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„Innovationszentrum Metall“ geht in Landeswettbewerb

Henry Beierlorzer. Foto: Lothar KaiserDie Bergische Entwicklungsagentur unter der Leitung von Henry Beierlorzer hat die regionalen Projekte zusammengestellt, von denen sich die bergischen Großstädte Fördermittel aus dem Ziel 2-Programm (EFRE) erhoffen. Der Katalog liegt den Kommunalpolitikern zurzeit zur Beschlussfassung vor. Gestern erläuterte Beierlorzer ihn den Mitgliedern des städtischen Hauptausschusses. Möglichst noch im Februar soll die Projektliste dem Ministerpräsidenten, der Wirtschaftsministerin und dem Bauminister zugeleitet werden als Grundlage für die weitere zielgerichtete Projektarbeit. Ein Schlüsselprojekt in den Feldern Bildung/Wissen, Forschung/Entwicklung und Integrierte Stadtentwicklung ist das „Innovationszentrums Metall“. Am 4. Dezember 2007 hatten Oberbürgermeisterin Beate Wilding und Henry Beierlorzer bekannt gegeben, wo sie sich dieses „ambitionierte Projekt“ vorstellen: auf dem 12.000 Quadratmeter großen „Baufeld 6“ auf der Nordseite des Bahnhofsgeländes. Als Berufsakademie, als Fachhochschule oder als Teil der Bergischen Universität. Da ist noch manches offen. Zu den Beteiligten sollen aber auf jeden Fall das „Berufsbildungszentrum der Industrie“ (BZI) und die „Forschungsgemeinschaft Werkstoffe und Werkzeug e.V.“ (FGW) gehören.

Die jetzt anlaufenden Förderprojekte sollen Klein- und mittelständische Unternehmen aus der Metallbe- und Verarbeitung Forschungs- und Entwicklungsimpulse liefern. Wie Beierlorzer im Hauptausschuss berichtete, könnte das „Innovationszentrum Metall“ in diesem Zusammenhang technische Infrastrukturen schaffen wie z.B. ein Prüf- und Forschungszentrum, ein Technologiezentrum, Angebote für technologieorientierte Weiterbildung und Qualifizierung sowie themen- und schwerpunktorientierte Gründungen und Ansiedlungen von Unternehmen in einem Technologiepark, verbunden mit dem Ausbau und Standortwechsel der Forschungsgemeinschaft Werkzeuge (FGW), einem An-Institut der Bergischen Universität.

Das Bergische Städtedreieck hatte bereits im Frühjahr 2007 den ,Handlungsrahmen - Strukturimpulse für das Bergische Städtedreieck' formuliert, ein integriertes Strategiekonzept für die nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung insbesondere mit Blick auf die Strukturförderung der EU und des Landes mit dem Ziel 2-Programm (EFRE). Die Vergabe eines wesentlichen Teils der Fördergelder im Rahmen von Landeswettbewerbe wird derzeit organisiert. Zitat aus der Verwaltungsvorlage für den Hauptausschuss: „In den vergangenen Wochen zeichnete sich ein mögliches Problem darin ab, dass die integrierten Projekte der Region nur schwer einzelnen Wettbewerben zuzuordnen sind. (…) Zurzeit klärt die Landesregierung, wie die Projekt- und Mittelvergabe organisiert werden soll, wobei zu den strukturschwachen Regionen, in die die Hälfte der Ziel 2-Mittel fließen sollen, neben dem Ruhrgebiet auch das Bergische Städtedreieck gehört.“

Das Ruhrgebiet hat bereits 274 Vorhaben zur Stadt- und Regionalentwicklung mit einem Investitionsvolumen von rund 1.6 Milliarden € angemeldet. Beierlorzer empfiehlt den bergischen Kommunalpolitikern daher, dass bis Ende Februar auch das Bergische Städtedreieck der Landesregierung eine Übersicht seiner Projekte für 2008 bis 2013 vorlegt – allerdings nicht eine Vielzahl isolierter Einzelvorhaben, sondern „eine überschaubare Zahl realistischer, regional abgestimmter und integrativ angelegter Projekte als verlässliche Planungsgrundlage für die Region wie für die Landesregierung“. Die bergischen Großstädte bräuchten Planungssicherheit – und die Genehmigung der Kommunalwahlsicht zur Finanzierung der städtischen Eigenanteile an diesen Projekten. Es sei vielleicht klug, die Kosten der bergischen Projekte noch nicht zu beziffern, meinte Beierlorzer gegen Schluss seines Vortrages mit dem (recht akademischen) Titel "Von der Industrieregion zum Innovationscluster".

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Chronist am :

Die Frage nach dem "Stand der Dinge" beantwortete Viola Juric, die Pressesprecherin der Stadt Remscheid, heute wie folgt: "Die Bergische Entwicklungsagentur steht in engem Kontakt zum Innovationsministerium, um ein unternehmensnahes Hochschulangebot für die Region zu schaffen. Dabei ist auch die Bergische Universität mit am Tisch. Ob der FH-Wettbewerb für die Region eine geeignete Plattform darstellt, wird zur Zeit geprüft. Die Rahmenbedingungen (sehr kurze Ausschreibungsfrist vor dem Hintergrund einer qualifizierten Bewerbung) sowie zwei gesetzte Standorte im Ruhrgebiet machen eine erfolgreiche Bewerbung nicht einfach. Alternativen müssen daher ebenfalls angedacht werden. Das Ministerium hat der Region diesbezüglich Unterstützung in Aussicht gestellt."

Chronist am :

Unklar ist, ob die Prüfung noch im Gange ist bzw. zu welchem Ergebnis sie gekommen ist. Da scheint Velbert schneller gewesen zu sein. In den regionalen Hörfunknachrichten auf WDR2 hieß es heute, die Region Heiligenhaus/Velbert hoffe darauf, Standort einer neuen Fachhochschule zu werden., nachdem sie im laufenden Wettbewerb des Landes Nordrhein-Westfalen von der Jury in die engere Wahl gezogen worden sei. Geplant ist dort das, was sich am 4. Dezember 2007 Oberbürgermeisterin Beate Wilding und Henry Beierlorzer für Remscheid vorgestellt hatten: duale Studiengänge, in denen die Studierenden parallel zum Studium eine Ausbildung in einem Unternehmen erhalten. Die Entscheidung über die neuen Fachhochschulen fällt im Dezember.

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