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"Rot" steht künftig verstärkt für Radverkehr

Wie vorgesehen in kleinen Schritten realisiert die Stadtverwaltung den städtischen Radverkehrsplan mit jährlichen Etatmitteln in Höhe von 100.000 Euro. Was für 2021 im „Maßnahmen- und Umsetzungsplan Radverkehr“ geplant ist, steht in diesem und im kommenden Monat auf den Tagesordnungen der vier Bezirksvertretungen, des Mobilitäts- und des Hauptausschusses. Im Laufe des Jahres sollen diesem Sachstandsbericht noch die zu den einzelnen Maßnahmen notwendigen Beschlussvorlagen folgen. Für den 19. Januar ist ein weiterer – digitaler – Bürgerdialog zum Radverkehr geplant. „ Dort sollen Wegepräferenzen, Wünsche und Ergänzungen der allgemeinen Öffentlichkeit ermittelt, bewertet und ggf. in der weiteren Planung berücksichtigt werden“, so die Verwaltung.

Markierungsmaßnahmen 2021 / 2022: Die Markierung von Radverkehrsanlagen im Straßenraum sieht die Verwaltung als schnelle und kostengünstige Maßnahme zur Förderung des Radverkehrs an. Hierdurch würden auch weitere Lücken im Radverkehrsnetz geschlossen und der Straßenraum zugunsten schwächerer Verkehrsteilnehmer neugegliedert. Derzeit wird die Machbarkeit von Radverkehrsanlagen in den folgenden Bereichen geprüft: Dreherstraße, Gartenstraße, Nordstraße bergaufwärts, eventuell weitere Bereiche in Lennep und Lüttringhausen.
Auch sollen die Technischen Betriebe (TBR) den Radverkehr bei ihren geplanten Sanierungsmaßnahmen 2021 / 2022 berücksichtigen. werden. Dies betrifft Lindenallee (Barmer Straße – Lüttringhauser Straße), Lüttringhauser Straße (Lindenallee – OD Bundesautobahn), Lüttringhauser Straße (Ringstraße – Gartenstraße), Höhenweg, Bliedinghauser Straße und Wermelskirchener Straße. Zitat: „Alle Bereiche werden sukzessive im Laufe des Jahres geprüft …werden.“ Beschlussvorlagen sollen  folgen.

Aufstellflächen und Rot-Markierungen von Radverkehrsanlagen: Zu den geplanten Markierungsmaßnahmen gehören vorgezogene Aufstellflächen vor Ampeln und Rot-Markierungen von Radverkehrsanlagen – für die Verwaltung „aufgrund der positiven Resonanz und der erhöhten Aufmerksamkeit auf Radfahrende in hochfrequentierten Bereichen (beispielsweise Ein- und Ausfahrten, Einmündungen von Nebenstraßen usw.)“ ein geeignetes Mittel zur verstärkten Radverkehrsförderung und zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für Radfahrende (siehe Beispiele der Verwaltung im Bild).

Öffnung von Einbahnstraßen: Gemäß der StVO-Novelle des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur soll der Straßenverkehr „noch sicherer, klimafreundlicher und sozial gerechter“ werden. Dazu gehört auch die Förderung des Fuß- und Radverkehrs durch vermehrte Öffnung von Einbahnstraßen für Radfahrende in Gegenrichtung bei Erfüllung bestimmter Kriterien (Höchstgeschwindigkeit nicht mehr als 30 km/h, eine ausreichende Begegnungsbreite, übersichtliche Verkehrsführung auch an Kreuzungen und Einmündungen, notfalls ein Schutzraum für den Radverkehr). „Unter Beachtung dieser Voraussetzungen wird die Verwaltung jede mögliche Öffnung einer Einbahnstraße für den Radverkehr der Politik zum Beschluss vorlegen.“

Radabstellanlagen (Radbügel): Vorrang haben hier vorerst Standorte an öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Einkaufszentren, Rathäusern/Ämtern usw. Aufgrund der ungünstigen topographischen Bedingungen für Radfahrende in Remscheid geht die Verwaltung davon aus, dass der Anteil an t Pedelecs / E-Bikes bereits weiter ansteigen wird. Für diese sind sichere Abstellboxen in der Stadt bisher nicht vorhanden, zudem fehlen auch größere Sammelabstellanlagen oder Radstationen. Geplant sind n ach Angaben der Verwaltung Radboxen an den vier Schienenbahnhöfen in Lüttringhausen, Lennep, Hbf. Remscheid und Güldenwerth. Als geeignetes System hierfür wird das vom VRR angebotene „Dein Radschloss“ gesehen. Die Stellplätze lassen sich online (via Internet oder VRR-App) reservieren und buchen. In die Radboxen soll eine Lademöglichkeit für Pedelecs und E-Bikes integriert werden.

Verlängerung Balkantrasse vom Bahnhof Lennep bis nach Wuppertal: Bis die Streckenführung parallel zu den Gleisen realisiert werden kann, schlägt die Verwaltung die Alternativ-Strecke vom Haltepunkt Bf. Lennep bis zum Ende der Lüttringhauser Straße (Knotenpunkt Ringstraße) vor. Über weitere Markierungsmaßnahmen in den nächsten Jahren in Lüttringhausen (z.B. Lindenallee und Barmer Straße) könne die Alternativ-Strecke bis zur Grenze nach Wuppertal verlängert werden.

„Radweg Mixsiepen“: Planungsmittel wurden als investive Maßnahme für den kommenden Doppel-Haushalt angemeldet. Der erste Abschnitt soll über den Bebauungsplan 673 gesichert werden.

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Kommentare

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Stefan Holzhauer am :

Das bedeutet, es gibt immer noch viel zu wenige Radwege, die sind auch viel zu schmal und an nicht wenigen Stellen geradezu lebensgefährlich, aber um politische Aktivität vorzutäuschen werden diese jetzt an ein paar ausgewählten Orten rot gestrichen? Mir fällt außer "Schilda" nicht viel dazu ein.

Peter Maar am :

Vor ca. zehn Jahren wurde die Fahrbahndecke der Klausener Straße saniert. Voraussetzung für Zuschüsse zu den Sanierungskosten war die Markierung von Radwegestreifen auf beiden Seiten der Straße. Diese Markierungen sind in weiten Teilen der Straße nicht mehr oder nur noch schwach erkennbar. Um eine Gefährdung von Radfahrern auszuschließen, ist eine Instandsetzung dringend erforderlich. Vor dem Hintergrund der geplanten Anlage von Radwegestreifen auf der Dreherstraße, die in die Klausener Straße einmündet, ist eine Instandsetzung um so notwendiger.

F. R. Eller am :

Mein Verständnis für Radfahrer in Remscheid wäre sicher größer, wenn sich mehr(!) an die Verkehrsregeln halten würden. Als "nur" Fußgänger wird man in Alt-Remscheid sehr häufig von Radfahrer*innen auf dem Bürgersteig, Fußgängerüberweg und auch auf der Alleestraße bedrängt. Weist man auf das "Fehlverhalten" hin, wird man beleidigt oder bedroht.

Jürgen Koball am :

Es gibt nicht wenige Minderheiten, die meinen die Mehrheit zu sein. Demnach ist auch ihr Verhalten.

Stefan Holzhauer am :

Die Verantwortlichen bei der Stadt sollten sich meiner Ansicht nach dringend dieses Video in Dauerschleife ansehen. Es ist übrigens von 2011(!). https://www.youtube.com/watch?v=XuBdf9jYj7o

Kai Fett am :

Das mit den aufgemalten Streifen am Straßenrand ist bestimmt gut gemeint, und mit dem kleinen Budget vermutlich auch das einzig machbare. Aber leider bringen die nicht viel, im Gegenteil, die machen das Radfahren eher noch viel gefährlicher. Normalerweise fährt man mit dem Rad weiter links. Damit zeigt man dem Pkw-Verkehr: "Achtung, hier ist einer, beim Überholen brauchst Du Platz". Und wenn dann doch einer zu eng überholt, hat man genug Reserve, um nach rechts zu ziehen. Der markierte Streifen nötigt aber den Radler, viel zu weit rechts zu fahren (in der Türöffnungszone der parkenden Autos!) und erzeugt beim Autofahrer den Eindruck, dass man einfach überholen kann, weil der ja auf einer eigenen Fahrspur unterwegs ist, auch wenn der Mindestabstand überhaupt nicht gegeben ist. Wenn dann jemand eine Türe aufreißt, oder der Überholende etwas nach rechts schwenkt wegen Gegenverkehr, blendender Sonne oder sonstwas, ist keine Sicherheitsreserve mehr da und es knallt. Nicht umsonst heißen diese Streifen unter Radfahrern auch "Todesstreifen" und man meidet sie, wo man nur kann.

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