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Einsatz für ein gutes und friedliches Miteinander

Mit Beethovens „Ode an die Freunde“ eröffnete heute der ökumenische Kantorenkonvent mit technischer Unterstützung von Christoph Spengler den Festakt zur deutschen Einheit im Teo Otto Theater. „Es sieht etwas anders aus als gewohnt“, begrüßte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz die überschaubaren Gäste. „Die Sitze haben alle Businessclass-Beinfreiheit. Corona sei es geschuldet. Aber wir dürfen und können den heutigen Tag feiern, wir dürfen unser wunderbares Orchester genießen. Leider mit Einschränkungen der Besucherplätze.  Ja, wir leben mit Einschränkungen, die uns alle nicht viel Freude machen. Aber das Tragen von Masken, die Hygieneauflagen, das Abstandsgebot, das alles ist für jeden von uns zu schaffen!“

Zugleich erinnerte der OB an all jene, „die in Kurzarbeit sind, die ihre Arbeit verloren haben. Ich denke an die Unternehmen, an die Geschäfte der Gastronomie und des Einzelhandels, die derzeit sehr zu kämpfen haben. Sie brauchen auch weiterhin Unterstützung, damit sie, damit unsere Stadt gut durch die Krise kommt. Und ich bin allen dankbar, die mitmachen, die anpacken, die jetzt nicht jammern, sondern helfen, wo immer auch Hilfe benötigt wird. Diesen vielen Menschen gebührt unser aller Dank.“

Der Tag der deutschen Einheit war in diesem Jahr ein besonderer.  Es ist 30 Jahre her, dass die deutsche Wiedervereinigung Wirklichkeit und die Jahre der Trennung Geschichte wurden. Mast-Weisz: „Ich erinnere mich immer wieder gerne an den 9. November 1989, als uns alle abends die Nachricht erreichte, dass die Mauer endlich keine unüberwindbare Barriere mehr war. Das war ein Erfolg der vielen friedlichen Proteste in vielen Städten der damaligen DDR. Ich bin all denjenigen dankbar, die sich für das Miteinander von Ost und West engagieren. So zum Beispiel in der Partnerschaft mit Pirna. Die unermüdliche Thea Jüttner, die jedes Jahr Busreisen dorthin arrangiert, ist ja heute in Pirna, um dort mit zu feiern.“

Die Deutschen – ein geeintes Volk? Da setzte der Oberbürgermeister ein Fragezeichen. „Immer noch gibt es Gefälle zwischen Ost und West. Viele Menschen in den ostdeutschen Bundesländern – wir sollten nach 30 Jahren die Formulierung neue Bundesländer endlich aufgeben – fühlen sich nach wie vor benachteiligt.“ Dies aufzulösen sei eine wichtige Aufgabe. Denn Enttäuschung und Benachteiligung führten dazu, dass in manchen Regionen Ostdeutschlands viele Menschen die freiheitlich-demokratische Verfassung Deutschlands anzweifeln, in Frage stellen oder gar ablehnen. Dies zeige sich u.a. in Wahlergebnissen, „bei denen die Vertreter der AfD in einem aus meiner Sicht unerträglichen Maße Erfolg haben“, so der OB.

Zweifel und Ablehnung unserer Verfassung und Corona, das sei eine sehr ungesunde Mischung, fuhr  Burkhard Mast-Weisz fort. Eine Mischung, die von Verfassungsfeinden überall im Land gerne ausgenutzt werde: „Ich erhalte Briefe und Mails sowie Beiträge in den so genannten sozialen Medien, deren Inhalte unvorstellbar sind. Wir müssen gemeinsam aufpassen, dass sich diese Mischung nicht noch weiter verbreitet und explosiv wird. Unsere Verfassung zu schützen ist eine Aufgabe aller staatlichen Ebenen, es ist eine Aufgabe aller Menschen in unserem Land, auch von uns hier. Es ist eine Aufgabe der Politik in unserem Rathaus, eine Aufgabe aller Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt. Diese Stadt hat es nun wirklich verdient, dass wir uns alle für sie einsetzen, für ein gutes und friedliches Miteinander, für Toleranz und Respekt gegenüber allen Menschen, für eine starke und streitbare Demokratie.“

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Kommentare

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Jürgen Koball am :

Eigentlich, sollte der 9.November ein Feiertag sein. Eigentlich, auch nur in den "Neuen Bundesländern". Eigentlich haben sich dort die Menschen, die Freiheit erkämpft. Was später erfolgte war, unter dem Begriff "Einheit", ein Einkassieren des Westens.

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