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Gleisdreieck: Grünes Licht aus Sicht des Artenschutzes

Rund 70 Seiten umfasst die Vertiefende Artenschutzprüfung zum geplanten Interkommunalen Gewerbegebiet „Gleisdreieck Hückeswagen-Remscheid-Wermelskirchen“, die die Stadt Remscheid bei den Umweltplanern von Froelich & Sporbeck in Bochum in Auftrag gegeben hatte. Der Bericht, der der Politik inzwischen vorliegt, gibt aus der Sicht des Artenschutzes (ob und bei welchen Arten Verbotstatbestände gemäß § 44 Abs. 1 i. V. m. Abs. 5 BNatSchG erfüllt werden) grünes Licht für das Projekt. Zitat: „Mit der Planung werden unter Berücksichtigung der Maßnahmen keine Verbotstatbestände gemäß § 44 Abs. 1 i. V. m. Abs. 5 BNatSchG ausgelöst. Somit stehen dem Vorhaben aus Sicht des gesetzlichen Artenschutzes keine zulassungshemmenden oder zulassungsversagenden Hindernisse entgegen.“ In der Zusammenfassung des Gutachtens heißt es weiter:

„In unmittelbarer Umgebung des Plangebietes wurde eine Fortpflanzungs- und Ruhestätte des Baumpiepers festgestellt. Es wurden eine Vermeidungs-/Verminderungsmaßnahme formuliert, die die betriebsbedingten Störwirkung des Vorhabens abschwächen. Alternativ ist auch eine vorgezogene Ausgleichsmaßnahme (Auflichtung von Wäldern / Waldrändern und Anlage von Krautsäumen) möglich, um die ökologische Funktion der Fortpflanzungs- und Ruhestätte im räumlichen Zusammenhang zu erhalten.

Sollten im Rahmen der Umsetzung der Planung Gehölze gefällt werden, kann es zu einer Tötung und Verletzung von Fledermäusen in ihren Tagesverstecken bzw. Winterquartieren und von Vögeln in ihren Nestern kommen. Zudem kann die Überbebauung der kulissenarmen Freiflächen je nach Glaseinsatz zu einem Individuen-Verlust jener Art führen, die aufgrund ihres Flug- und Jag-verhaltens besonders durch Scheibenschlag gefährdet sind. Um eine signifikante Erhöhung des Tötungs- und Verletzungsrisikos zu vermeiden, wird eine Bauzeitenregelung, eine ökologische Baubegleitung sowie die vogelfreundliche Gestaltung von Glasflächen notwendig.“

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Gabriele Lipka, Moritz Schulze, Hubert Benzheim am :

Die Absage der Vorstellung des Artenschutzgutachtens im Naturschutzbeirat (NB) war wegen der Corona-Pandemie notwendig geworden. Die Vorstellung des Gutachters im NB, die Möglichkeit nachzufragen, weitere Beobachtungen einzubringen, konnten aufgeschoben werden. Das Verfahren ist noch nicht eröffnet, alle weitere Gutachten noch nicht beauftragt, das Artenschutzgutachten ergänzt oder angepasst werden. Erst nach der Änderung des Regionalplans Düsseldorf (RPD) kann das "Interkommunale Gewerbegebiet " in die kreisübergreifende Planung gehen. Die Verkehrsführung durch Bergisch Born , B51? ,B51n? , ist ungeklärt, eine Zusage der Politik an die Bergisch Borner Bürger. Lediglich die Ankaufsverhandlungen werden weiter geführt. In einem Gesprächstermin, den Oberbürgermeister Mast-Weisz mir am vergangenen Freitag freundlicherweise eingeräumt hatte, machte der Vorsitzende des NB, Frieder Kottsieper, deutlich, dass auch er Planungen in freie Flächen entgegen wirken wird. Herr Mast-Weisz berichtete, dass die Bürgermeister von Hückeswagen und Wermelskirchen keinen Widerstand der Bürger verspürten. Bürger des Rheinisch-Bergischen und des Oberbergischen Kreises zeigten jedoch durch ihre Teilnahme an den Spaziergängen im vergangen Jahr ihre Sorge um den Verlust der Flächen und ihre Ablehnung des Projektes. Bergische Land ist reich an der weltweit rarer werdenden Ressource Wasser. Quellen, Siefen, Bäche füllen Talsperren. Alle Remscheider "Planungsgebiete" liegen an Wasserscheiden, die Flächen gelten als wasserbildende Schichten. Somit hat Remscheid eine große Verantwortung um deren Erhalt. Der gesetzlich vorgeschriebene Ausgleich für das vorhandene Industriegebiet, umgangssprachlich Gleisdreieck, war nicht zielführend. Die früher dort brütenden Kiebitze konnten nicht wieder angesiedelt werden. Das Mini- Naturschutzgebiet am Bornbach verdient seinen Namen nicht. Der Bornbach erfuhr umfangreiche bauliche Maßnahmen, um seine Wasserschüttung zu erhalten, die nun auch geprüft werden. Andere Parameter, wie feinstoffliche Elemente und Temperaturerhöhung durch den Wassereintrag der Dachflächen und Parkplätze, werden nicht durchgeführt. Das verhindert den Erhalt natürlicher Kreisläufe zum Schaden unseres Trinkwassers. Dennoch betreibt der Gesetzgeber eine Aufweichung der Wasserrahmenrichtlinie, die eigentlich noch erweitert werden müsste. Das Land NRW hat das Ziel der 0 Hektar Landverbrauch bis 2030 aufgegeben. Remscheid hat keine bebaubaren Flächen mehr im Außenbereich. Politik und Verwaltung müssen Ideen aufgreifen und entwickeln, um das innerstädtische Potential zu nutzen. Natur- und Lebensraum darf nicht weiter versiegelt werden. Machen Sie den Ortspolitikern deutlich, dass auch Sie ein Umdenken wünschen! Gabriele Lipka, RBN - Moritz Schulze, NABU - Hubert Benzheim, BUND

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