Skip to content

Impfzentrum: "Ein echter Kraftakt, aber: Auftrag erfüllt!“

Am vergangenen Dienstag – einen Tag, nachdem die Mitglieder des städtischen Corona-Krisenstabes und die lokale Presse lediglich die von einem Messerbauer aufgestellten Trennwände hatten besichtigen können – bekam das neue Impfzentrum in der Sporthalle West auch das notwendige Mobiliar. „Es war ein echter Kraftakt, aber: Auftrag erfüllt!“, stellt die Stadt Remscheid auf ihrer Facebook-Seite fest und veröffentlicht Fotos ihres Mitarbeiters Sascha Ploch. „Durch die koordinierte und sehr gute Zusammenarbeit aller beteiligten Ämter war dies alles möglich. Daher ein ganz großer Dank an die Feuerwehr Remscheid, das Remscheider Sportamt, das städtische Gebäudemanagement, die IT-Abteilung der Stadt, die Kassenärztliche Vereinigung und zahlreiche Remscheider Firmen. Wenn es dann soweit ist, kann der lange ersehnte Impfstoff in Empfang genommen werden!“

Und das erscheint inzwischen absehbar. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet gestern in einer Pressemitteilung: „Nordrhein-Westfalen ist bereit für den Impfstoff. Sollte die Europäische Arzneimittelbehörde den Impfstoff von Biontech in den kommenden Tagen freigeben, kann in Nordrhein-Westfalen noch in diesem Jahr mit der Verimpfung begonnen werden.“ Alle 53 Impfzentren in Nordrhein-Westfalen seien seit Dienstag einsatzbereit, stellt Laschet fest. „Die Kreise und Kommunen, die Kassenärztlichen Vereinigungen und Ärztekammern haben gemeinsam mit uns als Landesregierung innerhalb weniger Wochen eine beeindruckende landesweite Impf-Infrastruktur aufgebaut, die in dieser Form und in der kurzen Zeit nur im engen Schulterschluss möglich war. Für diese enorme Kraftanstrengung und Leistung jedes Einzelnen danke ich allen Beteiligten. Gemeinsam sorgen wir so dafür, dass die Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen schnellstens und unter den besten Bedingungen geimpft werden können.“

Die in Nordrhein-Westfalen aufgebauten Impfstrukturen bestehen aus einem Dreiklang: Impfzentren, mobilen Teams und der eigenständigen Impfung des Krankenhauspersonals. Das werde etwa 90.000 Impfungen pro Tag ermöglichen, davon etwa 60.000 Impfungen in den Impfzentren. Es ist geplant, die Impfstellen an sieben Tagen pro Woche von 8 bis 20 Uhr zu öffnen. In der Startphase könne es allerdings, in Abhängigkeit des zur Verfügung stehenden Impfstoffs, auch abweichende Öffnungszeiten geben.

Der aktuelle Entwurf der Impfverordnung sieht vor, dass zunächst folgende Personengruppen Priorität bei den Impfungen haben:

  • Personen ab 80 Jahren,
  • Personen, die in Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer, geistig behinderter oder pflegebedürftiger Menschen betreut werden oder dort tätig sind,
  • Beschäftigte ambulanter Pflegedienste sowie ausgewiesener medizinischer Bereiche (bspw. Intensivstationen, Notaufnahmen, Rettungsdienste, Transplantationsmedizin).

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Stadt Remscheid am :

Die Zulassung des Impfstoffes der Firma Biontech durch die Europäische Arzneimittelagentur gilt als sicher, genauso wie der Impfstart nach den Weihnachtsfeiertagen ab dem 27. Dezember. Die ersten Remscheider Alten- und Pflegeinrichtungen wurden deswegen von der kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein dazu aufgefordert, alle erforderlichen Vorbereitungen zum Impfstart innerhalb der Einrichtung zu treffen. Denn mit der Impfung der vulnerablem Gruppen in Pflegeeinrichtungen werden diese zu eigenen kleinen Impfzentren mit allen Qualitätsmerkmalen, die hierfür erforderlich sind. So legen auch sie kleine Impfstraßen an und halten Aufenthaltsflächen für die Zeit nach der Verimpfung vor. Weil der Impfstoff auf direktem Wege – und nicht über das Impfzentrum in der Halle West – von zentraler Stelle an sie ausgeliefert wird, müssen auch sie beispielsweise einen Vorbereitungsraum für die Aufbereitung des Impfstoffes vorhalten. Geimpft wird durch mobile Impfteams wahlweise im Zeitraum 27. bis 31. Dezember (Hinweis: Aus Sicherheitsgründen werden die Einrichtungsnamen nicht öffentlich gemacht.). Der medizinische Leiter des Impfzentrums, Dr. Kohlmeyer, wird aus persönlichen Gründen diese Aufgabe nicht übernehmen können. An seine Stelle tritt die Remscheider Ärztin Andrea Saniter, die sich heute dem Krisenstab vorgestellt hat.

Wieland Gühne am :

Schön, das es nun los geht. Folgende Frage treibt mich um. Heimbewohner und deren Pflegepersonal haben vorrang. OK. Wie sieht es in der Praxis aus, wenn sich Teile der Bewohner bzw. des Personals nicht impfen lassen. Werden im Tagesablauf unterschiede gemacht? Wird ein Teil weiter getestet (Datenschutz)?

Heinz Wäscher am :

Ob es wohl über kurz oder lang überall darauf hinauslaufen wird, geimpfte und nichtgeimpfte Menschen unterschiedlich zu behandeln?

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!