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Knapp 37 Prozent der Impfdosen galten Pflegekräften

Impfmüdes Pflegepersonal auch in Remscheid?“, fragte der Waterbölles gestern um 11:29 Uhr, nachdem er bei der Pressestelle der Stadt Remscheid angefragt hatte, zu wie viel Prozent sich die Mitarbeitenden der Remscheider Altenheime impfen ließen, in denen bisher Impfungen vorgenommen worden sind. Die Antwort von Sabine Räck, der persönlichen Referentin von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, die per E-Mail um 18.38 Uhr einging, war leider nur die eine Hälfte der Wahrheit: „Was wir als Stadt Remscheid bzw. Impfteam Ihnen nennen können, ist der prozentuale Anteil der Impfdosen für Beschäftigte an der Gesamtanzahl der gelieferten Impfdosen, das waren heute 173 von 470 (= 36,81 Prozent). Wenn Sie mit Ihrer Frage den prozentualen Anteil der geimpften Mitarbeitenden an der Gesamtbeschäftigenzahl pro Einrichtung erfahren möchten, können wir diese Angaben leider nicht liefern! (…) Sorry, dass ich Ihnen hier nicht weiterhelfen kann!“

Begründung: Den Impfteams bzw. der Stadt Remscheid sei die tatsächliche Zahl der Mitarbeitenden in den jeweiligen Altenheimen bzw. die daraus resultierende Anzahl der Vollzeitäquivalente (Vollzeitstellen), als Basiswert für eine Vergleichbarkeit nicht bekannt. Auch wüssten die Impfteams nicht, in welchem Beschäftigungsstatus die Impflinge stehen (Vollzeit/Teilzeit). Insofern könnten verlässliche Aussagen über die Impfquote unter den Mitarbeitenden, bezogen auf die Beschäftigtenzahl, nur von den jeweiligen Einrichtungen selber gemacht werden. Sabine Räck: „Insofern denke ich, dass Sie sich mit Ihrer Anfrage am besten auch direkt an die Einrichtungen wenden, in denen bereits geimpft wurde: Alloheim, Haus Clarenbach, Diakoniezentrum Hohenhagen, Haus Herder Straße, Diakoniezentrum Hasten.“

Waterbölles: Die Heime, in denen die Impfwilligkeit des Pflegepersonals augenfällig ist, dürften die gewünschte Prozentzahl vielleicht nennen. Die anderen mit eher impfunwilligen Pflegekräften werden sich auf den Datenschutz berufen. Aber den Versuch war es wert!!

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Kommentare

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Jürgen Koball am :

Nun, bin ich mal gespannt. Ich stelle mir mal die Prioritätenliste wie eine Pyramide vor. Von der Spitze bis zur Mitte - keine Fragen. Aber dann wird es mit den Prioritäten interessant.

Manfred Reiff am :

Werter Herr Kaiser, dachten Sie wirklich, Sie würden von DIESER Stadtverwaltung fundierte und nachvollziehbare Informationen erhalten? Wenn ich mich richtig erinnere, hatten Sie in den zurückliegenden Jahren wiederholt die katastrohale Informationspolitik der Stadt hier kritisiert. Entgegen des ausdrücklichen Versprechens des seinerzeitigen OB-Kandidaten Mast-Weisz nach seiner Wahl eine transparente Informationspolitik zu betreiben, hat sich gegenüber der ebenfalls heftig kritisierten (Nicht-)Informationspolitik der Vorgängerin Wilding rein gar nichts geändert. Nach wie vor wird die Öffentlichkeit mit Nichtigkeiten überschwemmt. Vermutlich um von den eigentlichen Themen abzulenken. Die E-Mail von Frau Räck ist unbefriedigend und verwirrend zugleich. Einerseits spricht sie davon, dass von den 470 gelieferten Impfdosen 173 Pflegekräfte geimpft wurden (auch wenn in der E-Mail von "geliefert" gesprochen wird). Das bedeutet, dass 297 Heimbewohner geimpft wurden. Ausgehend von den angeblich fünf Pflegeeinrichtungen bedeutet das, dass in diesen Einrichtungen MINDESTENS 173 Pflegekräfte beschäftigt sind und MINDESTENS 297 ältere Mitmenschen dort wohnen. Doch selbst diese Zahl kann nicht stimmen, da in dem Artikel "Dritter Corona-Impftag ebenfalls erfolgreich" vom 1. Januar 2021(https://www.waterboelles.de/archives/28869-Dritter-Corona-Impftag-ebenfalls-erfolgreich.html) acht Alten- und Pflegeeinrichtungen genannt werden, die in Räcks E-Mail nicht genannt wurden. Somit müssten es mindestens 13 Einrichtungen sein. Frau Räck hätte mit der Beantwortung bis zum 4. Januar 2021 warten sollen und dann die Zuständigen im Sozialdezernat nach (hoffentlich) vorhandenen, verlässliche(re)n Zahlen befragen sollen. Ich weise darauf hin, dass die Stadtverwaltung seit Jahren zwischen Weihnachten und Neujahr geschlossen ist und wohl Niemand zur Klärung der von Ihnen aufgeworfenen Frage hätte antworten können. Andererseits verweise ich auf § 43 des Wohn- und Teilhabegesetzes NRW. Danach obliegt die Heimaufsicht in NRW den jeweiligen Kommunen (oder Kreisen). Dieses Gesetz stellt hohe Anforderungen an die Heime und an die Heimaufsicht. Ein Beispiel: Nach § 4 Abs. 8 Satz 1 des Gesetzes müssen die in den Einrichtungen Beschäftigten "die erforderliche persönliche und fachliche Eignung für die von ihnen ausgeübte Tätigkeit besitzen". In den gegenwärtigen Corona-Zeiten kommt für das Personal erschwerend die Beachtung der hygienischen Situation hinzu. Ich unterstelle, dass Frau Räck sich vor Verfassen und Absenden ihrer E-Mail an Sie, Herr Kaiser, geprüft hat, dass die von Ihnen erwünschten Informationen TATSÄCHLICH nicht in der Verwaltung verfügbar sind. Das wäre sonst ein bitteres Foul gegenüber der Heimaufsicht, dem eigenen Sozialdezernat. Dabei kommt mir der - zugegeben: böswillige - Verdacht, dass man die hiesigen Einrichtungen bisher möglicherweise gar nicht umfassend und gesetzeskonform prüft. Wie will die Heimaufsicht die im zuvor genannten Beispiel geforderten Qualifikationsmerkmale des Personal überprüfen, wenn nicht einmal bekannt ist, wer in der jeweils überprüften Einrichtung beschäftigt ist? Und wie viele Menschen dort wohnen? Desweiteren: Es ist schon peinlich, wenn von oberster Seite der Verwaltung behauptet wird, man kenne die tatsächliche Zahl der in den jeweiligen Altenheimen beschäftigten Pflegekräfte nicht. Wie will man dann eigentlich die Anzahl der für den Tag benötigten Imfdosen ermitteln? Ich darf daran erinnern, dass der einzige derzeit zugelassene Impfstoff bei minus 70°C zu lagern und zu transportieren ist, da er andernfalls an Wirksamkeit verliere. Lediglich zur Verabreichung ist der Impfstoff zuvor aufzutauen, aber innerhalb von sechs Stunden zu verbrauchen. Alles in allem wieder einmal eine typische Nichtinformation der hiesigen Stadtverwaltung. Beziehungsweise Informationen, die nicht abgefragt wurden.

Jürgen Koball am :

In diesem Zusammenhang, wäre es interessant zu wissen, ob Pflegekräfte von einem externen Dienstleister beschäftigt sind.

Klaus Runge am :

Um mal ein ganz einfaches Informationsbedürfnis vom Erfinder der Vokabel klären zu lassen: Was habe ich unter einem Impfling zu verstehen? Was ein Säugling ist, habe ich in Jahrzehnten gelernt, aber den Impfling hat es noch nicht gegeben. Ich habe nur Impfbereite geimpft und Impfunwillige wieder nach Hause geschickt. Ist ein Impfling ein in einem Schnellkursus ausgebildeter besonders schnell Impfender, der sich bei der Coronabekämpfung besonders auszeichnen möchte? Oder ist das der nicht ganz vertrauensvolle zu Impfende, der von der versuchten Aufklärung durch den Impfling nur Bahnhof versteht? Fragen über Fragen. Oder sind das gar die Impfverweigerer unter den Pflegekräften und weiterem Personal, das einer besonders großen Infektionsgefahr ausgesetzt ist? Wer klärt mich über deren prozentuale Häufigkeit auf ?

Dirk Schaefer am :

Laut Duden ist die Bedeutung von Impfling: ''zu impfende oder gerade geimpfte Person''

Manfred Reiff am :

Zu Herrn Jürgen Koball: Werter Herr Koball! Genau diese Frage ging mir auch durch den Kopf als ich meinen Beitrag schrieb. Das führte mich dazu, so provokativ auf die Heimaufsicht und den damit verbundenen vielfältigen Aufgaben und Pflichten hinzuweisen. Vielleicht hätte ich meine Meinung wesentlich direkter formulieren sollen (selbst auf die Gefahr hin, dass mein Beitrag nicht veröffentlich worden wäre). Wenn in dieser Stadtverwaltung nicht einmal die grundlegenden Informationen aller im Stadtgebiet gelegenen Pflegeeinrichtungen vorhanden sind, ist eine effektive, die darin wohnenen älteren Mitmenschen, beschützende Aufsicht, m.E. nicht möglich. Eine Aufgabe, die in Zeiten von Corona, besonders wichtig ist. Ich möchte an dieser Stelle die Einrichtungen ausdrücklich in Schutz nehmen und ihnen nicht unterschwellig gesetzliche Verfehlungen unterstellen!!! Aber wie sagt der Volksmund: "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!". Denn überall gibt es neben den vielen "weißen" Schafen leider auch "schwarze" Schafe! Da Sie diesen Punkt angesprochen haben, so möchte ich dazu ergänzen, dass wir schon seit gut einem Jahr immer wieder Beiträge in den Medien finden, worin Pflegeeinrichtungen und auch Krankenhäuser (als Folge einer Einigung nach dem Streik des dortigen Pflegepersonals) klagen, dass sie kaum oder kein neues Pflegepersonal rekrutieren können, weil der Markt "so gut wie leergefegt" sei. Oder es liegt einfach nur an der geringen Entlohnung? Bei dem Arbeitsdruck, den die Pflegenden ausgesetzt sind, der sich durch die Corona-Pandemie sogar noch erheblich erhöht hat, kann ich Jeden verstehen, der dort nicht neu einsteigen möchte und sein Glück in einem hoffentlich besser bezahlten Job versuchen will. Die von Politikern, die sich gerne großzügig mit Steuergeldern versorgen, "gnadenhalber" gewährte Prämie ist eine Farce angesichts ihres Arbeitseinsatzes. Die schwierigen Umstände in denen sich die Einrichtungen befinden, könnte womöglich den einen oder anderen Verantwortlichen dazu verleiten, externe Dienstleister zu wahrscheinlich günstigeren Preisen anzuheuern. "Doch da wo Licht ist, ist auch Schatten!"... Zu Herrn Klaus Runge: Seit Jahren hören wir von der Verwaltung wie auch Politikern "exotische" Begriffe, die im Wesentlichen eins sind: weltfremd! Zumindest aber ungebräuchlich. Laut Digitalem Wörterbuch der deutschen Sprache (www.dwds.de) handelt es sich beim "Impfling" um Jemandem, der geimpft werden soll. DWDS stuft die Worthäufigkeit als selten ein. Leider hat die Zahl weltfremder Wörter in den letzten Jahren inflationär zugenommen. Aus Beschäftigten werden Neuverwaltungsdeutsch "Vollzeitäquivalente". Ein verachtenswerter, herabwürdigender Begriff! Auf Grund von kleinkarierter Eigenideologie sind jahrzehnte- oder jahrhundertlang verwendete Begriffe plötzlich tabu, rassistisch, diskriminierend, usw. Plötzlich ist es "angesagt", beide Geschlechterformen zu nennen. Es könnte sich ja irgendeine Möchtegern-Emanze pseudodiskriminiert fühlen. In der Zeit, in denen solche Genderfeschisten einen Satz genderkonform ausgesprochen haben, habe ich bereits zwei oder drei gesprochen. Oder nehnen wir vermeintlich "unschuldige" Begriffe wie "Zigeunerschnitzel" oder "Mohrenkopf". So etwas soll in den Augen ideologischer Phrasendrescher "rassistisch" sein! Ich fühle mich dann sehr schnell in eine der dunkelsten Epochen unserer jüngeren Geschichte zurück versetzt... --- Ich gebe Ihnen Recht, Herr Runge! Es würde sicherlich Viele interessieren, wie viele des Pflegepersonals und der Heimbewohner sich NICHT impfen lassen wollen. Eine solche Frage darf nicht mit dem Hiweis auf Datenschutz ignoriert werden. Eine Pflegekraft, die sich nicht impfen lassen will, hat nichts in einer Pflegeeinrichtung oder in einem Krankenhaus mit Kontakten zu Bewohnern oder Patienten zu suchen! Der Arbeitgeber muss diesen dann andere, vielleicht unbeliebtere, Posten anbieten. Wie man mit impfunwilligen Heimbewohnern umgehen soll, darüber habe ich noch keine Gedanken gemacht. Ich befürchte aber, dass Ihnen Niemand in der Verwaltung diese Frage(n) beantworten kann (oder will). Seit eineinhalb Wochen werden Menschen hierzulande geimpft. Angeblich nach einem Stufenmodell. Aber haben Sie von offizieller Seite dieses gesehen und erläutert bekommen? Ich habe mir die Informationen aus mehreren Quellen mühsam erarbeiten müssen und weiß seitdem, dass ich der Gruppe 3 der über 60-Jährigen und derer, die bestimmte Vorerkrankungen haben, bin. Wann ich geimpft werden kann (und mit welchem Impfstoff) weiß ich nicht. Ich befürchte - erst im späten Frühjahr.

Jürgen Koball am :

Die Begrifflichkeit "Impfling", ist im Duden, nachzulesen. Bei einem Häftling, handelt es sich ja auch nicht um einen Säugling oder Baby.

Jutta Hill am :

Auch ich habe bei dem Wort "Impfling" an eine neue Wortschöpfung gedacht. Im Wörterbuch des Dudenverlages ist dieses Wort tatsächlich zu finden. Ein Impfling ist demnach eine "zu impfende oder gerade geimpfte Person". Ob die ersten Impflinge aus dem Ort Impflingen in der Pfalz kamen, ist leider nicht überliefert.

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