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Ein erster Schritt: 2.525 iPads für Schulen

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Im Rahmen des „Sofortausstattungsprogramms“ des Landes NRW werden für die digitale Sofortausstattung an Schulen Mittel für mobile Endgeräte bereitgestellt. Ziel ist es, die Versorgung der Schülerinnen und Schüler mit digitalen Endgeräten zu verbessern, soweit aus Sicht der Schulen beziehungsweise des Schulträgers ein besonderer Bedarf zum Ausgleich sozialer Ungleichgewichte besteht. Hierfür erhält die Stadt Remscheid 1.102.052,67 Euro an Fördermitteln, die noch durch einen zehnprozentigen städtischen Eigenanteil ergänzt werden. Mit diesen Mitteln beschafft die Stadt 2.525 iPads. Sie ist zuversichtlich, dass die Auslieferung der 2.525 Geräte nach und nach bis zum Jahresende erfolgen wird, damit das digitale Lernen und – je nach Entwicklung der Pandemie – das Lernen mit Distanz schnell für die Schülerinnen und Schüler in allen Schulformen zum Ausgleich sozialer Ungleichheiten möglich wird.

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Schuldezernent Thomas Neuhaus begrüßen die Initiative von Bund und Land und sehen in der Förderung eine wichtige Unterstützungsleistung. Da die Fördermittel aber nicht den Bedarf an den Schulen decken, hat sich die Stadt dazu entschieden, weitere kommunale Haushaltsmittel für die Beschaffung von mobilen Endgeräten bereit zu stellen, um nochmals die gleiche Menge an Endgeräten aus kommunalen Mitteln für die Remscheider Schulen beschaffen zu können. Das entsprechende Beschaffungsverfahren wird aktuell vorbereitet.

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Kommentare

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Stefan Holzhauer am :

Ich frage hier dasselbe wie auf der Facebook-Seite der Stadt Remscheid: Und wie kommt man ausgerechnet auf iPads? Für das Geld eines iPads bekommt man zwei gleichwertige Android-Tablets? Das ist absolut nicht nachvollziehbar, es sei denn, Apple hätte gute Lobbyarbeit betrieben - und dann ist es inakzeptabel und grenzt möglicherweise an Korruption. Gibt es bei solchen Anschaffungen kein Controlling und keine Rechtfertigung, was mit den Steuergeldern passiert? Wer ist für die Wahl von überteuerten Apple-Geräten für diese Zwecke politisch und fachlich verantwortlich? Wie wird es konkret fachlich und sachlich begründet, Apple-Geräte zu erwerben, statt DEUTLICH günstigerer Alternativen? Warum kommt diese Pressemitteilung über zuzuweisende Gelder, die schon vor einiger Zeit bewilligt wurden, so merkwürdig kurz und medienwirksam vor den Kommunalwahlen? 1102052 : 2525 = 436 Euro pro Gerät. Dafür hätte man auch 2525 für den Unterricht völlig ausreichende und deutlich flexiblere Laptops anschaffen können. Linux ist kostenlos (und es soll mir bitte an dieser Stelle niemand mit "Bastelkram" kommen, 99,9% des Internets laufen auf Linux). Davon abgesehen: Wenn man SuS auf das Berufsleben vorbereiten will, muss man das mit Windows tun, denn das wird in den Unternehmen eingesetzt und nicht Apple (außer in Nischenszenarien wie beim Design und selbst da wenden sich inzwischen die Nutzer aufgrund jahrelanger Apple-Verfehlungen in Sachen Grafikkarten alle von Macs ab). Bei geschätzt 20000 Schülern in Remscheid müssen sich vier ein Tablet teilen (und dann hat noch nicht ein einziger Lehrer eins) und hinzu kommt: Selbst wenn das nur Tablets für benachteiligte SuS sind, werden die anderen Eltern aufgrund des Apple-Software-Ökosystems gezwungen, ihren Kindern ebenfalls völlig überteuerte Apple-Geräte zu kaufen, damit die mitmachen können, auch das ist völlig inakzeptabel. Es ist ein offenes Geheimnis und geht seit Jahren durch die Medien, dass Apple massiv versucht, sich als alternativlos in Sachen Schuldigitalisierung zu platzieren - und die üblichen Protagonisten bei den kommunalen Verwaltungen und den Schulministerien spielen gern mit. Ich halte es für völlig inakzeptabel, dass hier jetzt Fakten ohne öffentlichen Diskurs geschaffen werden sollen, nachdem man die Schuldigitalisierung 30 Jahre lang tief und fest verschlafen hat.

Thomas Reich am :

Sie haben die zehn Prozent der Stadt vergessen, womit ein Gerät sogar 480 Euro kostet. "[...] die noch durch einen zehnprozentigen städtischen Eigenanteil ergänzt werden." Für mich ist im Weiteren auch nicht nachvollziehbar, warum es unbedingt iPads sein müssen. Wo soll hier der Mehrwert liegen?

Sven Wolf, SPD-Fraktionsvorsitzender am :

Noch vor wenigen Monaten, mitten im Corona-Lockdown, wurden wir von Teilen des Rates verhöhnt, als wir eine rasche Abfrage in Remscheids Schulen auf den Weg gebracht haben. Diese Weitsicht zahlt sich jetzt aus, denn nun wissen wir genau, wo die Not ohne Präsenzunterricht am größten ist. Gut, dass wir in Remscheid kein Kind im Regen stehen lassen und mehr Geräte anschaffen werden als uns das Land bezahlt. Damit ist aber nur der erste Schritt gemacht, denn auch in Düsseldorf wird die Kritik am Digitalpakt des Landes immer lauter. Die bloße Anschaffung der Geräte reicht nicht. Wir müssen vor Ort auch Geld bekommen, um mit eigenem Personal die Geräte zu warten.

Thomas Reich am :

Wie stehen Sie denn dazu, dass unbedingt Apple-Geräte angeschafft werden müssen? Kennen Sie den Hintergrund, Sie sind da ja nun einmal näher dran. Seien Sie mir im Weiteren nicht böse, wenn ich bei dem Wort "Weitsicht" müde lächeln muss. Die Digitalisierung schreit ja nun schon länger voran, als es Covid19 gibt. Hätte die SPD nicht über viele Jahre,als sie im Land in der Regierungsverantwortung (2010-2017) war, hier einiges auf den Weg bringen können (müssen)? Wieso werden keine Leasingverträge mit Wartung abgeschlossen? Immerhin sollte ja die Ausrüstung auch aktuell bleiben. So wäre gleichzeitig auch sicher gestellt, dass das Eigentum der Stadt regelmäßig gepflegt und gewartet wird.

Stephan Bonne am :

Ich kann die Kritik von Herrn Holzhauser und Herrn Reich durchaus nachvollziehen, aber egal welche Geräte angeschafft werden, Kritiker gibt es immer - und das ist auch gut so, davon lebt die Demokratie. Auch ich bin durchaus kritisch, was die Art und Weise angeht, wie diese Geräte beschafft und verteilt werden - letztendlich müssen die Schulen vor Ort entscheiden, wer ein Gerät bekommt und wer nicht. Auf welcher Basis dies geschieht, ist nicht klar und wird sicherlich auch zu Unzufriedenheiten innerhalb der Schülerschaft führen. Dennoch ist es ein erster Schritt, für den ich sehr dankbar bin - auch der Stadt Remscheid, die den Mangel erkannt hat und aus städtischen Mitteln zuschießt. Bleiben noch die versprochenen Endgeräte für die Lehrerinnen und Lehrer. Auch da hat Frau Gebauer zugesagt, dass alle Lehrerinnen und Lehrer mit digitalen Endgeräten ausgestattet werden sollen. Rückwirkend sollen sogar Endgeräte, die während des Lockdowns angeschafft wurden, abgerechnet werden können. Auch das ein gutgemeinter erster Schritt, aber im Kern eine erhebliche Arbeitsbelastung für die Kommunen, die mit der Abwicklung betraut sind. Das ist sicherlich für die städtischen Beamten in der Form kaum leistbar. Hier würde ich mir mehr Weitsicht und Fachkompetenz in Düsseldorf wünschen. Gelder zur Verfügung zu stellen ist eben nicht alles. Dahinter muss sich auch ein realisierbares und abgestimmtes Konzept befinden. Dass die Städte hier sicherlich auch ihre Fehler machen, ist unbestreitbar, aber sie haben den Mangel nicht zu verantworten, sondern müssen ihn nur ausbügeln - und das mit ohnehin knappen Ressourcen.

Thomas Reich am :

Es geht ja darum, dass hier auch ein Betriebssystem gelehrt wird, welches "nur" einen Marktanteil von ca. 25 bis 30 % hat. Grundsätzlich ist es richtig, dass überhaupt endlich etwas passiert. Leider habe ich das Gefühl, dass hier in blinden Aktionismus verfallen wird, weil über viele Jahre das Thema einfach "verpennt" wurde. Ein bereits vor Jahren geplantes, koordiniertes Konzept seitens des Landes wäre zielführend gewesen. Ich weiß auch, das wir das nicht hatten, und jetzt das Beste daraus machen müssen. Doch auch heute würde ich mir trotzdem statt Aktionismus eine durchdachte koordinierte Aktion, ggf. sogar unter Hinzuziehung des Bundes und der anderen Bundesländer, wünschen, die den Knoten durchschlägt und endlich das Schul-, Lehr- und Lernsystem in das 21. Jahrhundert bringt. Leider klingt im Übrigen der Kommentar von Herrn Wolf eher nach einem "letzen Wahlwerbeversuch". Eine substantielle Aussage zu oder auch Auseinandersetzung mit den Kommentaren von Herrn Holzhauser und mir sähe anders aus.

Stefan Holzhauer am :

Es ist komplett sinnlos, jetzt von oben mit der großen Gießkanne Geräte über den Schulen auszuschütten, wenn die Infrastruktur nicht vorhanden ist. Das sieht auch für mich nach blindem Aktionismus aus und die Nicht-Antwort von Herrn Wolf bestärkt mich in der Ansicht, dass das die Veröffentlichung der Pressemitteilung eine Werbeveranstaltung der SPD zur Kommunalwahl ist. Apple drängt seit Jahren mit allen Mitteln in die Schule, das ist kein Geheimnis, und es sieht für mich so aus, als sei die langjährige Lobbyarbeit von Erfolg gekrönt. Ich frage mich bei solchen Meldungen immer, was den Protagonisten an den verantwortlichen Stellen versprochen wurde, wenn sie ohne vorherige Diskussion über die Sinnhaftigkeit oder die Einkaufspreise Apple-Geräte an den Schulen durchsetzen. Microsoft sehe ich ebenfalls kritisch, aber hier wäre wenigstens noch das Argument, dass im späteren Beruf in den Unternehmen zu weit über 90% Windows eingesetzt wird. Erschwerend kommt hinzu: Wenn die Apple-Geräte nur an bedürftige SuS gehen, dann würden somit die Eltern von nicht bedürftigen Schülern gezwungen werden, um ihre Kinder am Unterricht teilnehmen lassen zu können (der dann vermutlich auf einer Apple-Lehrplattform basiert) ebenfalls die überteuerten Apple-Geräte zu kaufen? Ohne sich mal inhaltlich oder fachlich dazu zu äußern macht Herr Wolf einen auf Wahlveranstaltung und schwadroniert über "kein Kind wird im Regen stehen gelassen". Das ist weit abseits der geäußerten Kritik und es handelt sich leider nur um Worthülsen. Die Installation von funktionierende Infrastruktur an Schulen ist ein Faktum, das VOR der Anschaffung von Endgeräten sicher gestellt werden muss, sonst hilft das für Wucherpreise angeschaffte Apple-Tablet den Kindern exakt überhaupt nicht. Die Schulen müssen eigene Server bekommen und sie müssen eigene Admins zur Seite gestellt bekommen, die sich um nichts anderes kümmern, als die IT-Belange der Schulen (denn das ist kein Job, den man "nebenher" machen kann). Es ist mit "Endgeräten" nicht getan, die müssen auch gewartet werden. Das Einrichten von (Mesh-)WLANs an Schulen, um funktionierende Drahlosverbindungen zustande zu bekommen ist nicht trivial. Die Schulen können das nicht, das kann nur die Stadtverwaltung. Werden die Serverkapazitäten und die Admins ebenfalls zeitgleich mit den Tablets zur Verfügung gestellt, damit Lernplattformen wie z.B. die Open Source-Software Moodle bereit gehalten werden können? Werden die Lehrer für die Nutzung von Moodle geschult? Werden die Lehrer für Unterrichtsdurchführung mit Tablets und/oder Computern geschult? Man möge mir vergeben, aber diese Wahlwerbung mit dem großzügigen Ausschütten von viel zu wenigen viel zu teuren Apple-Tablets halte ich für eine Farce und eine reine Werbeveranstaltung zur Kommunalwahl. Blinder und nicht durchdachter Aktionismus zum Zweck des Wählerfangs in Tathergang mit der Verschwendung von Steuergeldern zugunsten einer US-Firma, die ihre Steuern bekanntermaßen nicht zahlt.

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