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Quarantänemaßnahmen in abgeschwächter Form

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Leider ist im Zusammenhang mit der Covid-19-Erkrankung ein weiterer Todesfall zu beklagen. Ein 80jähriger Remscheider mit einer schweren Vorerkrankung und einer Covid-19-Erkrankung ist verstorben. Laut Gesundheitsamt gibt es aktuell 334 Remscheiderinnen und Remscheider, die an Covid-19 erkrankt sind und sich in angeordneter Quarantäne befinden. Damit gibt es insgesamt 1.435 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. 1.108 Remscheiderinnen und Remscheider gelten als genesen. 23 Menschen sind leider verstorben. Auf dieser Basis meldet das RKI aktuell für Remscheid eine Inzidenzzahl von 200,3 (Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen auf 100.000 Einwohner). 

Zusätzlich gibt es mit heutigem Datum 1.283 Personen, die als Verdachtsfälle unter häuslicher Quarantäne stehen. Die Krankenhäuser vermelden 35 positive Fälle in stationärer Behandlung, darunter zehn intensivpflichtige Behandlungen, Stand 11.11.2020 (Das sind nicht unbedingt Remscheiderinnen und Remscheider.).

Am heutigen Tag stellt das Remscheider Gesundheitsamt seine bisherige Praxis bei der Entscheidung von Quarantänemaßnahmen in Schulen um. Das hat der Remscheider Corona-Krisenstab auf Empfehlung des Fachdienstes Gesundheit entschieden. Tritt in einer Klasse oder einem Kurs eine Neuinfektion auf, werden künftig entgegen der bisherigen Praxis nicht mehr automatisch alle Schülerinnen und Schüler des betroffenen Klassen- oder Kursverbandes in Quarantäne geschickt. Stattdessen erfolgt eine individuelle Risikoermittlung auf der Grundlage der sogenannten AHA-L-Regeln, die möglicherweise nur für einzelne Mitschülerinnen und Mitschüler häusliche Isolation zur Folge hat. Das Remscheider Gesundheitsamt folgt damit den jüngsten „Empfehlungen des RKI zur Kontaktpersonennachverfolgung bei Infektionen mit SARS-CoV-2“ vom 19.10.2020.

Analog der Vorgehensweise bei der regulären Kontaktpersonennachverfolgung wird das Remscheider Gesundheitsamt auch bei COVID-Fällen in Schulen die engen Kontakte individuell ermitteln. Dabei werden die konkreten Umstände in der jeweiligen Klasse berücksichtigt. Wurde ein Sicherheitsabstand zueinander gewahrt? Falls nicht – wurde ein Mund-Nasenschutz getragen? Wurde die Klasse gut gelüftet, auch während des Unterricht? Das heißt, es muss kein erhöhtes Ansteckungsrisiko über das Einatmen von Aerosolen angenommen werden? Und nicht zuletzt: Gab es ausreichend Gelegenheit, sich die Hände zu waschen? Von einer umfassenden Situationsanalyse wird abhängig gemacht, ob nur die Sitznachbarn des erkrankten Schülers beziehungsweise der erkrankten Schülerin in Quarantäne geschickt werden oder die gesamte Klasse häuslich isoliert wird.

Bei den Lehrkräften wird die Risikoermittlung bereits jetzt so gehandhabt. Vermehrt positive Fälle bei dieser Personengruppe sind hieraus nicht resultiert. Die vorgenommenen Reihen-Testungen der Quarantäne-Schülerinnen und Schülern in Remscheid belegen außerdem, dass die in den Schulen durchgeführten Maßnahmen hinreichenden Schutz vor Ansteckung bieten. Die meisten Infektionen erfolgen nach Beobachtung des örtlichen Gesundheitsamtes außerhalb der Schule. Über das veränderte Procedere werden die Schulen aktuell mit einem gesonderten Anschreiben von Schulverwaltung und Gesundheitsamt detailliert informiert.

Neuinfektionen an Remscheider Schulen, auf die Quarantänemaßnahmen folgten: Schulverbund KGS Franziskus, Hauptstandort Lennep, Klasse 3b, 19 betroffene Schülerinnen und Schüler, eine betroffene Lehrkraft.
Rudolf Steiner Schule, Kurs 10 (fünf betroffene Schülerinnen und Schüler), Kurs 11 (sechs betroffene Schülerinnen und Schüler)
Gertrud-Bäumer-Gymnasium, Klasse 7a (vier betroffene Schülerinnen und Schüler), Klasse 8a (zwei betroffene Schülerinnen und Schüler), Klasse 9a (sechs betroffene Schülerinnen und Schüler), Klasse 9c (drei betroffene Schülerinnen und Schüler), außerdem zwei Betreuungskräfte in Quarantäne.

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Kommentare

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Stephan Bonne am :

Ich bin sehr erstaunt, aber auch besorgt über die neuen Quarantäneregelungen in Schulklassen. Bisher hatte ich den Eindruck, dass das Gesundheitsamt bereits an seiner Belastungsgrenze arbeitet, die Nachverfolgung der Kontaktpersonen kaum noch möglich ist. Gestern, am 10.11.2020, bekam eine Klasse in unserer Schule Bescheid, dass sie bis zum 12.11.2020 (!) in Quarantäne sei – seit dem 29.10.20. Das soll kein Vorwurf an das Gesundheitsamt sein, deren Mitarbeiter sicherlich ihr Bestes geben. Wie bitte aber soll eine Einzelfallnachverfolgung möglich sein, wenn es nicht einmal gelingt, ganze Klassen rechtzeitig über die angeordnete Quarantäne zu informieren. Ein solches Vorgehen halte ich für unverantwortlich. Darüber hinaus scheint mir die angesprochene Empfehlung des RKI in eine andere Richtung zu gehen: Kontaktpersonen der Kategorie I sind laut RKI auch „Personen in relativ beengter Raumsituation oder schwer zu überblickender Kontaktsituation mit dem bestätigten COVID-19-Fall (z.B. Schulklassen, Gruppenveranstaltungen), unabhängig von der individuellen Risikoermittlung (A, B)“ Für diese Gruppen gilt: „War der Kontakt in relativ beengter Raumsituation oder gab es eine schwer zu überblickenden Kontaktsituation, kann eine Quarantäneanordnung für alle Personen unabhängig von der individuellen Risikoermittlung sinnvoll sein (z.B. Schulklassen oder Gruppenveranstaltungen)“ Solange Lehrer im Klassenraum sind, mag die Kontaktsituation noch halbwegs nachvollziehbar sein. Meine Erfahrung ist jedoch, dass die Schüler in den Pausen oder bei Lehrerwechsel nicht brav auf ihren Plätzen sitzen bleiben und leider auch nicht pflichtbewusst ihren Mund-Nasen-Schutz tragen. Ich persönlich bin skeptisch, ob eine Abschwächung der Quarantäneregeln an Schulen bei steigenden Infektionszahlen eine gute Idee ist. Sollte derzeit nicht gerade eher der umgekehrte Weg gegangen werden, bis wir das Infektionsgeschehen wieder im Griff haben? Und noch etwas gebe ich zu bedenken: Die Beschulung einer ganzen Klasse auf Distanz ist deutlich sinnvoller und effektiver für die Betroffenen als eine Beschulung von wenigen in Quarantäne befindlichen Schülerinnen und Schülern. Wir Lehrer sind z.T. jetzt schon an unseren Belastungsgrenzen, durch solche Aktionen steigt die Belastung um ein Vielfaches, wenn wir nicht die in Quarantäne befindlichen Schülerinnen und Schüler abhängen wollen. Meine Tochter hat mittlerweile ihr zweite Quarantänephase beendet. Die erste mit der ganzen Jahrgangsstufe empfanden wir als deutlich entspannter (was die schulischen Aufgaben anging) als die zweite, in der sie vieles selbstständig nachholen musste, was ihre Mitschüler im Unterricht gelernt hatten. Quarantäne ist nicht schön und ich verstehe auch die gute Absicht, die hinter dieser Entscheidung steht, die Quarantänemaßnahmen abuzschwäcen. Ich empfinde sie aber weder als sinnvoll noch als durchführbar.

Chronist am :

Die aktuelle Inzidenzzahl von heute: 194,9. Weitere von Corona betroffenen Schulen mit Quarantänemaßnahmen seit gestern: Berufskolleg Technik, AW81 (5 Schülerinnen und Schüler), AZ01 (6 Schülerinnen und Schüler) –– BK Wirtschaft, IN19b (zwei Schülerinnen und Schüler betroffen) –– GGS Dörpfeld, Standort Struck, Klasse 4 e (24 Schülerinnen und Schüler betroffen) –– GGS Dörpfeld, Klasse 4 b (28 Schülerinnen und Schüler betroffen) –– Sophie-Scholl-Gesamtschule, Klasse 6a (6 Schülerinnen und Schüler betroffen –– Albert-Einstein-Schule, Klasse 8 e –– Familienzentrum St. Bonaventura gesamt –– Gertrud-Bäumer-Gymnasium –– Klasse 8b (fünf Schülerinnen und Schüler) –– Grundschule Goldenberg, Klasse 1 c/OGS-Gruppe (30 Schülerinnen und Schüler) und eine OGS-Mitarbeiterin.

Jochen Wingsch am :

Ich stimme dem Kommentar von Stephan Bonne voll und ganz zu. Er hat aus Sicht eines Lehrers den richtigen Blick für die Lage, was ich in der Politik derzeit nicht erkennen kann.

Klaus Konkel am :

Zu den Beobachtungen des Gesundheitsamtes möchte ich folgendes beitragen. Während der ersten Welle und dem darauf folgenden Stillstand im Land, mußte ich zum Einkaufen und für alles andere mit dem Bus fahren. Eine Schutz-Maske zu tragen fiel mir nicht schwer, auch wenn es nicht angenehm ist und seinerzeit der Mundschutz als "kleines Hilfsmittel, das einzige womit wir uns ein wenig schützen können" für die Öffentlichkeit bekannt gemacht wurde. Die Busfahrten waren ein Erlebnis, da meist höchstens 1- 10 Personen auf der Linie unterwegs waren und man hat sich ohne weiteres so verteilt, wie es sein sollte. Einmal mußte ich nach Wermelskirchen. Hin und Rückfahrt als einziger Fahrgast war dann schon einmalig für mich. Als die ersten Lockerungen für den Sommer gestattet wurden, mehrten sich die Fahrgäste und Anfangs ging es einigermaßen, aber es gab schon die ersten Ignorierenden. Ich habe mir dann, weil ich etwas Abseits wohne, ein Auto zugelegt, da mir das Busfahren als "Versammlungsort" dann doch zu eng und gefählich wurde. Da ich auch beruflich einige Zeit mit Kindern u. Schülern zu tun hatte (Spielmobil AGOT, Heinrich Neumann Schule, Kräwi) ist mir durchaus bekannt, was in Schulbussen alles so los ist. Es ist eng, laut - eben jugendlich. Bei allen sinnvollen Vorgaben für die Schulen, sind die Verkehrsmittel m.M. nach das große Problem, um das mit immer weiterführenden Maßnahmen an den Schulen selbst gelöst werden soll. Heute hörte ich in den Nachrichten (WDR4), das manche Schüler eine Stunde später zur Schule sollen, um eben das für Jugendliche Schüler natürliche Gedränge und Gedängel in den Schulbuslinien zu verringern. Allein aus diesem Grund kann ich nachvollziehen, daß manche die Welt nicht mehr verstehen können.

Chronist am :

Die aktuelle Inzidenzzahl von heute: 207,5. Hier in Kurzform weitere von Corona betroffene Schulen, für die seit heute Quarantänemaßnahmen gelten: Alexander-von-Humboldt-Realschule, Klasse 7b, fünf Schülerinnen und Schüler –– Alexander-von-Humboldt-Realschule, Kurs 10e und weitere Kurse, 25 Schülerinnen und Schüler –– Berufskolleg Wirtschaft, Kurs DHH 20B, betroffen sind 19 Schülerinnen und Schüler.

Stadt Remscheid am :

Die aktuelle Inzidenzzahl von heute: 220,9. Die Klasse VU1 der Hilda-Heinemann-Schule ist mit insgesamt 15 Personen neu von Quarantänemaßnahmen betroffen.

Stadt Remscheid am :

Die aktuelle Inzidenzzahl von heute: 216,5. Die Klasse 6b der Albert-Schweitzer-Realschule und ein klassenübergreifender Religionskurs sind mit insgesamt elf Schülerinnen und Schülern neu von Quarantänemaßnahmen betroffen.

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