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Wie wär`s mit einem Magenbitter aus heimischen Kräutern?

Sonja Borner und Jörg Liesendahl vor einem Teil dessen, was die Teilnehmer der neuen Kräuter-Kurse der Natur-Schule Grund demnächst erwartet. Foto: Lothar KaiserEinen Chartreuse-Likör mit den vielen Wirkstoffen von Angelikawurzel, Zitronenmelisse, Thymian, Pfefferminze, Ysop, Wermut, Zimt und Muskatblüte – heilsam für Leib und Magen – können sie in jedem gut bestückten Spirituosenladen bekommen. Sie können ihn aber auch wesentlich preiswerter selber machen. „Auch mit wenig Geld kann man gesund leben, im Einklang mit der Natur“, weiß der  Biologe Jörg Liesendahl, pädagogischer Leiter der Natur-Schule Grund. Und damit meint er nicht nur Liköre oder Magenbitter, sondern auch Cremes, Tinkturen, Teesorten, Hustensäfte und Kochrezepte. Sie alle haben eines gemeinsam: Heimische Heilkräuter. Ein Mittagessen mit Schafgarbe und Spitzwegerich? Durchaus machbar. Und gesund! Kapuzinerkresse gegen Erkältung? Auch ein gutes Hausmittel! All diese Kräuter, und noch viele mehr, wachsen im Bergischen. „Man muss nur wissen, wo man suchen muss und wo nicht“, möchte die Heilpraktikerin Sonja Borner aus Hückeswagen in Zusammenarbeit mit der Natur-Schule Grund Interesse an der Kräuterkunde wecken.

Schon mehrfach beschäftigte sich die Natur-Schule in den vergangenen Jahren mit dem Themenfeld "Anwendung von Heilkräutern", so etwa im vorigen Jahr in zwei Kursen mit Sonja Borner. Sie kamen gut an – bei Frauen; Männer haben in der Regel zwar nichts gegen einen gelegentlichen Kräuterschnaps, scheuen aber das feine Zerschneiden der Kräuter. Wie dem auch sei, in diesem Jahr soll daraus ein umfangreicheres Angebot werden rund um den Komplex "Heilkräuter aus der Natur", "Gesundes Leben" und "Kräuteranwendungen". Einzelheiten dazu stellten Jörg Liesendahl und Sonja Borner heute auf einer Pressekonferenz vor.

In den Wintermonaten sind Vorträge geplant, ab Mitte April dann, wenn draußen wieder alles wächst, (samstags) mehrstündige Seminare. Dazu werden dann auch kleine Exkursionen in den Bauern- und Apothekergarten sowie das weitere Außengelände der Natur-Schule Grund gehören, um so das Kennenlernen der Pflanzen am natürlichen Standort zu ermöglichen. Liesendahl: „Anhand modernster wissenschaftlicher Erkenntnisse, verknüpft mit überliefertem Brauchtum und Erfahrungen aus der Naturheilkunde, erhalten die Kursteilnehmer einen umfassenden Einblick in Nutzen, Verwendbarkeit und Einzigartigkeit vieler Heilpflanzen unseres Lebensraumes. Kräuteranwendungen, sei es als Tee, als duftiger Aromaträger, als Würzmittel für Speisen oder auch als Kräuterlikör, sind bestens geeignet, die Lebensqualität des modernen Stadtmenschen zu verbessern und ihm zugleich zu einem neuen Einklang mit der Natur zu verhelfen.“  

Einen Eindruck davon, was die Teilnehmer erwartet, vermittelte auf der Pressekonferenz ein Tisch voller Fläschchen und getrockneter Kräuter, darunter Salbei, Rosmarin, Beifuss, Minze und Herzspann (den Namen hatte ich bis dahin noch nie gehört). Sonja Borner: „Heil- und Wildkräuter wirken bei und gegen vieles und haben in der Regel keine Nebenwirkungen, so dass sie auch für Menschen empfehlenswert sind, die den Errungenschaften der Pharma-Industrie skeptisch gegenüber stehen!“ Aber mit Kräutern ist es wie mit Pilzen: Sammeln sollte sie nur derjenige, der sich mit ihnen auskennt. Pro Seminar werden die Teilnehmer bis zu 14 Pflanzen kennenlernen und was man mit ihnen alles machen kann. Die Heilpraktikerin: „Die meisten Heilkräuter haben vielfältige Anwendungsbereiche.“ Und sollten der Kräutergarten der Natur-Schule Grund das eine oder andere Kraut man nicht zu bieten haben, bringt Sona Borner es aus dem eigenen Kräutergarten in Hückeswagen mit (der frisch aufgebrühte Kräutertee auf der Pressekonferenz schmeckte sogar ohne Zucker).

Die Vorträge im ersten Halbjahr 2008 finden jeweils mittwochs um 19:30 Uhr statt. Der Teilnehmerbeitrag beträgt acht Euro pro Person.

Mittwoch, 30. Januar, Kräuter und das Immunsystem (siehe Waterbölles an anderer Stelle)

Vorgestellt werden pflanzliche „Antibiotika“, sogenannte Phytobiotika, vitaminreiche Wildkräuter, viele Rezepte und Therapievorschläge zur Resistenzsteigerung..

Mittwoch, 13. Februar, Hausmittel für Kinder

Hausmittel wurden oft über Generationen „vererbt“. Sie sind Naturheilmittel, die man bei leichten Befindlichkeitsstörungen und so genannten „Bagatellerkrankungen“, aber auch bei chronischen Erkrankungen anwenden kann. Im Ausüben, Selbst-Erleben, Beobachten, Vergleichen sowie Bedenken der Wirkungen lernen die KursteilnehmerInnen die oft unvermeidlichen Krankheitsprozesse unserer Kinder natur- und menschengemäß begleiten. Therapeutische Bäder, Wickel, Tees oder Inhalationen können die natürliche Entwicklung der Kinder unterstützen.

Mittwoch, 27. Februar, Lindernde Wickel und Kompressen

Es gibt eine Fülle alter, in Vergessenheit geratener, natürlicher Heilmethoden, die mit einfachsten Mittel funktionieren. Das Ziel eines jeden Wickels ist zunächst Erleichterung und Wohlbefinden, jedoch dient er auch zur Linderung von Schmerzen und anderen unangenehmen Krankheitszeichen sowie zur allgemeinen Unterstützung des Körpers im Heilungsprozess. Wer Wickel sorgfältig anwendet, merkt bald, dass sie auch uns heutigen Menschen gute Dienste leisten.

Mittwoch, 12. März, Kräutertees aus der Natur

Mit Hinweisen zu Sammelzeiten und Trocknungsmethoden für Kräuter, aber auch Rezepten für verschiedene Tees: Haustee, Grippetee, Hustentee usw.

Mittwoch, 9. April, Sanfte Heilmittel aus der Natur

Im Zeitalter hochentwickelter Arzneimittelforschung entdecken viele Menschen die altbewährten Heilmittel aus der Natur neu. Oft abgeschreckt durch Nebenwirkungen oder durch das Ausbleiben der erhofften Wirkung synthetischer Arzneimittel vertrauen sie wieder den natürlichen Heilkräften und verschaffen ihnen so neue Aktualität. In diesem Kurs werden sanfte, über Jahrhunderte bewährte Heilmittel aus der Natur zusammengetragen, nach Wirksamkeit und Einsatzmöglichkeit geordnet und zum Teil in praktischer Übung umgesetzt. Der Kurs beschäftigt sich mit Kneipp-Anwendungen, Bädern, Tees, Auflagen sowie mit Pflanzen und Kräutern aus der bergischen Umgebung.

Die etwa dreistündigen Seminare im ersten Halbjahr 2008 finden ab Mitte April samstagnachmittags ab 14 Uhr statt. Der Teilnehmerbeitrag beträgt zwölf € pro Person, ggf. kommt noch eine kleine Materialumlage hinzu.

Samstag, 19. April, "Ach du grüne Neune!" - Was hilft gegen Frühjahrsmüdigkeit?

Vorgestellt werden neun Wildkräuter, die in Suppen, Salaten oder Kräuterquark mit vielen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen die Frühjahrsmüdigkeit bekämpfen.

Samstag, 17. Mai, die besondere Kraft der Bitterkräuter

Sie lindern viele Beschwerden, wirken auf Magen und Darm, auf Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse,  unterstützen das Immunsystem und die Blutbildung, sind herzstärkend, energiesteigernd, wärmend und stimmungsaufhellend: Die Bitterstoffe. Die KursteilnehmerInnen erhalten Rezepte und Tipps zur Gesundheitsvorsorge. Mit Kräutern aus dem Bauern- und Apothekergarten der Natur-Schule Grund wird schließlich ein „Magenbitter“ fürs Wohlbefinden angesetzt.
Nach der Sommerpause soll das "Heilkräuter"-Angebot der Natur-Schule fortgewfügrt werden, u.a. mit einem Vortrag über Heilkräuter und Frauenleiden.

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