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Kontrolleure führen zu mehr Müll im Wald

Ob das Konzept „Mülldetektive“ („Waste-Manager“)auch in Remscheid umsetzbar sei, hatte die CDU-Fraktion von der Verwaltung wissen wollen. Daraufhin recherchierten die Technischen Betriebe Remscheid (TBR) bei den Städten Hagen, Herne, Krefeld, Mönchengladbach und Wuppertal. Es stellte sich heraus, dass durch Streifengänge die Verschmutzungen an den Einsatzschwerpunkten zurückgingen, leider aber auch ein Verdrängungseffekt zu verzeichnen war. Auch die Umsetzung der vorgefundenen Beweise in rechtssichere Bußgeldverfahren erwies sich vielfach als schwierig. Zitat: „Der Einsatz weiterer Überwachungskräfte … würde die Zahl der festgestellten Verstöße sicherlich erhöhen. Dadurch ist allerdings … nicht mit einer höheren Aufklärungsquote oder belastbareren Ermittlungsergebnissen zu rechnen. Selbst wenn an Wertstoffbehälter-Sammelstellen… die Zahl der Verstöße zurückgehen sollte, besteht die Gefahr … illegaler Abfallablagerungen an weniger einsehbare Stellen im Stadtgebiet, wie etwa Waldwege, abgelegene Parkplätze und Straßenböschungen“. Und dort sei dann der Entsorgungsaufwand deutlich problematischer als an den Containerstandorte. Außerdem sei mit Müllablagerungen in der freien Natur ein wesentlich höheres Gefahrenpotential für die Umwelt verbunden. Diese Erfahrung habe beispielsweise die Stadt Hagen gemacht: „Fallzahlen und Umfang illegal entsorgter Abfälle sind dort nach einem Jahr intensiver Arbeit nicht rückläufig und die Abfallfundorte haben sich von den Containerstandplätzen in den Wald verlagert.“

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Lothar Kaiser am :

Schau an, detektivische Recherchen nach Müllsündern scheinen doch möglich zu sein. Diesbezüglich hat sich im TBR-Ausschuss Michael Zirngiebl, Chef der Technischen Betriebe (TBR), geäußert., Er denkt an die Einstellung von Langzeitarbeitslosen als „Müllfahnder“, finanziert auf der Basis des Teilhabechancengesetzes, was den TBR über einen längeren Zweitraum zu Lohnkostenzuschüssen verhelfen würde. Mit den neuen Kräften könnte dann die illegale Müllentsorgung eingedämmt, aber die Verursacher zur Rechenschaft gezogen werden, wie sich die CDU-Fraktion sich das schon lange wünscht. Dier Stadt Wuppertal konnte mit Hilfe ihrer 2019 eingestellten Mülldetektive im vergangenen Jahr Bußgeldverfahren über mehr als 10 000 Euro anordnen.

CDU-Fraktion am :

„Viele Menschen starten ins neue Jahr mit guten Vorsätzen“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Markus Kötter. „Ein guter Vorsatz für unsere Heimat Remscheid ist: Wir wollen unsere Stadt ein wenig sauberer machen. Dazu gehört nach Auffassung der CDU-Fraktion ein konsequentes Vorgehen gegen wilde Müllkippen. Die Verwaltung plant, mit so genannten Mülldetektiven gegen illegale Müllentsorgung vorzugehen. Dies fordern wir Christdemokraten schon seit langem. Schade, dass die Umsetzung so lang gedauert hat. Gut, dass diese Umweltschützer nun wohl bald auf Streife gehen können.“ Markus Kötter verweist darauf, dass seine Fraktion schon in der vergangenen Wahlperiode nachgefragt habe, ob das Konzept der Mülldetektive auch in Remscheid umsetzbar sei. Hierzu hatte die CDU beispielsweise zur Sitzung des Ausschusses für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung am 25.08.2020 eine Anfrage gestellt. „Es hat sich am Ende ausgezahlt, dass wir beharrlich geblieben sind und immer wieder für unsere gute Idee geworben haben, auch wenn wir zunächst auf Widerstand gestoßen sind. Wir hoffen, dass dieses Modell auch in Remscheid zu einem Erfolg wird. Abgesehen davon, dass wir aktiv etwas gegen zunehmende Vermüllung tun, halten wir es auch für richtig, dass so Menschen im Rahmen des Teilhabechancengesetzes einer sinnvollen und für die Gemeinschaft wichtigen Tätigkeit nachgehen können. Zwei Dinge stehen dabei im Fokus: Wir wollen die Verursacher wilder Müllkippen ermitteln, aber vor allem auch zur Beseitigung des Mülls beitragen“, so Kötter. „Mülldetektive ermitteln nicht wie Sherlock Holmes vom Sessel in der heimischen Wohnung aus, sondern müssen bei Wind und Wetter im ganzen Stadtgebiet Streife gehen. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und alles Gute bei ihrer Arbeit und wünschen uns als Stadt, dass Remscheid 2022 ein kleines bisschen sauberer wird.“

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