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Metzger Ernst Karthaus, einst Berliner Straße 10

von Dr. Wilhelm R. Schmidt

Liebe Lennepfreunde,
in meinen Materialien vom alten Lennep fand ich dieser Tage dieses Foto von der Berliner Straße. Es zeigt eine Lenneper Metzgersfamilie um das Jahr 1900. Selbstverständlich zeigten sich, als der bestellte Fotograf vor Ort eintraf, nicht nur die Damen des Hauses mit ihren Kindern, sondern auch die Bewohner der angrenzenden Doppelhaushälfte. Dieses Doppelhaus gibt es übrigens heute noch, wenn auch verändert. Es liegt direkt gegenüber der der Lenneper Zweigstelle der Remscheider Stadtbücherei.

Auf dem ausgehängten Firmenschild liest man, dass es sich um die Ochsen- und Schweine-Metzgerei von Ernst Karthaus handelt. Im Lenneper Adressbuch von 1903 ist er als ein solcher Metzger verzeichnet. Wo sind sie bloß alle hin, die Lenneper Metzger der vorletzten Jahrhundertwende? Ich meine das ja zunächst rein anzahlmäßig. Das Adressbuch verzeichnete 1903 nämlich 14, in Worten vierzehn Lenneper Metzger, und wir wollen sie hier einmal alphabetisch aufzählen, denn die Älteren unter uns haben die Geschäfte oder wenigstens die Namen der historischen Eigentümer ja noch gekannt. Sie hießen Dresbach, Drösser, Hasselkus, Hausmann, Hungenbach, Karthaus, Kühne, Lausberg, Rysges, Ruwiedel, Schürmann, Steinhaus, Weßler und Wüstenhager.

An einige Geschäfte kann selbst ich mich noch aus der Nachkriegszeit erinnern, an Steinhaus natürlich, wo es , aber teuer war, und an Fritz Drösser am Gänsemarkt in Röntgens Geburtshaus, wo ich immer gut abgehangenen rohen Schinken holen musste. Wenn es bei der arbeitenden Bevölkerung am Freitag die Lohntüten gab, dann ging es bei den Metzgern oft noch kurz vor Ladenschluss hoch her. Es wurden dann Koteletts fürs Abendessen gekauft, und wenn das Geld reichte, vielleicht sogar noch ein Sonntagsbraten zu Schmoren.

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