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900.000 Euro zur Bekämpfung von Armut in Familien

Der Caritasverband Remscheid e.V., die Arbeit Remscheid gGmbH und die Stadt Remscheid haben ein gemeinsames Projekt zur Bekämpfung von Familien- und Kinderarmut gestartet: „RS-family UP“. Darin investieren sie in den nächsten zwei Jahren und acht Monaten jeweils 30.000 Euro in der sicheren Gewissheit, in dieser Zeit im Rahmen des Programms „Akti(F)“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds mit insgesamt 810.000 Euro gefördert zu werden. Das ermöglicht es der Caritas Remscheid, zwei neue Mitarbeiter einzustellen. Und bei der Arbeit Remscheid werden sich drei neue Halbtagskräfte dem „Lotsendienst durch das schwer durchschaubare Sozialsystem“ widmen können. Die Beschreibung stammt aus dem gestrigen Pressegespräch im neuen Lindenhof. Es fand statt, nachdem dort erstmals die Lenkungsgruppe von „RS-family UP“ getagt hatte. Der Kreis der bedürftigen Familien dürfte groß sein bei 5.298 Bedarfsgemeinschaften (im Rahmen der Sozialhilfe / Stand 30.9.) in Remscheid mit 11.064 Personmen - 8.036 Erwachsenen und 3.628 Kindern unter 18. („Mehr als 20 Prozent aller Kinder wachsen in Familien auf, die von Armut bedroht sind oder als arm gelten“, bestätigte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz in einer Rede vor der SPD am 6. Juli 2019.)

Im Mittelpunkt des neuen Projekts stehen Familien, die von Ausgrenzung und Armut bedroht sind. Ihre Lebenssituation und gesellschaftliche Teilhabe sollen verbessert werden, speziell die Bildungschancen und die Teilhabe der Kinder. Wobei sich die einzelnen Maßnahmen sowohl an Eltern als auch an deren Kinder richten sowie bei Bedarf auch an andere erwachsene Haushaltsmitglieder (z.B. Lebenspartner). Mit dem Ziel besserer bzw. stabilerer Lebensverhältnisse – Motto: „Hilfe zur Selbsthilfe" – sollen individuell nach ihren jeweiligen Bedürfnissen unterstützt und gefördert werden:

  • Familien mit Kindern /Jugendlichen unter 18 Jahren, die Sozialleistungen beziehen oder sich in prekären Lebensverhältnissen befinden.
  • Eltern, die Kinderzuschlag erhalten oder hierauf Anspruch haben; darunter können auch Alleinerziehende und Eltern mit Behinderungen (ggf. auch voll oder teilweise erwerbsgemindert) sein. Sie sollen Unterstützung zur Aufnahme einer auskömmlichen Beschäftigung und zur Annahme von lokal und regional vorhandenen Hilfeangeboten, einschließlich Sozialleistungen erhalten.

Die Caritas Remscheid will sich darauf konzentrieren, Fragen nach öffentlichen Leistungen und Hilfesystemen (Qualifizierungs- und Bildungsangeboten) zu beantworten und nach Klärung der konkreten Bedarfe den Weg zu örtlichen Hilfs- und Betreuungsanbietern zu ebnen (z. B. durch Begleitung bei Behördengängen). „Clearing, Bedarfsorientiertes Coaching, Beratung, Sozialräumliche Anbindung“, seien dabei die Einzelschritte, so Dorothee Biehl. Ansprechpartner bei der Caritas sind:

Die Arbeit Remscheid gGmbH ist als Beschäftigungs- und Qualifizierungsträger für zahlreiche Maßnahmen zur Ausbildung- und Arbeitsvermittlung bekannt. Ihre vielfältigen Einrichtungen lassen direkte praktische Beschäftigung, Ausbildung und Qualifizierung zu. Darüber hinaus bietet sie Familien und Alleinstehenden mit geringem Einkommen in ihrem Kaufhaus und Möbellager kostengünstig Möbel, Textilien und Kleinwaren an. Und ihr unserem Freizeitpark „Kräwi“ an der Wuppertalsperre steht für Freizeitspaß ohne große Kosten. Das konkrete Angebot im Rahmen von „RS-family UP“ soll im Frühjahr in einem attraktiven Kursangebot zusammengefasst sein und betrifft folgende Bereiche:

  • Gelegenheit zu praktischen Erfahrungen in unterschiedlichen eigenen Gewerken [Alte Stadtgärtnerei, Möbellager, Kaufhaus, Werkstatt, Hauswirtschaft (Kochkurse, Zurechtkommen mit der Haushaltskasse), Verwaltung]
  • Unterstützung bei der Arbeits- bzw. Ausbildungssuche (mit Bewerbungstraining, Lebenslauf schreiben)
  • Hilfe bei der Wohnungsrenovierung
  • Tipps zur Freizeitgestaltung und Austausch in Treffs und Kursen.

Ansprechpartnerin für Familien mit Beratungsbedarf ist Alisa Wießmeier, Tel. RS 9514-747, E-Mail wiessmeier@arbeit-remscheid.de.

Als Kooperationspartner war in der Lenkungsgruppe im Neuen Lindenhof gestern das Remscheider Jobcenter durch Dr. Klaus Kahnert vertreten, den stellvertretenden Geschäftsführer und Bereichsleiter Markt & Integration, sowie Clausia Knorr (Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt). Von Seiten der Caritas nahmen Vorstand Sandra Engelberg, Projektleiterin Dorothee Biehl ((Fachdienstleitung Sozialberatung & berufliche Teilhabe, E-Mail rsfamilyup@caritasverbandremscheid.de) und Andrea Stachelhaus (Fachbereichsleitung Kinder, Jugend und Familie) teil. Die Arbeit Remscheid vertraten deren Geschäftsführer Ralf Barsties und Bettina Regiment (Bereichsleitung Erwachsenenbildung). Für die Stadt Remscheid nahm Sabine Poppe teil, Qualitätsbeauftragte und Netzwerkkoordinatorin im Fachdienst Jugend. Strategische Partner sind das Kompetenzzentrum Frau im Beruf Bergisches Städtedreieck und die Kreishandwerkerschaft Remscheid.

Übrigens: „RS-family UP“ ist eines der 30 Projekte aus dem Kreis von insgesamt 100 Antragstellern, die von Bund und EU gefördert werden. Wie die Remscheider Antragsteller das geschafft haben, bleibt ihr Geheimnis. Der Förderantrag sei aus Gründen des Urheberrechts nichtöffentlich, sagte Sanda Engelberg dem Waterbölles.

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Kommentare

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Lothar Kaiser am :

Man könnte es auch so sagen: Neue Berater ebnen den Weg zu Beratern mit Hilfe öffentlicher Gelder.

Norbert Landen am :

Da werden die Kassen der Caritas wieder klingeln, dank öffentlicher Gelder. Wer kontrolliert hier eigentlich?

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