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Das Remscheider Rathaus gestern Abend in Orange

Ein Tag in Orange, oder: Gewalt ist nie privat“, überschrieb der Waterbölles am 21. November die Pressemitteilung, in  der Stadt Remscheid den diesjährigen Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen ankündigte.  Er fand gestern statt. Und dazu gehörte erstmalig auch die Kampagne des Zonta-Clubs Wuppertal „Orange the World“, an der sich die Stadt Remscheid beteiligte, indem sie das Remscheider Rathaus in orangenes Licht tauchten ließ, um auf die weltweit bestehenden Gewalttaten und Einschränkungen der Freiheiten von Frauen aufmerksam zu machen. (Foto: Hans Georg Müller)

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SPD Remsheid am :

Die Remscheider SPD und die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) fordern die konsequente Umsetzung der Istanbul-Konvention gegen Gewalt gegen Frauen in Remscheid. „Frauen werden leider überdurchschnittlich oft Opfer aller Arten von Gewalt. So wird jeden dritten Tag eine Frau in Deutschland von ihrem aktuellen oder ehemaligen Partner getötet.“ so die stv. Vorsitzende der Remscheider SPD, Dr. Stefanie Bluth. „Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass 35 Prozent aller Frauen in ihrem Leben mindestens einmal körperliche oder sexuelle Gewalt erlebt haben. Statistisch gesehen sind das in Deutschland mehr als 13 Millionen Frauen. Es wird befürchtet, dass durch die Kontaktbeschränkungen in der Corona-Pandemie häusliche Gewalt noch zugenommen hat. Frauen mit Behinderungen sind doppelt so häufig betroffen wie Frauen ohne Behinderung. Und: Gewalt kommt in allen gesellschaftlichen Schichten vor.“, sagt Sabine Krause-Janotta, stv. Vorsitzende der Remscheider AsF und Sprecherin der SPD-Fraktion im Ausschuss für Gleichstellung, Vielfalt und Antidiskriminierung. „Der Lockdown nimmt vielen betroffenen Frauen die letzten geschützten Räume und Fluchtmöglichkeiten vor den Tätern, mit denen sie oft zusammen eingesperrt sind. Es ist gut, dass es Hilfsstrukturen gibt.“ gibt Dela Kirchner, Vorstandsmitglied der SPD Remscheid und stv. Vorsitzende im Ortsverein Lennep, zu bedenken. „Ebenso wichtig ist es allerdings, dass wir als Gesellschaft die Augen vor häuslicher und sexueller Gewalt nicht verschließen und darüber sprechen.“ „Der Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, welcher seit 1981 von Menschenrechtsorganisationen wie „Terre des Femmes“ organisiert wird, lenkt die Aufmerksamkeit auf ein Thema, welches auch in unserer Gesellschaft vielfach noch tabuisiert ist.“, sagt die Vorsitzende der Remscheider SPD, Christine Krupp. Die Remscheider SPD hat sich für die laufende Wahlperiode des Remscheider Rates die konsequente Umsetzung der Istanbul-Konvention des Europarates auf die Fahne geschrieben, welche die Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt zum Ziel hat. „Wir haben dieses Thema bewusst ins Kommunalwahlprogramm der Remscheider SPD eingebracht. Es reicht nicht, einmal im Jahr Flagge gegen Gewalt zu zeigen – wir wollen an allen 365 Tagen im Jahr gegen Gewalt gegen Frauen kämpfen!“ so die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen in Remscheid, Dr. Gerhilt Dietrich. In ihrem Kommunalwahlprogramm spricht sich die Remscheider SPD u.a. für eine präventive Aufklärungspolitik aus, wenn es um das Thema Gewalt gegen Mädchen und Frauen geht. Hierunter sind zum Beispiel die Ausweitung des Beratungsangebots an Kindergärten und Schulen, bessere Präventionsarbeit, mehr Schutzräume und Therapieplätze für Betroffene angedacht. An Schulen sollen regelmäßig Selbstbehauptungskurse für Mädchen angeboten werden und Beratungsstellen für die Opfer von Gewalt in ihrer Arbeit unterstützt werden. Zu Beginn der Wahlperiode des neuen Rates wurde auf Anregung der SPD der Ausschuss für Gleichstellung, Vielfalt und Antidiskriminierung gebildet. „Wir möchten, dass er zum Forum für Gleichstellung, Frauenförderung und Bekämpfung von Diskriminierungen wird.“, so Christine Krupp, die dem Ausschuss vorstehen wird.

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