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Zwei Wochen Probefahrten mit einem Elektrobus

Presseinformation der Stadtwerke Remscheid

Seit zwei Jahren setzen wir im Verkehrsbetrieb bei der Beschaffung neuer Busse auf die moderne Mild-Hybrid-Technologie. „Die Umstellung auf alternative Antriebe wie Elektromobilität oder Wasserstoff ist in den nächsten Jahren eines der zentralen Zukunftsthemen unseres Verkehrsbetriebes.“, so Prof. Dr. Hoffmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Remscheid GmbH. Ein 1:1-Tausch von konventionellen Bussen mit Verbrennungsmotor gegen Busse mit alternativen Antriebstechniken ist nicht ohne weiteres möglich. Bei der Umstellung auf Elektromobilität müssen verschiedene Aspekte, wie z.B. der Energieverbrauch und die daraus resultierende Reichweite detailliert unter die Lupe genommen werden – gerade in Bezug auf die Topografie Remscheids und Umgebung. Ebenfalls spielt die Energieversorgung der Busse und die damit verbundene Umrüstung der Werkstatt und die Weiterbildung der Mitarbeiter eine entscheidende Rolle.

„Mit dem zweiwöchigen Testbetrieb des Elektrobusses wollen wir u.a. Erkenntnisse sammeln, welche unserer Linien in Remscheid für Elektro-busse gut geeignet sind und welche eher nicht. „Der lokal emissionslose und nahezu geräuschlose Bus wird u.a. auf den Linien 655, 664, 669 und 240 zum Einsatz kommen.“, so Peter A. Seitz, Bereichsleiter für Werkstatt und innovative Fahrzeugtechnik der SR. Mit dem eCitaro der Firma Mercedes-Benz geht kein Prototyp bei der SR in den Testlauf, sondern ein vollständig ausgereifter E-Bus. Der voll-elektrisch angetrieben Bus hat bis zum Serienstart eine umfassende Erprobung absolviert. Er wurde vom Hersteller bei Temperaturen von unter minus 15 Grad Celsius am Polarkreis und bei mehr als 30 Grad Celsius in der Sommerhitze Spaniens getestet. Zu den Wintertests gehören auch Fahrtests auf glatter Fahrbahn zur Überprüfung von Fahrdynamikregelsystemen. Sommertests absolvierte der Bus im herausfordernden Stadtverkehr und bei steilen Auf- und Abfahrten in der Sierra Nevada. Für den zweiwöchigen Einsatz in Remscheid ist er somit bestens prädestiniert.

Der eCitaro ist mit umfangreichen Schutzsystemen ausgestattet, die im Stadtverkehr notwendig sind, um andere Verkehrsteilnehmer zu schützen. So verfügt er beispielsweise über das „Acustic Vehicle Alerting System“, einen Soundgenerator, der bei Geschwindigkeiten von bis zu 30 Stundenkilometern eine künstliche Geräuschkulisse erzeugt. Dieses System verbessert die Wahrnehmung des leisen vollelektrischen eCitaro und schützt damit Fußgänger und Radfahrer.

Der Solobus soll eine Reichweite von bis zu 200 Kilometern haben. Er besitzt 10 Hochvolt-Batterien-Baugruppen, mit einen Energieinhalt von 24 kWh pro Hochvolt-Batterie-Baugruppe, die sich auf dem Dach befinden. In der zweiwöchigen Testphase wird der E-Bus ausschließlich auf dem Betriebshof über ein mobiles Ladegerät geladen.

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