens Nettekoven alt ist, und dabei stets die Distanz zu politischen Parteien gewahrt. In meinen Talkshows „Kall nit – talk!“, die ich seit 1982 im Teo-Otto-Theater moderiere, waren alle demokratischen Parteien, mit Ausnahme der Linken und Rechten, prominent und meist mehrfach vertreten, ganz vorn die CDU (u.a. Laschet, Reul, Hardt). Von der SPD (Rau, Steinbrück, Matthiesen u.a.), von der FDP (Lindner, Möllemann u.a.) und von den Grünen (Löhrman u.a.). Ich selbst habe in Remscheid seit Jahrzehnten politische Veranstaltungen mit allen Parteien moderiert, ohne, dass man mir je mangelnde Neutralität vorgeworfen hätte. Es gehört zur Professionalität ernsthafter Journalisten, die persönlichen Vorlieben im Beruf beiseite zu schieben. Ich kann das. Deshalb werte ich den Angriff auf meine Reputation als Journalist als billigen Versuch, mich eine Ecke schieben zu wollen. Tatsächlich habe ich im Auftrag diverser Parteien in Remscheid, auch der CDU, auch deren Veranstaltungen moderiert, eben weil ich in der Lage bin, eine Äquidistanz zu wahren. (Eher nebensächlich die Beobachtung, dass ich mich in allen Remscheider Parteien (außer den rechten) mit vielen ihrer Spitzenvertretern duze.) Ich erwarte von der CDU Remscheid, ihrem Vorsitzenden Nettekoven und der Geschäftsführung, künftig solche unbegründeten Angriffe zu unterlassen. In der neuen Pressemitteilung der CDU schreibt Nettekoven, dass er zu einem klärenden Gespräch gern bereit sei. Das ist gelogen. Eine solches Angebot fehlt in der Email an mich. Mir sei der Hinweis erlaubt, dass auch Abgeordnete nicht ausschließlich die Aufgabe haben, Positionen ihrer Partei zu vertreten. Sie sind nicht den Interessen eines Standes oder einer Region, sondern dem Wohle des ganzen Volkes verpflichtet – auch eine Art Neutralitätsgebot.

Ulrike Kaiser am :

Die Professionalität, die Horst Kläuser sehr zu Recht als Journalist und Moderator für sich beansprucht, scheint Jens Nettekoven im Umgang mit Journalisten und Medien leider zu fehlen. Sein Vorgehen im eher einseitigen Streit mit Kläuser ist weder souverän noch zeugt es von einer selbstverständlichen Akzeptanz journalistischer und persönlicher Freiheiten. Da passt es ins Bild, dass Nettekoven als örtlicher CDU-Vorsitzender Medien mit Informationsentzug "bestraft", deren Meinungsäußerungen ihm nicht passen. Schade nur, dass man im Landtag anscheinend keine Nachhilfe im kleinen Einmaleins der Medienkommunikation erhält. Dieses PR-Desaster hätte er seiner CDU ersparen können.

Lothar Kaiser am :

Aus dem E-Mail-Verteiler der CDU Remscheid hat der Vorsitzende den Waterbölles schon vor einigen Jahren wegen einiger missliebiger Kommentare entfernen lassen, ohne dass ihm Kreisvorstand oder Fraktion mit Hinweis auf die Meinungsfreiheit in Deutschlands Einhalt geboten hätte.

Dr. Wilhelm R. Schmidt am :

Die Presse mit Informationsentzug zu "bestrafen" geht gar nicht. Das war wohl durch einen gewissen Herrn in den USA inspiriert,es ist aber kein gutes Beispiel, insbesondere nicht im Feld der kommunalpolitischen Diskussion und Information!

Beatrice Schlieper am :

Liebe Frau Kaiser, schade, dass hier keine"likes oder Daumen hoch" gibt. Ich hätte mindstens drei vergeben.

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