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"Ein abwegiger und total überzogener Vorwurf!"

von Peter Maar

Fast 600 Tote an nur einem Tag; 20.000 Todesfälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie; 124.000 neue Fälle in Deutschland in nur einer Woche; schwere Corona-Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen, Intensivstationen am Rande der Belastung; Gaststätten und Hotels seit Wochen geschlossen; Schulen und Kindertageseinrichtungen immer wieder von Schließungen betroffen und Einschränkungen ausgesetzt; Hunderttausende in Kurzarbeit oder von Arbeitslosigkeit bedroht; die Bundeskanzlerin fleht förmlich um schärfere und wirksamere Maßnahmen; usw., usw. Das ist die Corona-Situation in Deutschland.

In Remscheid ist der eingesetzte Krisenstab seit Monaten mit großem Engagement damit befasst, diese Krise, die alle Lebensbereiche betrifft, auf lokaler Ebene im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger zu managen. Das Gemeinwohl muss dabei das Handeln prägen, Einzelinteressen müssen zurückstehen. Schnelles Handeln ist erforderlich.

Und vor dem Hintergrund dieser riesigen Herausforderung geht der Stadtsportbund her und wirft der Stadt ein "miserables Krisenmanagement" vor (Waterbölles: Siehe „Sportbund kritisiert ‚miserables Krisenmanagement‘“). Und warum? Weil man auf der Grundlage der vom Land vorgegebenen Anforderungsmerkmale es doch tatsächlich gewagt hat, für das einzurichtende Impfzentrum eine städtische Sporthalle auszuwählen! Und das auch noch, ohne vorher die Interessenvertreter des Sports zu fragen.

Wo findet hier eigentlich seitens der Sportvertreter ein Abwägungsprozess statt, bevor man die Keule herausholt? Was ist denn hier eigentlich mit absolutem Vorrang zu betrachten? Die Bewältigung einer Jahrhundertkrise, um weitere Tausende Tote zu verhindern, oder der vorübergehende Verzicht auf Hüpfen, Springen, Laufen in einer Sporthalle?

Es war schon ein Fehler seitens der Stadt, die Entscheidung für den besseren Standort Hackenberg aufzugeben. Und das im Wesentlichen nur wegen einer Sportart, von der große Teile der Bevölkerung noch nie etwas gehört haben geschweige denn sich dafür interessieren. Vorrang für Einzelinteressen!

Den Dank für dieses Entgegenkommen können jetzt die Verantwortlichen erfahren. Der Dank besteht aus einem aus  egoistischen Interessen geleiteten abwegigen und total überzogenen Vorwurf. Ich kenne Einige der hier kritisierten Sportfunktionäre sehr gut und schätze diese auch. Aber hier, liebe Freunde, liegt Ihr mit Eurem Verhalten total daneben.

Waterbölles: Sehr geehrter Herr Maar, danke für Ihren Kommentar. Meine Einleitung von gestern auf der Facebook-Seite von Waterbölles zur Pressemitteilung des Sportbundes („Klingt da auch eine Portion Selbstüberschätzung durch??“) war zu kurz gegriffen. Das hat mir Ihr Kommentar klar gemacht; er ist deutlicher, richtig und notwendig. Bleibt die Frage, ob der Vorstand des Sportbundes, wie der Text seiner Pressemitteilung feststellt, tatsächlich komplett dahinter steht. Dann sollte der Vorstand auch komplett zurücktreten und den Weg freimachen zu einem gesünderen, unverkrampfteren Verhältnis zwischen Sportbund und Stadt Remscheid. Das würde allen Beteiligten nur dienlich sein! Nach so vielen nervigen Jahren!

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Kommentare

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Horst Kläuser am :

100%ige Zustimmung zu Peter Maar und Lothar Kaiser. Was sich hier und auf vielen anderen Gebieten zeigt (am schlimmsten die sogen "Querdenker", die für mich allerdings nicht satisfaktionsfähig sind), ist die Diktatur der Ich-linge: meine Wünsche, mein Vorteil, mein Komfort, meine Gruppe, mein Befinden, meine Meinung. Es wäre schon in normalen Zeiten fies und im Wortsinne asozial - zu Zeiten einer Pandemie ist es nur noch egoistisch und zum Teil lebensgefährlich.

Michael Kiefer am :

Ein sehr guter und zutreffender Kommentar, Herr Kläuser! Dem ist nichts hinzuzufügen.

Brigitte Dörpinghaus am :

Sehr schade, dass ausgerechnet seitens des Sports von einem miserablen Krisenmanagement gesprochen wird - in einer Zeit des unglaublichen Engagements aller Verantwortlichen. Sport hat immer eine soziale Komponente bzw. sollte sie zumindest haben, wie man hier sehen kann. Auch Sport trägt Verantwortung für die Mitmenschen. Mag sein, dass man die Verantwortlichen hätte anrufen können, um ihnen zu sagen, dass man sich etwas mehr Information im Vorfeld gewünscht hätte. Aber welch ein Bild gibt der Sport jetzt hier ab! Zumal jedem ersichtlich wird, dass es um persönliche Befindlichkeiten geht. Jeder weiß, dass Sport wichtig ist und in dieser Zeit viel zu kurz kommt. Aber auch in vielen anderen Bereichen kommt vieles viel zu kurz, und viele Menschen müssen auf vieles verzichten. Schade, hier hätte sich eine gute Gelegenheit ergeben, Mitverantwortung zu tragen und ein Vorbild zu sein.

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