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Temporäre Fahrradwege für die ganze Stadt

Offener Brief an alle Bezirksvertretungen und Ausschüsse der Stadtverwaltung Remscheid

von Friedhelm Reska, Dipl.-Ing. und Architekt

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren in den politischen und verwaltungstechnischen Ebenen der Stadt Remscheid,
nachdem nun das DOC auf die „lange Bank“ durch gerichtlichen Beschluss geschoben wurde, erlaube ich mir, hier mit einer machbaren Idee an Sie heranzutreten mit der Bitte um Ihre Prüfung und Umsetzung innerhalb Ihres jeweiligen Entscheidungs- und Planungsbereiches.

In den letzten vier bis fünf Jahren wurden rund um Lennep enorme Investitionen für Erschließungsstraßen des geplanten DOC getätigt ohne Berücksichtigung von Angebotsflächen (Fahrradwege) für den „schwächeren“ Verkehrsteilnehmer, den Fahrradfahrer! Bitte befahren Sie einmal die neu angelegten Verkehrsflächen rund um den „alten Siedlungs-Stadtbereich“ Lennep mit dem Fahrrad oder gehen Sie diese Bereiche einmal zu Fuß ab mit dem Augenmerk der Zuordnung der versiegelten Verkehrsflächen. Wiederum wurde hier eine Verkehrsplanung getätigt für eine autogerechte Stadt! Die Zeichen der Zeit wurden sträflich missachtet.

Fahrradwegplanung ist mehr als das Anlegen von einer Trasse von A nach B (Bahntrasse). Hier erinnere ich an den schweren Kampf der Planung für den Fahrradweg in der Wilhelmstraße und Schützenstraße in der Innenstadt auf dem Kopf von Remscheid vor ca. 20 Jahren. Damals hatten sich die Befürworter der BV 1 noch den Argumenten der Widersacher zu erwehren: „ In Remscheid sind doch alle Straßen zu steil, um Fahrrad fahren zu können.“ Der Fahrradweg wurde dann aber beschlossen und gebaut, da auf dem Kopf von Remscheid die Steigungen moderat sind.

Neues Bewusstsein, einhergehend mit neuer Fahrradtechnik erfordert, nein zwingt nun wirklich alle Verantwortlichen zu neuem Handeln in der Verkehrspolitik! Remscheid ist nun in der Lage, die Zeit nicht nur mit Abwarten auf höhere Gerichtsurteile mit ungewissem Ausgang zu nutzen und politisch tätig zu werden mit kleinem „Hoffnungsschimmer“ für die Zukunft einer Neuausrichtung von Stadtplanung.(Übrigens werden von Land und Bund zusätzliche Fördermittel für „Pop-up-Bikelanes, also „temporäre Fahrradwege“ in Aussicht gestellt.)

Neben diesen und aus diesen neuen Planungen bestehen Möglichkeiten zur Entwicklung zukunftsweisender Alternativen von Stadtentwicklung unkonventioneller Art und Weise mit experimentellem Motivationsschub. Hierzu bedarf es intensiver Beteiligung der Bürger einer Stadt auf allen Ebenen.(Investoren alleine sind für die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder kein Maßstab! – siehe die „Investitionsleichen“ links und rechts der Alleestraße.) Gerade unsere wunderschöne „Altstadt“ Lennep bietet in unmittelbarem Umfeld ein größeres Potential an nachhaltiger Entwicklung als neue „Verkaufscontainer mit Hausfassade“ für Massenprodukte aus Übersee!

In diesen Zeiten, auch mit Corona oder insbesondere unter der Corona-Plage, sollten wir einer möglichen Aufbruchstimmung eine Chance geben. Gerichtsbedingt liegen die erbrachten Planungen bis zur Baugenehmigung des DOC still. Aber kein Richter der Welt kann es uns verbieten, neue Wege zu denken! Ein sehr geschätzter und verehrter Professor in meinem Studium hat sein Vorträge oft mit dem Schlusssatz enden lassen: „Planung ist die ständige Bereitschaft zur Verbesserung und Neuausrichtung von Planungen nach neuen Erkenntnissen.“ (Zitat aus dem Gedächtnis – Prof. Karl Ganser, Geschäftsführer IBA Emscher-Park)

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Kommentare

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Heinz Wäscher am :

Vielleicht hatten die Straßenplanenden ja auch eher fahrerlaubnisfreie und zumeist einspurige (Elektro-)KFZ als zusätzliches Verkehrsmittel im Sinn, als bedeutende Verkehrsknotenpunkte in Lennep neu realisiert wurden? Diese KFZ mit Versicherungskennzeichen am Heck müssen in der Regel die Fahrbahn einer Straße zum Fahren benutzen und profitieren somit nicht von einem Ausbau der jeweiligen Radverkehrsinfrastruktur.

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