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Kein Verdrängungswettbewerb nur bei 5-Sterne-Hotel

Auslastung unserer Remscheider Hotels

Zurzeit verfügt Remscheid über acht klassifizierte Sternehotels: drei Hotels mit vier Sternen, vier Hotels mit drei Sterne und ein Hotel mit zwei Sternen. Da sei ein weiteres Hotel in diesem Segment völlig unnötig, befand die CDU-Fraktion kürzlich und fragte die Verwaltung nach der Auslastung von Hotelbetten und -zimmern in Remscheid, verbunden mit der folgenden Stellungnahme: „Die CDU-Fraktion möchte, dass unsere bestehenden Hotels gestärkt und dass sie keinem unnötigen Verdrängungswettbewerb ausgesetzt werden. Den Bedarf für ein weiteres Hotel sehen wir am ehesten ab dem Vier-Sterne-Bereich. Wir fänden es äußerst bedauerlich, wenn zum Beispiel ein alteingesessenes Remscheider Drei-Sterne-Hotel schließen müsste und die dortigen Arbeitsplätze gefährdet würde.“ Diese Gefahr sieht die CDU bei einem ruinösen Preiswettkampf in diesem Segment durch einen neuen Anbieter.

Zahlen zur Hotelbettenbelegung in Remscheid ermittelte die Verwaltung mit Hilfe des Statistischen Landesamtes ( IT.NRW):

 

Jan-Dez 2018

Jan-Dez 2019

Jan-März 2018

Jan-März 2019

Jan-März 2020

Betten

37,30 %

39 %

35,70 %

35,60 %

26,60 %

Zimmer

67,14 %

70,20 %

64,26 %

64,08 %

47,99 %

"Man sieht deutlich den Rückgang im Jahr 2020. Obwohl die Zahlen erst bis März vorliegen, wirft die Corona-Pandemie schon ihre Schatten. Die Hotels haben die Corona-Krise direkt im Februar gemerkt, weil die Firmenkunden nach und nach storniert haben. In Remscheid liegt der Geschäftskundenanteil bei ca. 85 bis 90 Prozent. Nach Gesprächen mit Hoteliers kann der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband e.V. (DEHOGA) bestätigen, dass derzeit max. zehn bis 15 Prozent Belegung zu generieren ist. Wobei die Sommermonate noch schwächer werden dürften und die Messen derzeit noch komplett fehlen“, heißt es in der Mitteilungsvorlage der Verwaltung, die gestern im Entwicklungsausschuss auf der Tagesordnung stand. „Die Anfragen in der näheren Zukunft würden laut Schätzung viel geringer ausfallen als die normale Auslastung der letzten Jahre. Geschäftsreisen würden 2020 nur noch gemacht, wenn nötig. In Zukunft würden auch Übernachtungen durch die Digitalisierung wegfallen. Viele Firmen hätten die Videokonferenz für sich entdeckt. und es gebe die Schätzung, dass zehn bis 20 Prozent der Übernachtungen durch Videokonferenzen wegfallen würden, teilt die Verwaltung mit. 

Rückmeldungen aus den Industriebetrieben und von deren Vertretern (Arbeitgeberverband, etc.) sowie des DEHOGA lassen die Verwaltung darauf schließen, dass Geschäftskundenreisen und –besuche zwar langsam wieder stattfinden einschließlich „Business-Übernachtungen“, dass aber  das Niveau an Geschäftskundenübernachtungen von vor der Corona-Pandemie nur schwer wieder zu erreichen sein werde. Ein Hotelneubau mache bei einer Auslastung von unter 50 Prozent wenig Sinn, zitiert die Verwaltung den DEHOGA.. Neue Kapazitäten seien schon in den vergangenen Jahren nicht benötigt worden. Und das geplante Hotel würde genau in dem Segment tätig werden, welches in Remscheid den überwiegenden Teil der bestehenden Hotels abdeckt. Damit sei dann ein Verdrängungswettbewerb absehbar. Der Plan eines Hotelneubaus auf einem privaten Gewerbegrundstück an der Lenneper Straße sei von der Stadtverwaltung begleitet, aber nicht initiiert worden.

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