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Mit dem Honsberg sind viele Hoffnungen verbunden

‚HonsWerk‘ für eine solidarische Stadtteilgemeinschaft“, titelte waterboelles.de am 24. September und stellte seinen Leser/innen die Pläne der Montag Stiftung Urbane Räume gAG (MUR) für den Honsberg vor. Dort hat sich in den vergangenen Jahren – nicht zuletzt dank des Förderprogramms „Stadtumbau West“ – schon viel getan, doch der hohe Leerstand und die Imageprobleme in dem einstigen „roten“ Arbeiterviertel bestehen weiterhin und sind nicht wegzudiskutieren. Es gibt zwar zarte (kulturelle) Pflänzchen der Hoffnung. Doch die brauchen eine pflegende Hand. Und deshalb ist es gut und richtig, dass Donnerstag der Rat der Stadt in seiner letzten Sitzung in der alten Wahlperiode die Stadtverwaltung mit der Entwicklung einer gemeinnützigen Bildungseinrichtung „HonsWerkstatt“ als Projekt der Städtebauförderung beauftragt hat. Mit diesem Beschluss wird der Weg geebnet für einen wichtigen Projektbaustein in der Kooperation der Stadt Remscheid, der GEWAG Wohnungsaktiengesellschaft Remscheid und der Montag Stiftung Urbane Räume aus Bonn. Shon seit 2017 werden gemeinsam Ideen und Konzepte für die nachhaltige Entwicklung und Aufwertung des Stadtteils Honsberg entwickeln. Gestern informierten die Akteure im Rathaus in einer Pressekonferenz über die neue „HonsWerkstatt“ und alles, was damit zusammenhängt.

  • Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz: „Der Honsberg ist ein Stadtteil mit eigenem Gesicht und einer engagierten Bürgerschaft. Das gemeinsame Projekt greift diese Charakteristik auf und führt sie in die Zukunft fort."
  • Peter Heinze, Technischer Dezernent: „Die Umsetzung dieses Modellprojekts behutsamer Stadterneuerung ist für die Stadt Remscheid die konsequente Fortführung des Erneuerungsprozesses ein weithin sichtbares Zeichen der Innovationskraft unterschätzter Standort."
  • Thomas Neuhaus, Sozialdezernent: „Integration findet vor allem in den Quartieren statt. Und hier haben wir Chance, nahe bei und mit den Bewohnern einen wichtigen Impuls zu setzen, der auch über den Stadtteil hinaus wirken kann."
  • Oliver Gabrian, Vorstand der GEWAG: „Für die GEWAG eröffnet das Projekt die Chance, den Prozess des positiven Image- und Substanzwandels für Honsberg, den wir mit der Ansiedlung der Kulturwerkstatt „Ins Blaue" in GEWAG-Häusern begonnen haben, zu stützen und zu verstetigen."
  • Dr. Robert Winterhager, Projektentwickler der Montag Stiftung Urbane Räume: „Die Montag Stiftung Urbane Räume gAG ist eine unabhängige gemeinnützige Stiftung und gehört zur Gruppe der Montag Stiftungen in Bonn. Im Sinne des Leitmotivs der Stiftungsgruppe „Handeln und Gestalten in sozialer Verantwortung" engagiert sich die Montag Stiftung Urbane Räume als unabhängige Partnerin von Kommunen, Verbänden und zivilgesellschaftlichen Initiativen dort, wo Stadtteile von besonderen sozialen und ökonomischen Rahmenbedingungen geprägt sind.“

Einig waren sich alle vier, dass der Honsberg ein Rohdiamant ist, der zum Leuchten gebracht werden kann, wenn auch die multikulturelle Bewohnerschaft sich nach ihren Möglichkeiten engagiert. Und dafür gibt es bereits gute Ansätze.

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Kommentare

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Jürgen Koball am :

Ich glaube, dass aus dem Honsberg der Prenzlauer Berg Remscheids wird.

Claudia Kray am :

Wir sind 2014 zum Honsberg gezogen - kommend aus Wuppertal bzw. England. Unser Haus gehört uns und wir haben sehr nette Menschen um uns herum. Die damalige nahe Grundschule hat mich auch davon überzeugt, dass der Umzug hierhin gut sei. Natürlich gab es Hinweise darauf, dass die Schule geschlossen werden wird, aber ich war sehr enttäuscht, dass mein Sohn auf eine Schule wechseln sollte, die noch nicht einmal annähernd so ausgestattet ist, wie die Schule am Honsberg. Keine vernünftigen OGS Räume, keinen vernünftigen Schulhof zum Fußballspielen von der fehlenden Sporthalle ganz zu schweigen. Nun gut - man nimmt ja als Anwohner alles hin. Wir haben als Anwohner die Aktion mit den verschiedenen zum Teil auch internationalen Sprayern als Aufwertung empfunden. Die Bilder sind tatsächlich tolle Kunstwerke und lohnen auch heute noch zur Bewunderung, aber heute erscheint es mir eher als Aufwertung für die leider runter gekommenen GEWAG Häuser (natürlich wurden einige "schön" gemacht, aber die privaten Häuser sind im Vergleich einfach besser). In der Abschlussaktion "ins Blaue", die ich auch nicht schlecht fand - in vielen Häusern haben damals die blauen Birnen geleuchtet und auch zu Corona hat der Ein oder Andere diese wieder rausgeholt, habe ich lernen müssen, das seit Jahren nun über den Honsberg diskutiert wird, wie man diesen aufwerten kann. Es sind aber selten die privaten Häuser, die uns Anwohner Sorgen machen, sondern die der GEWAG. Die Idee einer Hochschule, ist sicherlich nicht schlecht, aber ich persönlich habe nicht gemerkt, dass unser Stadtteil dadurch eine Aufwertung oder ein Mehrwert erfahren hat. Wer von uns Anwohnern und Remscheidern hat schon das Geld an einer privaten Hochschule zu studieren und die Konkurrenz ist leider woanders viel interessanter! Auch konnte ich für mich nicht feststellen, dass dadurch mehr vermietet wurde. Die Geschäfte, die es mal gab und einen florierenden Stadtteil ausmachen, sind schließlich nicht geschlossen worden, dank der großen Bereitschaft da einzukaufen, sondern weil wir Honsberger woanders unsere Dienstleistungen eingekauft haben oder unsere Waren, da sind wir durchaus selbst schuld (aber wer auf den Cent gucken muss, geht halt dahin wo es günstiger ist ...). Künstler zum Honsberg zu bringen ist interessant und auch spannend und ein Versuch sich abzuheben. Aber wer einen Namen hat, wird in der Regel sich nicht weiter hier aufhalten wollen. Viele haben keinen Draht zur Kunst und daher sich darauf zu verlassen, dass es ein Mehrwert ist, wird nicht reichen. Ein ausgewogener Stadtteil - von allem etwas - muss das Ziel sein, damit auch die Immobilien einen Werterhalt erfahren und Leute dazukommen, die investieren wollen. Sollte die "Handwerker-Uni" für Kinder wirklich kommen zum Honsberg, wäre es auf jeden Fall wichtig, dass die Anbindung gut ist über den Öffentlichen Nahverkehr - nicht, dass die Busverbindung eingeschränkt wird, aber ich persönlich glaube nicht, dass es eine Änderung der Bewohnerstruktur dadurch geben wird. Durch Corona haben wir leider vieles verloren - auch den direkten Kontakt - zum Schutze des Nächstens. Feste sind ausgefallen und werden nicht durchgeführt, es sind wichtige Veranstaltungen, damit wir uns wieder ein Stückchen näher kommen und diskutieren können. Neue Einwohner erfahren meistens durch die Stadtteilveranstaltungen die einzelnen Möglichkeiten, die der Stadtteil bietet. Daher hoffe ich sehr darauf, dass durch eine baldige Findung eines Impfstoffes dieser ganze Spuk ein Ende findet und wir Menschen - Honsberger - zueinander finden können mit unseren "Festen". Damit auch wirklich was bewegt werden kann - so ist es einfach sehr beschwerlich.

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