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Familienbüro pro & contra: Einer für alle oder alle gemeinsam?

Der Antrag der CDU von November 2007 auf Einrichtung eines Kinder- und Familienbüros durchläuft derzeit alle Ausschüsse des Rates. In einigen wird er kommentarlos durchgewinkt. Heute zum Beispiel in der Bezirksvertretung Lennep. Erstmals inhaltlich diskutiert wurde er gestern im Sozialausschuss. Dabei machte Ottmar Gebhard (CDU) klar, dass seine Fraktion davon ausgeht, dass es der Verwaltung gelingt, die neue „Koordinationsstelle“ kostenneutral einzurichten. Er sei sicher, das Sozialdezernat werde „an die Dinge mit hoher Kreativität und viel Teamgeist herangehen“. Nur dieses eine Dezernat in der Stadtverwaltung? Lothar Sill (SPD) widersprach: „Das ist eine Querschnittsaufgabe“. Nicht zuletzt wegen der weiterhin bestehenden großen Familien- und Kinderarmut. Sill: „Eine neue Stelle mag ja chic sein. Aber erst mal sollten wir an das Thema inhaltlich herangehen!“

 Sozialdezernent Burkhard Mast-Weisz hatte ähnliche Einwände. Auch er warnte vor einer „Fokussierung auf ein einziges Dezernat“, vielmehr seien auch Ordnungs- und Baubehörde tangiert. Und angesichts der vom Rat der Stadt beschlossenen umfangreichen Sparmaßnahmen könne seiner Meinung nach nicht eine neue Stelle im Vordergrund stehen, sondern „die Qualität der Aufgabenwahrnehmung“.

Lothar Sill gab zu bedenken, „eine Aufgabenbündelung bedeutet nicht automatisch, dass alles besser wird. Denkbar wäre auch eine dezentrale Erledigung der Aufgaben in den Stadtteilen!“ Mast-Weisz dazu: „Zentral steuern, dezentral arbeiten!“ Das war das Stichwort für die Sachkundige Bürgerin Ursula Durach (FDP): „Das ist das Subsidiaritätsprinzip. Das kommt doch aus der Katholischen Soziallehre. Nicht wahr, Herr Gebhard?“

Beschlossen ist das Familienbüro noch lange nicht. Das letzte Wort hat der Rat der Stadt.

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Kommentare

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Chronist am :

In kürzerer Form wure gestern im Migrationsausschuss die Diskussion wiederholt, die der Sozialausschuss zum "Familienbüro" geführt hatte. Thea Jüttner (CDU) sah es als notwendig an, die vielfältigen Initiativen der einzelnen städtischen Fachabteilungen zu koordinieren. Sozialdezernent B. Mast-Weisz widerholte seinen Standpunkt, "nicht nur die üblichen Verdächtigen" müssten sich mit Familienfreundlichkeit beschäftigen.

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