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Schulschließung verstärkt ungleiche Entwicklung

Pressemitteilung des Kinderschutzbundes Remscheid

Der Kinderschutzbund Remscheid warnt sehr eindringlich vor Überlegungen, die Schulen für die jüngeren Schülerinnen und Schüler - vor allem die Grundschulen und Förderschulen - ganz zu schließen. Die Schulen müssen geöffnet bleiben für solche Kinder, die zu Hause keine angemessene Unterstützung im Lernprozess erhalten können, z.B. wegen zu engem Wohnraum, fehlendem Rückzugsraum zum Lernen, überforderten Eltern oder fehlender digitaler Infrastruktur. Diese Probleme dürfen nicht auf dem Rücken dieser Kinder ausgetragen werden. Zahlreiche Eltern - aus welchen Gründen auch immer - sind am Limit und brauchen Entlastung. Für diese Kinder ist die Schule ein wichtiger Schutzraum und ein nicht ersetzbarer Raum sozialer Interaktion. Diese schwächeren Kinder fallen im Lernprozess zurück und die ungleiche Entwicklung in der Bildung wird größer. Das Schulministerium erlaubt die Betreuung von Schulkindern, wenn die Eltern erklären, ihre Kinder nicht zu Hause betreuen zu können. Von Seiten des Schulministeriums für die Entscheidung über die schulische "Notbetreuung"  von Kindern die Begriffe "Kindeswohlgefährdung " und "Jugendamt" ins Spiel zu bringen, verursacht Ängste bei Eltern und birgt die Gefahr der Stigmatisierung. In der Anmeldung für den Präsenzunterricht sollte kein Grund angegeben werden müssen.

Die Bildungskrise trifft nicht alle Schülerinnen und Schüler gleichermaßen - es trifft die jüngeren stärker als die älteren. Natürlich gibt es auch die Kinder und Jugendlichen, die relativ gut durch die Krise kommen, weil sie gute unterstützende Voraussetzungen zu Hause vorfinden, eigene Lernkompetenzen entwickelt haben oder in der digitalen Welt gut zurechtkommen. Umso wichtiger ist es, dass die Schulen individuelle Wochenpläne für die einzelnen Schülerinnen und Schüler erarbeiten. Für die Kinder in der Präsenzbetreuung besteht die Chance in kleinen Gruppen bisherige Schwächen aufzuarbeiten und bei den Aufgaben pädagogisch betreut zu werden. Darüber hinaus sollten wir sehen, dass es alle Schülerinnen und Schüler hart trifft, dass "Nebenfächer" wie Musik, Kunst und Sport, nicht stattfinden können, die jedoch in der kindlichen Entwicklung eine wichtige Rolle spielen.  (Karl-Richard Ponsar, Vorsitzender)

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