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Die Ersatzteile für die RFID-Anlage von 2014 werden rar

RFID-Technik macht ab heute die Buchausleihe zum Kinderspiel“, berichtete der Waterbölles am 25. Februar 2014. RFID steht für „radio-frequency identification“. Die neue Technik zur Medienverbuchung und Sicherung, bestehend aus einem an jedem Buch angebrachten Code / Chip und einem Lesegerät, ermöglicht die automatische Identifizierung und Lokalisierung der Bücher und anderer Medien und erleichtert den Ausleihprozess wesentlich. Dafür gab es 182.000 Euro vom Land. Blieben für die Stadt lediglich 52.000 Euro zu tragen für die notwendigen Umbauten. Die RFID-Technologie habe dazu beitragen, „die Handlungsfähigkeit der Bibliothek trotz sich stetig reduzierenden Personalbestands infolge strikter Haushaltskonsolidierungsmaßnahmen sicherzustellen“, teilte nun die Verwaltung dem städtischen Kulturausschuss zur Sitzung am 26. August mit – allerdings aus einem wenig erfreulichen Grund: Die Geräte seien am „Ende ihrer Nutzungsdauer angekommen“ und müssten ersetzt werden. Weil sie mit der Betriebssoftware Windows 7 arbeitet, und in der stecke eine Sicherheitslücke, die nicht geschlossen werden könne. „Ein Upgrade auf Windows 10 ist bei den vorhandenen Geräten nicht möglich“, so die Verwaltung. Obendrein komme es „durch den altersbedingten Verschleiß der mechanischen Teile der Anlage … inzwischen zu einer deutlichen Erhöhung der Ausfallzeiten einzelner Geräte.“ Die Lieferfirma habe nunmehr den Wartungsvertrag mit der Stadt Remscheid gekündigt. Die Folge: Bei neuen Ausfällen ist jetzt jeweils ein Einzelreparaturauftrag an die Firma notwendig. Und die hat schon angedeutet, dass die Beschaffung von Ersatzteilen immer zeit- und kostenintensiver werde.

Eine funktionsfähige RFID-Anlage ist aber die Voraussetzung für den Service der Bibliothek. Ohne diese Technik wären die geplanten Sonntagsöffnungen unmöglich. Sie habe sich gerade in diesen Corona-Zeiten bewährt, weil sie eine kontaktfreie Ausleihe und Rückgabe sicherstelle.

Was also tun? Eine erste Kostenabfrage komme zu Beträgen zwischen 200.000 € und 300.000 € für einen Ersatz der Technik, teilt die Verwaltung dem Kulturausschuss mit. Die Bibliothek habe erste interne Abstimmungsgespräche terminiert. Man hoffe, „das Verfahren bis zum Jahresende abschließen zu können, um von der temporären Mehrwertsteuerreduzierung von 19 auf 16 Prozent zu profitieren“.

 

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Kommentare

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Carsten Lahme am :

Mal rechnen: 182.000Euro plus 52.000 Euro = 234.000Euro. Geteilt durch 2020 - 2014 (6 Jahre) machen 39.000 Euro pro Jahr. Jetzt wird es böse: Teile ich durch 12 und 480 komme ich auf 6,7 480-Euro-Kräfte die den Laden hätten schmeißen können. Laufende Wartungsverträge und Reparaturen noch nicht eingerechnet. Damit hätten 6 Menschen über 6 Jahre ein Nebeneinkommen gehabt, welches diese direkt in dem Wirtschaftskreislauf in Remscheid hätten einfließen lassen können. Anstelle dessen wird eine Firma mit Geld bedeckt, die ihr Auskommen mit anderen Verträgen deckelt und keinen essentiellen Mehrwert durch den Vertrag generiert. Hauptsache man hat Köpfe im Personalbestand reduziert. Hurra

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