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BV Süd: "Ein Geschoss weniger sollte es schon sein!"

Auf diesem parkähnlichen Gelände sollen die 41 Wohnungen entstehen. Foto: Lothar KaiserWenn es allein nach der städtischen Bauverwaltung gegangen wäre, stünde auf dem Grundstück am Ahornweg zwischen Sedan- und Föhrenstraße längst ein Neubau. Doch der Besitzer der alten Villa habe davon nichts wissen wollen, plauderte Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein am Mittwoch in der Sitzung der Bezirksvertretung Süd „aus dem Nähkästchen“. Erst die Erben hätten das baumbestandene Gelände nun an einen Architekten verkauft. Der will dort, wie der Waterbölles am 6. Dezember 2007 berichtete, 41 Wohnungen bauen, verteilt auf vier Geschosse (nach der Landesbauordnung) bzw. sechs (nach der Optik, bergwärts gesehen). Und da ist der Dachaufsatz des Aufzuges noch gar nicht berücksichtigt. Das erschien den Mitgliedern der BV Süd denn doch des Guten ein wenig zuviel. Über Sonnenschein hatten sie beim Architekten angefragt, ob er nicht aus städtebaulichen und topografischen Gründen freiwillig auf ein Geschoss verzichten wolle. „Will er nicht“, berichte am Mittwoch der Stadtplaner. „Aber Sie können ja einen entsprechenden Beschluss fassen!“ Was die Kommunalpolitiker denn auch prompt taten. Nahezu einstimmig. Lediglich Margot Halbach (PDP) war gegen eine Reduzierung der Bauplanung um ein Vollgeschoss (weil sich die Investition für den Architekten sonst nicht lohne). Zumindest den hangseitigen Teil des Baukomplexes wird der Architekt nun umplanen müssen.

Die Bezirksvertretung Süd hätte gerne ein Geschoss weniger.

Dass die Bauordnung über die erlaubten Vollgeschosse hinaus ein weiteres, zurückgesetztes „Stapelgeschoss“ zulässt (das in den Planungen der Architekten gerne so lange verschwiegen wird, bis die Anwohner sich vor vollendete Tatsachen gestellt sehen), kritisierten in der BV-Sitzung auf Seiten der CDU Hans Herbert Wilke und Paul Uwe Schabla. Und Dirk Martz von den Grünen wunderte sich, dass auf dem Grundstück bereits Bäume gefällt wurden. Sonnenschein dazu: „Die Baumfäll-Genehmigung von Ende 2007 beruht auf dem rechtsverbindlichen Bebauungsplan!“ Und fuhr auf Nachfrage von Willi Korff (SPD) fort: „Insgesamt können von den 65 Bäumen 37 gefällt werden. Nur die am Rand des Grundstücks bleiben stehen!“ Entweder veranlasse der Bauherr dann selbst die Anpflanzung von Ersatzbäumen, oder er zahle für diesen Zweck an die Stadt 24.000 Euro.

Warum der Architekt in dem Neubau auch eine Sozialstation vorgesehen habe, wollte die BV weiter wissen. Weil es sich bei den geplanten Wohnungen um Betreutes Wohnen handeln werde, antwortete Sonnenschein. Das sei zwar nicht Gegenstand der Bauleitplanung, aber im Rathaus läge inzwischen ein entsprechender Förderantrag vor.

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