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November 2010: Der Waterbölles blättert zurück

Im November 2010 eröffnete die Verbraucherzentrale Remscheid ihre neue Beratungsstelle im Hause Alleestraße 32. Wobei zur offiziellen Eröffnung auch das rote Band nicht fehlte.  Oberbürgermeisterin Beate Wilding und die Leiterin der Beratungsstelle, Lydia Schwertner, durchschnitten es gemeinsam.

Kommt ein "Designer Outlet Center" (DOC) an die "Blume"? Das fragten sich die Remscheider im November 2010. „Investoren und Betreiber bekunden Interesse!“, verlautete damals aus dem Rathaus. Oberbürgermeisterin Beate Wilding: „Auf der der Münchener Gewerbeimmobilienmesse EXPO REAL sind die Interessenten an mich herangetreten und haben konkret das Gewerbegebiet Blume in den Fokus ihrer Betrachtungen gestellt. Ich habe die Interessenten über die Vorgeschichte und die aktuelle planungsrechtliche Situation umfassend informiert.“ Ein Investor habe bereits Verhandlungen mit Grundstückseigentümern, aufgenommen. Der Investor habe ihr mitgeteilt, dass die Gespräche erfolgsversprechend verlaufen seien. Das DOC für RS als Chance begreifen wollte die Fraktion der W.i.R. und forderte, Remscheid solle diese einmalige Chance ergreifen und nicht zerreden bzw. politischen Ränkespielen opfern. Doch der allgemein geäußerte Zweckoptimismus verflüchtigte sich schnell wieder.

Der Hastener Verkehrsvereins wurde vor zehn Jahren stickum aufgelöst. Bekannt wurde das im November 2010, erst ein paar Wochen nach der entscheidenden Mitgliederversammlung unter Leitung von Rechtsanwalt Stefan Rösner. Zuvor hatten zwei Schreiben an die Mitglieder mit dieser entscheidenden Frage nur eine recht magere Reaktion ausgelöst. Das hatte  den Vorstand in seinem Entschluss bestärkte, den von gut 50 Jahren gegründeten Verein „einschlafen“ zu lassen. Der hatte seine Hoch-Zeit unter dem Vorsitz des Hastener Unternehmers Richard Bremicker (Edscha) in den 1970-er Jahren.

Das obligatorische rote Band fehlte vor zehn  Jahren auch nicht, als Oberbürgermeisterin Beate Wilding und Schulleiterin Sabine Ernst (Foto links) die neue Mensa der Alexander-von-Humboldt-Realschule an der Grunerstraße der Öffentlichkeit vorstellten.  Sire wurde aus dem „1000-Schulen-Programm Sekundarstufe I“ des Landes NRW finanziert, ausgelegt für 100 bis 150 Schüler/innen und mit Kiosk, Lehrküche, Küche, Essenausgabe und Speiseraum in ehemaligen Unterrichts- und Verwaltungsräumen im Erdgeschoss untergebracht. Herzstück der neuen Mensaküche ist ein innovatives Bezahl- und Bestellsystem  mit Prepaid-Karten. Ist der Chip erst einmal geladen, können Remscheider Schüler ab 48 Stunden im Voraus ihr Essen zu Hause über das Internet oder an einem Terminal in der Schule vorbestellen. Der Vorteil für den Caterer: Er weiß am Vortag genau, wie viele Portionen von welchen Gerichten von ihm am nächsten Tag erwartet werden.

Guerilla-Knitting" macht Remscheid weich, flauschig & bunt. So überschrieb der Waterbölles vor zehn Jahren einen Beitrag der Remscheider Künstlerin Ute Lennartz-Lembeck. Das Projekt war in der Nacht der Kultur 2010 in der Musik- und Kunstschule gestartet worden. Seitdem waren mehrere bunte Strickarbeiten im Remscheider Stadtbild aufgetaucht – an Laternenpfählen, Statuen, Bäumen. ist, wird mit zu Hause oder schnell vor Ort gestrickten Überzügen dekoriert. Ute Lennartz-Lembeck damals: „Den Strickerinnen geht es darum, ihre Stadt ansehnlicher zu machen und die durch männliche Street-Art dominierten Straßen mit weiblich anmutender Kunst zu bereichern.“

„Geprägt von der desolaten Haushaltslage der Stadt wurde auch im Bereich des organisierten Sport nach Lösungsmöglichkeiten gesucht, um die Vereine und die Sportlandschaft trotz der umfangreichen und der zu erwartenden Mehrbelastzungen zukunftsfähig aufzustellen“, schrieb im November 2010 Daniela Hannemann, die Geschäftsführerin des Sportbundes Remscheid. Dessen Vorsitzender Reinhard Ulbrich hatte sich seit April 2007 Jahr darum bemüht, seine „Konzeption zur Optimierung des Remscheider Sportmanagements“, das Modell einer gemeinnützigen GmbH, auf die die städtischen Sportstätten sowie städtisches Personal übergehen sollte, „bei finanzieller Entlastung der Stadt“ in trockene Tücher zu bringen. Im November 2010 wurde mit einer „Erklärung von Verwaltung, Sportbund und Politik“ der Schlussstrich gezogen. Es hieß darin, der Sportbund nehme Abstand von seinem Modell der Sport-GmbH wegen Problemen im öffentlichen Vergaberecht (europaweiten Ausschreibungen). Auch die Idee einer „abgespeckte“ GmbH wurde später nicht weiter verfolgt.

Vor zehn Jahren feierten die Mitglieder der Adolf-Westen-Stiftung und des Goldenberger Turnvereins 1892 e.V. die Wiedereröffnung Turnhalle am Goldenberg, die nach einem Brand grundlegend hatte renoviert werden müssen. Dach, Heizung, Hallenboden und Fenster wurden erneuert. Das kostete rund 185.000 Euro gekostet. Dafür flossen die Mittel aus dem Konjunkturpaket II und zahlreichen Spenden. Das Verhalf der Turnhalle zu neuem Glanz.

Die Kreuzung Hüttenstraße/Königstraße/Uhlandstraße soll einen Kreisverkehr erhalten. Foto: Lothar Kaiser Ohne größere Diskussion nahm der städtische Bauausschuss im November 2010 den neuen Plan der Verwaltung zur Kenntnis, auf der Königstraße an der Einmündung von Hütten- und Uhlandstraße für 6.000 Euro einen Minikreisverkehr (mit überfahrbarer Mittelinsel) und die dortige Ampelanlage (zunächst probeweise) stillzulegen. Im Vorfeld war das Projekt von Leserinnen und Lesern heftig diskutiert worden. Im Bauausschuss meldeten sich dagegen lediglich Befürworter. Elke Rühl (CDU): „Ein Kreisverkehr! Das ich das noch erleben darf!“

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