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Impftermin-Portal www.116117.de völlig überlastet

Pressemitteilung der Stadt Remscheid:

Ab heute sollte es den über 80-Jährigen eigentlich möglich sein, sich unter der kostenfreien Rufnummer 0800 11611701 oder im NRW-Impftermin-Portal www.116117.de zwei nacheinander geschaltete Termine für die Corona-Schutzimpfung zu sichern. Stattdessen erwartete die Anruferinnen und Anrufer und diejenigen, die sich online auf den Weg machten, ein Chaos. Bereits seit den frühen Morgenstunden berichten Menschen, die sich in ihrer Not auch an die unterschiedlichen Stellen der Stadtverwaltung Remscheid wenden, von Fehlermeldungen, Hinweisen auf technische Defekte, Fehlverbindungen und Dauerbesetztzeichen. Kurzum: Die groß angekündigte Terminoffensive für den Impfstart der über 80-jährigen Menschen in den lokalen Impfzentren ab dem 8. Februar ist ein Desaster.

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz zum Fehlstart der Terminbuchung: „Ich bin empört, wie hier mit den Menschen umgegangen wird. Es kann doch nicht sein, dass die Landesregierung die Terminvergabe ab heute vollmündig ankündigt und bereits nach kürzester Zeit alle Buchungsmöglichkeiten zusammenbrechen. Uns erreichen unzählige Beschwerden, denen wir machtlos gegenüber stehen. Nicht wir, sondern die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein verantwortet im Auftrag des Landes NRW die Corona-Schutzimpfungen und damit auch die Terminvergaben vor Ort.“

Die Stadt Remscheid hat keinerlei Einfluss auf die Impfterminvergabe. Sie bittet alle Remscheiderinnen und Remscheider, die 80 Jahre und älter sind, weiter um Geduld. Leider wird es bei den vom Land in Aussicht gestellten Impflieferungen ab dem 8. Februar jetzt schon absehbar monatelang dauern, bis alle impfbereiten Bürgerinnen und Bürger über 80 Jahre den ersten und zweiten Impftermin bekommen haben. Die Stadt Remscheid wird umgehend öffentlich informieren, wenn das Land NRW oder die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein die Funktionsfähigkeit der Terminsysteme sichergestellt hat. Unter der Senioren-Hotline RS 4645351 und 4645581 lässt sich grundsätzlich kein Corona-Impftermin sichern!

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Kommentare

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Sven Wolf (MdL, SPD) am :

Die Kritik von Remscheids Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, seine Empörung und seine deutlichen Worte teile ich absolut. Zwar ist die Homepage inzwischen wieder online, doch bekommen Besucher nun den Hinweis, dass bereits alle Termine vergeben sind. Die SPD-Fraktion hat daher eine Aktuelle Stunde im Plenum beantragt, damit das Parlament und die Bevölkerung zeitnah über die Fehlentwicklungen informiert und aufgeklärt werden. Wir werden das Thema „Impfchaos“ in dieser Woche auf die Tagesordnung des Landtags bringen. Dort müssen Ministerpräsident Laschet und Minister Laumann erklären, warum die Terminvergabe nicht funktioniert hat. Wir erwarten von der Landesregierung und im Besonderen von Gesundheitsminister Laumann deswegen deutliche Worte. In einer Aktuellen Stunde müssen sich die Verantwortlichen erklären und unseren Fragen stellen: Welche Informationen haben in puncto Impfstoffbeschaffung zu welchem Zeitpunkt vorgelegen? Wie sieht die weitere Strategie des Impfprozesses in NRW aus? Wieso haben die Server dem Andrang der Bevölkerung nicht standgehalten, obwohl eine hohe Nachfrage zu erwarten war?

Klaus Konkel am :

Wenn eine hohe "Nachfrage" auf eine Homepage (Internetadresse) trifft, der Server sehr viele Aufrufe zur gleichen Zeit zu verarbeiten hat, setzen sich auch Sicherheitsprotokolle in Gang. Bei einem sogenannten DDoS-Angriff ist es z.Bsp. das Ziel, durch übermäßige Anfragen an den Server eine Überlastung zu erzeugen. So gesehen hat man auf der Adresse wohl eine Schutzfunktiion, die funktioniert. Sehr seltsam finde ich auf der Seite die Umsetzung der Auswahl auf Grund der Datenschutzverordnung. Sieht man bei vielen Seiten, beispielsweise in der Presselandschaft im Net fast überall, den "alles aktzepieren" Button mit aktiver Farbe - und zeigt den eigentlich zum Schutz richtig zu wählenden Button "Einstellungen" in grau, was innaktiv suggeriert, hat man auf 116117.app beide Buttons mit aktiver, roter Farbe gestaltet, so dass insbesondere für über 80 jährige eigentlich nur der "Alle Auswählen" in Frage kommt. Was dabei an Daten an eben ALLE der Tracker, Tracer & Analytics gesendet wird, will wahrscheinlich keiner wissen.

Peter Maar am :

Das Impf-Anmeldechaos war vorhersehbar. In NRW leben über eine Mio. über 80-jährige Menschen. Das Zehn- oder gar Hunderttausende von ihnen möglichst schnell einen Impftermin vereinbaren wollen, war ebenfalls vorhersehbar. Dass bei diesem zu erwartenden Massenansturm das Anmeldesysthem in kürzester Zeit zusammenbrechen würde, überrascht deshalb nicht. Warum hat man das Anmeldeverfahren einschließlich der Einladungsschreiben nicht nach Jahrgängen und damit in verschiedene Schritte gestaffelt? Zum Beispiel zunächst die Jahrgänge 1921 bis 1925, dann die Jahrgänge 1926 - 1930 etc. oder so ähnlich? Einen genauen zahlenmäßigen Überlick über die Anzahl der Menschen in den einzelnen Jahrgängen ergibt sich aus den Melderegistern der Städte. Unter Berücksichtigung dieser Zahlen und der möglichen Impfkapazitäten hätte man zuverlässig und gerecht das Impfverfahren entzerren und steuern können. Ein Massenansturm von Hunderttausenden zu Beginn der Impfaktion wäre bei einer solchen Verfahrensweise nicht eingetreten, weil die Anzahl der potentiellen Impfwilligen auf der Grundlage der Jahrgangszahlen genau ermittelt werden kann. Es ist ein Unterschied, ob zu Beginn der Anmeldungen bis zu eineMio. Menschen angesprochen werden oder jeweils nur drei oder vier Jahrgänge mit vielleicht 100000 Menschen. Als nächste Gruppe sind die über 70-jährigen an der Reihe. Die jetzt gemachten Fehler sollte man dann nicht wiederholen, zumal dieser Personenkreis noch viel größer ist als der jetzige.

Carsten Lahme am :

Politik ist, nur an der Oberfläche zu kratzen. Wer sich ein wenig in die Materie einarbeitet, findet schnell, daß das mit der Regierung nichts zu schaffen hat. Die Webseite wird auf der Infrastruktur der Kassenärztlichen Vereinigung geführt und durch den Britischen Anbieter COLT betrieben. Willkommen im Land der Privatisierung.

Fraktion der CDU am :

„Wir leben in ernsten Zeiten. Es ist keine Zeit für Klamauk, Selbstinszenierungen, endlose Diskussionen und Verschwörungstheorien. Das Virus kann uns alle treffen. Es macht keinen Unterschied. Daher müssen wir auch als Gemeinschaft alles daran setzen, dass wir einigermaßen heil aus dieser Krise heraus kommen, möglichst viele nicht erkranken, das Gesundheitssystem nicht überlastet wird und wir alle nicht zu großen wirtschaftlichen Schaden erleiden. Dass bei einigen jetzt die Nerven blank liegen, kann ich gut verstehen. Politik und Verwaltung müssen nun einen kühlen Kopf behalten und die Krise managen. Was wir in der jetzigen Situation definitiv nicht gebrauchen können, sind die Muskelspiele extremistischer Scharfmacher, die jegliche Corona-Schutzmaßnahmen ablehnen und keinen Beitrag zum gesellschaftlichen Frieden und zum Kampf gegen das Virus leisten“, sagt Remscheids stellvertretender CDU-Kreisvorsitzender Markus Kötter. „Ich teile ausdrücklich die Meinung von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, der es als zynisch bezeichnet hat, dass am Wochenende eine Demonstration lautstark an einem Altenheim vorbeigefahren ist, in dem viele Menschen gestorben sind. Das ist menschenverachtend. Bei allem Respekt vor dem Recht auf freie Meinungsäußerung: Hier werden bewusst Grenzen überschritten. Leute, die an solchen Aktionen teilnehmen, zeigen ihre tiefe Verachtung für menschliches Leben. Daher werden wir gemeinsam mit dem Krisenstab alles dafür tun, dass nicht nur, aber vor allem auch die Menschen besonders geschützt werden, die alt und krank sind“, so Kötter. „Es bringt überhaupt nichts, den Impfstart in Deutschland schönzureden. Darüber darf, ja muss sogar demokratisch gestritten werden. Aber was ist denn das Rezept der Verschwörungstheoretiker, radikalen Impfgegner und Corona-Leugner? Einfach nichts tun und die Hände in die Schoß legen? Natürlich müssen alle Maßnahmen immer wieder auf den Prüfstand. Aber ganz ehrlich: Von den Extremisten habe ich noch keine Idee und keinen Vorschlag gehört oder gelesen, worüber sich eine ernsthafte Diskussion lohnen würde. Aus radikalen Worten können Taten werden. Seit einigen Tagen ist sozusagen Holland in Not mit bürgerkriegsähnlichen Gewaltausbrüchen wegen der Corona-Regeln. So etwas darf sich in Deutschland nicht wiederholen. Wir müssen beim Impfen besser werden. Es muss besser organisiert werden. Daran können wir als ‚normale‘ Bürger wenig ändern. Aber wir können dafür sorgen, dass wir bei aller Wut, allem Frust und allem Ärger – ja, auch bei aller Trauer um an Corona verstorbene Freunde, Angehörige und Bekannte – den Rattenfängern nicht auf den Leim gehen“, so Kötter.

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