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Bitte lassen Sie sich gegen Corona impfen

Pressemitteilung des Arbeitsministeriums NRW und der Krankenhausgesellschaft NRW

Kurz vor dem Start der Impfungen gegen das Coronavirus in den nordrhein-westfälischen Krankenhäusern wenden sich Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, der Präsident der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW), Jochen Brink, und der Vorsitzende des Pflegerates NRW, Ludger Risse, mit einem gemeinsamen Appell besonders an die medizinischen Fachkräfte: „Bitte lassen Sie sich gegen COVID-19 impfen und schützen Sie damit Ihre Angehörigen und sich selbst sowie die Ihnen anvertrauten Patientinnen und Patienten vor einer Ausbreitung des Virus.“ Die Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen erhalten nun zügig den Impfstoff, damit zuerst das in den Risikobereichen eingesetzte Personal gegen Corona geimpft werden kann. Landesweit können sich rund 90.000 Beschäftigte, die auf Isolier- oder Intensivstationen, in Notaufnahmen oder im Kontakt mit besonders vulnerablen Patientinnen und Patienten in der Onkologie oder Transplantationsmedizin arbeiten, in dieser ersten Stufe gegen Corona impfen lassen.

„Die Impfungen gegen das Coronavirus bringen uns Licht am Horizont. Sie sind der wichtigste Baustein für den Weg zurück zur Normalität, auch wenn dieser Weg keine Kurzstrecke sein wird. Nach den Pflegeeinrichtungen werden wir nun mit den Impfungen in den Krankenhäusern beginnen – und zwar in den Bereichen, wo der Schutz gegen das Coronavirus besonders wichtig ist. Auch wenn es natürlich eine individuelle Entscheidung ist, sich impfen zu lassen oder nicht, appelliere ich daher an alle Beschäftigten: Lassen Sie sich bitte impfen! Zu Ihrem eigenen Schutz, aber auch zum Schutz Ihrer Familie, Ihrer Freunde und der Patientinnen und Patienten“, warb Minister Laumann für dieses Angebot. Dies schließe ausdrücklich das dort eingesetzte Personal in nicht-medizinischen Funktionen ein.

KGNW-Präsident Jochen Brink begrüßte, dass die Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen nun die Corona-Impfung durchführen können: „Wir setzen auf eine hohe Bereitschaft bei unseren Ärztinnen und Ärzten, den Krankenpflegerinnen und -pflegern sowie allen anderen Beschäftigten, dass sie auch an dieser Stelle verantwortungsbewusst handeln und sich gegen Corona impfen lassen. Ihr enormes Engagement im Kampf gegen die Pandemie und um jedes Leben verdient höchste Anerkennung. Mit einer Impfung tragen sie dazu bei, dass wir diesen Kampf im begonnenen Jahr auch gewinnen können.“ Die jetzt eingesetzten Impfstoffe sind durch Studien umfassend geprüft und inzwischen weltweit millionenfach verabreicht worden, sie gelten nach allen vorliegenden Daten als sicher.

 „Die Bereitschaft zur Impfung, insbesondere bei den gut informierten Kolleginnen und Kollegen, ist sehr hoch“, erklärte der Pflegerat-Vorsitzende Ludger Risse. Gerade die Tatsache, dass die Impfstoffe in der EU nicht in einem beschleunigten Verfahren zugelassen worden sind, schaffe Vertrauen. Risse betonte: „Ich kann deshalb nur empfehlen, sich gründlich bei seriösen Quellen wie der Ständigen Impfkommission (STIKO) oder dem Robert Koch-Institut (RKI) zu informieren. Diese Impfung ist garantiert ungefährlicher als eine durchgemachte COVID-19-Erkrankung. Es ist für mich keine Frage, dass ich mich selbst auch impfen lasse, wenn ich an der Reihe bin.“

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Kommentare

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Stadt Remscheid am :

Leider gibt es heute sechs weitere Tote zu vermelden. Fünf Remscheiderinnen im Alter von 90, 99, 90, 93 und 95 sowie ein 86-jähriger Remscheider sind zwischen dem 25. Dezember und dem 6. Januar mit dem Coronavirus verstorben. Diese Mitteilungen wurden dem Gesundheitsamt erst jetzt durch meldepflichtige externe Stellen übermittelt. Laut Gesundheitsamt gibt es aktuell 172 Remscheiderinnen und Remscheider, die an Covid-19 erkrankt sind und sich in angeordneter Quarantäne befinden. Damit gibt es insgesamt 3.086 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. 2.806 Remscheiderinnen und Remscheider gelten als genesen, 108 Menschen sind leider verstorben. Zusätzlich gibt es mit heutigem Datum 332 Personen, die als Verdachtsfälle unter häuslicher Quarantäne stehen. Das RKI meldet heute für Remscheid eine IOnzidenzzahl von 108,7.

Stefan Holzhauer am :

In Bayern kann man sich bereits seit Anfang letzter Woche online als impfbereit registrieren lassen, um möglichst früh dran zu sein, auch wenn man nicht zu den primären Risikogruppen gehört. In NRW gibt es das nicht und es ist noch nicht mal entfernt am Horizont zu sehen. Angesichts der Dramatik der Lage halte ich die Maßnahmen des Bundes und auch die der meisten Länder für äußerst unzureichend. Es ist wenig zielführend, immer wieder auf die mangelnde Impfbereitschaft hinzuweisen, wenn sich noch nicht mal die Impfwilligen registrieren lassen und dann mit einer zügigen Impfung rechnen können.

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