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Marketingräte hoffen auf verkaufsoffenen Sonntag

Den Bezirksvertretungen liegt ein Beschlussentwurf der Verwaltung für einen verkaufsoffenen Sonntag am 29. November vor. In einem Gespräch am 27. August am 27. August 2020 unter Leitung von Oberbürgermeister Mast-Weisz war der November-Termin mit Vertretern der Marketingräte und Verbände aus ganz Remscheid abgestimmt worden. Weil wegen Corona-Pandemie bislang alle verkaufsoffenen Sonntage in 2020 ausgefallen seien, gehe es  am 29. November um einen „solidarischen Tag für Remscheid“ unter dem Motto „Eine Stadt hält zusammen“, heißt es in der Vorlage. „Wir begrüßen die Initiative der Stadt Remscheid … ausdrücklich“, betont Ralf Engel, Geschäftsführer des Handelsverbandes NRW, Geschäftsstelle Wuppertal, in einem Schreiben an die Stadt.  Darin stellt er die besondere Bedeutung dieses verkaufsoffenen Tags aus Sicht des E8inzelhandels dar. Zitat:

„In Zusammenhang mit der Corona- Krise dürfen derzeit in Nordrhein-Westfalen bis Ende Oktober keine Großveranstaltungen stattfinden. Auch für die darauffolgenden Monate ist zu erwarten, dass das Verbot von Großveranstaltungen entweder verlängert wird, oder das diese nur unter besondere Schutzmaßnahmen, wie z.B. der Einhaltung von Hygienekonzepten, durchgeführt werden können. Nach derzeitiger Kenntnislage ist davon auszugehen, dass in den Jahren 2020 und 2021 im Hinblick auf den Gesundheitsschutz der Bevölkerung und die Sicherung der Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems Restriktionen in Kauf genommen werden müssen. Eine wirkliche Veränderung der Lage ist erst zu erwarten, wenn entweder ein Medikament oder ein Impfstoff gegen das Corona- Virus verfügbar ist. Bei Betrachtung der Berichterstattung wird hier von Fachleuten ein Zeitrahmen von bis zu drei Jahren veranschlagt.

Mit dieser Situation ist eine hohe Unsicherheit verbunden. Es ermöglicht den Organisatoren von Großveranstaltungen, häufig sind das die lokalen Werbegemeinschaften, derzeit keine verlässliche Planung. Der Abschluss von Verträgen, mit z.B. Schaustellern, Event-Technikern, Künstlern, Catering-Unternehmen und Sponsoren, ist derzeit kaum möglich, da die Durchführung von Veranstaltungen und die Erbringung von Leistungen und Gegenleistungen nicht verlässlich planbar ist. Eine entsprechende Planung wird es wieder möglich sein, wenn eine bessere Einschätzung der Pandemie- Entwicklung bzw. deren Eingrenzung möglich ist. Unter Berücksichtigung des notwendigen Planungsvorlaufs für Großveranstaltungen werden diese darum mit kalkulierbarem wirtschaftlichem Risiko frühestens wohl erst wieder ab Frühjahr 2021 sattfinden können.

Diese Situation stellt eine Belastung für die Innenstadt und die Ortskerne dar. Auch für die Werbegemeinschaften und ihre Mitglieder sind Veranstaltungen ein wichtiges Mittel, da diese eine besondere Attraktion für Bürger und Kunden darstellen und die Innenstädte und Ortskerne beleben.

So verschärft die Corona- Krise die Situation für die ohnehin schon unter gravierendem Veränderungsdruck stehenden Innenstädte und Ortskerne. Der sechswöchige Shutdown für den davon betroffenen Einzelhandel bedeutet rechnerisch im Durchschnitt mindestens ein Verlust von zehn Prozent des Jahresumsatzes für jedes Unternehmen. Hinzu kommen die Verluste aus der auch nach dem Shutdown anhaltenden Kundenzurückhaltung. Nach einer nicht repräsentativen Umfrage des Handelsverbandes NRW rechnen die vom Shutdown betroffenen Unternehmen mit einem Jahresumsatz- Minus gegenüber ihrem Plan von 20 Prozent. Jeweils knapp 20 Prozent der Unternehmen sehen für sich die Gefahr einer Geschäftsaufgabe als (sehr) groß und rund 20 Prozent als mäßig an.

In den Innenstädten und Ortskernen vollzieht sich eine Veränderung in der Bedeutung des Funktionsmixes. Der Einzelhandel ist dabei allerdings nach wie vor die tragende Säule, weshalb verkaufsoffenen Sonntage eine besondere Bedeutung als Baustein zur Stärkung der Situation von Innenstadt und Ortskernen zu kommt, dies gilt insbesondere auch für Remscheid.

Fazit: Auf der einen Seite sind Veranstaltungen als wichtiges Element für einen verkaufsoffenen Sonntag derzeit nicht erlaubt und voraussichtlich auch bis in das Jahr 2021 hinein nur unter besonderen Auflagen möglich. Auf der anderen Seite wird der Druck auf Innenstadt und Ortskerne größer, den Einzelhandel als tragende Säule zu stabilisieren und für Bürger und Kunden attraktiv zu bleiben.“

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