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CDU will Schule kommunal neu denken

Pressemitteilung der CDU-Fraktion Remscheid.

„Niemand war auf das Jahr 2020 vorbereitet. Niemand konnte die Ausmaße der Corona-Pandemie kommen sehen, und mit Sicherheit hat niemand solche Konsequenzen in sämtlichen Bereichen unserer Gesellschaft jemals für möglich gehalten. Schlagartig änderten sich unser Tagesablauf, unsere Routine, unser Miteinander, und für nicht wenige Mitglieder unserer Gesellschaft sind diese Veränderungen  - ja in gewisser Weise sogar eine ‚neue Realität‘ - existenzbedrohend. Das Adjektiv ‚historisch‘ ist für die aktuelle pandemische Herausforderung mit Sicherheit nicht zu hoch gegriffen“, sagt der schulpolitische Sprecher und stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion Alexander Schmidt.

„Es steht außer Zweifel, dass neben allen gesundheitlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Auswirkungen, die ich an dieser Stelle durch Nichterwähnung nicht minder dramatisieren möchte, unsere Kinder mitunter die größten Leidtragenden sind. Hier geht es ganz konkret um Entwicklung, Sozialisierung und Bildung. Jeder einzelne Teilaspekt trägt unweigerlich zu einer unbeschwerten und glücklichen Zukunft bei und ist somit für die ganze Gesellschaft in allen Bereichen von unschätzbarem Wert. Doch können wir als Remscheider Kommunalpolitiker unseren Schülerinnen und Schülern ganz konkret helfen und sie unterstützen? Ja, das können wir. Dafür ist es zunächst einmal nötig, das Problem kurz- und mittelfristig zu betrachten“, erläutert Schmidt.

„Kurzfristig müssen wir ohne Wenn und Aber, ohne Überprüfung der finanziellen Verhältnisse und ohne jede Bedingung jede Schülerin und jeden Schüler in Remscheid mit dem gleichen Tablet inklusive Stift ausstatten. Denn zur Wahrheit gehört, dass lediglich die Ausstattung der bedürftigen Schülerinnen und Schüler nicht im Ansatz das Problem löst. 1. stellt die Finanzierung eines solchen Geräts auch viele Familien ohne direkte Bedürftigkeit – teilweise viele Familien des Mittestandes -  vor große Herausforderungen. 2. Es gibt durchaus zahlreiche Eltern, die aus diversen, teils ideologischen Gründen, von einer Anschaffung eines solchen Geräts unterhalb eines gewissen Alters des Kindes absehen. 3. Was früher galt, muss heute auch gelten. Wo jede Person das gleiche Buch und damit die gleichen Chancen (ausgehend vom Material) hat, so muss auch heute jeder die gleiche digitale Voraussetzung haben. Damit beziehe ich mich auf die gleiche Leistungsfähigkeit, die gleichen Funktionen, die gleichen Apps etc. Dies ist noch lange nicht bei allen Herstellern gegeben. Die Stadt ist als Schulträger hier gefragt, Bildungsgerechtigkeit herzustellen und jede Remscheider Schülerin und jeden Remscheider Schüler mit dem gleichen digitalen Endgerät auszustatten. Dies gehört in unseren Augen zur Lehrmittelfreiheit. Der digitale Wandel an Schulen darf nicht zu Ungerechtigkeiten in der Bildung führen“, so der CDU-Schulpolitiker.

„Daher müssen kurzfristig finanzielle Möglichkeiten ausgelotet werden und Personal abgestellt oder neu eingestellt werden, um eben diese Aufgabe zu bewältigen. Noch vor den Sommerferien hat der Schulausschuss fraktionsübergreifend – ausgehend von einem Antrag der CDU-Fraktion – die Verwaltung aufgefordert zu prüfen, wie eine 1:1 Ausstattung in Remscheid umgesetzt werden kann. Im kommenden Schulausschuss am 20.01.2020 erwarten wir nichts anderes als eine eindeutige Vorlage der Verwaltung, aus der exakt dies hervorgeht. Abweichungen, Minderausstattungen oder ein Verzögern sind nicht akzeptabel“, betont Schmidt.

„Mittelfristig (losgelöst von Corona) müssen wir anerkennen, dass die bisherige Herangehensweise, was die Finanzierung der schulischen Ausstattung im Bereich digitaler Medien angeht, so nicht mehr funktioniert. Bisher hat man sich im Rahmen des Budgets des Medienentwicklungsplans auf die Anschaffungen für die nächsten zwei Jahre geeinigt. So wurden beispielsweise an Schule x zwei Whiteboards angeschafft und an Schule y 25 Laptops etc. Man muss kein mathematisches Genie sein, um zu erkennen, dass unsere Schulen so niemals in Gänze zeitgemäß ausgestattet werden. Das wäre mit diesem Vorgehen in 30 Jahren noch nicht der Fall. Die Entwicklung auf dem Markt (und damit die ganz konkreten Möglichkeiten und Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler im Unterricht) schreitet so viel schneller voran als die Ausstattung unserer Schulen. Daher ist ein digitales Umdenken auf kommunaler Ebene mehr als erforderlich. 1. Das Budget muss langfristig massiv erhöht werden. 2. Grundsätzlich muss jährlich über neue Entwicklungen, Produkte und Innovationen und damit verbundene Investitionen gesprochen werden. 3. Wir dürfen nicht mehr darüber nachdenken, was wir innerhalb unseres Budgets anschaffen können. Vielmehr müssen wir uns darüber austauschen, wie wir die unabweisbar nötigen und zeitgemäßen Neuerungen für die Bildung unserer Schülerinnen und Schüler finanzieren können“, sagt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende.

„Losgelöst von allen Endgeräten, gibt es unglaublich viele Themen, welche in diesem Themenbereich angegangen werden müssen. 1. Die Schulgebäude müssen ausreichend elektrifiziert werden. Geräte müssen aufgeladen werden können. Die meisten Klassenräume haben genau eine freie Steckdose. 2. Jeder Winkel der Schulen muss mit W LAN ausgestattet sein. Breitband wird noch lange nicht überall verfügbar sein. Doch auch unsere Forderungen nach unkomplizierten Notlösungen wie ‚das W LAN aus der Steckdose‘ ist von der Verwaltung bisher nicht erfüllt worden. Das muss sich jetzt ändern. 3. Es muss ein Personalpool (im Prinzip sogar eine eigene Abteilung) geschaffen werden, um die Herausforderungen der Zeit zu stemmen. Hier geht es unter anderem um die Wartung der digitalen Geräte und um die Konfigurierung und Wartung der Schulserver.

Es wird eine Zeit nach Corona geben. Wir alle werden dann froh sein, dass die Schule wieder zu unserem Alltag gehört. Ein ‚Zurück‘ darf es dann aber nicht mehr geben. Digitale Medien sind nun im Unterricht – und ja, auch im Präsenzunterricht - angekommen und können extrem gewinnbringend für alle angewendet werden. Das mag nicht von allen geschätzt werden, doch es ist die Realität. Und diese müssen wir im Sinne der Zukunft unserer Kinder nun gestalten. Fakt ist, dass wir durch Corona nun lediglich etwas finanzieren müssen, was sehr bald ohnehin auf uns zugekommen wäre! Wir müssen uns nun ehrlich fragen, welche Prioritäten wir in Remscheid zukünftig haben. Vor dem Hintergrund der oben skizzierten Aufgaben, sehe ich die Priorität einiger städtischer Planungen skeptisch. Müsste ich beispielsweise zwischen einem Rathausanbau und den oben angesprochenen Neuerungen entscheiden, würde meine Entscheidung klar zu Gunsten der Bildung fallen. All dies lässt sich gut zusammenfassen: Wir müssen Schule kommunal neu denken!“

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