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Das Bahnhofsgelände wird ein halbes Jahr später fertig

Stadtplaner Hans Gerdf Sonnenschein. Foto: Lothar KaiserAm 8. Dezember 7007 ging der Waterbölles der Frage nach, wie hieb- und stichfest der städtebauliche Vertrag zwischen der Stadt Remscheid und dem Bahnhofsinvestor, der Hanseatischen Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft (HBB)  denn wirklich sei, und zitierte daraus. Damals war bekannt geworden, dass HBB am geplanten „Center Nord“ die vertraglich vereinbarte Tiefgarage nicht mehr bauen wollte und dafür – für ihn weitaus kostengünstiger –eine teilweise Überdachung der Fußgängerstege anbot. Flugs wurde befürchtet, HBB wolle auch im Südteil des Projektareals beim zugesagten Finanz- und Qualitätsvolumen abspecken. Doch davon könne keine Rede sein, betonten gestern im Hauptausschuss Oberbürgermeisterin Beate Wilding und Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein (Foto) unisono. Die Tiefgarage könne problemlos wegfallen, weil das „Schaufenster der Wirtschaft“ nicht gebaut werde. Zu den Gegenleistungen, die die Stadt mit HBB ausgehandelt habe, gehöre die Stegüberdachung und der erste Bauabschnitt des Südstadtplatzes. Sonnenschein: „Vom Busbahnhof bis zum Aufzug über den Gleisen werden die Fahrgäste trockenen Fußes gehen können! Und am Südstadtplatz übernimmt HBB die Kosten für den Rückgang des Fußgängertunnels und das Anlegen einer Böschung am Bahndamm!“
Beate Wilding sprach von einem „guten Verhandlungsergebnis“, und auch York Edelhoff (SPD) zeigte sich „zufrieden mit dem Erreichten“. Die Neugestaltung des Bahnhofsgeländes sei ein Fortschritt für Remscheid („man denke nur daran, wie es dort früher aussah!“), den man „nicht kaputtreden darf“. Als Erfolg hatte es Sonnenschein zuvor bezeichnet, dass das neue Bahnhofsgebäude (Bauteil Nord) keine triste Betonfassade, sondern eine ansprechendere Putzfassade erhalten wird. Was in der gestrigen Sitzung nicht zur Sprache kam, sich aber in der schriftlichen Mitteilungsvorlage wiederfindet: Die Fertigstellung der Gesamtbauma
ß
nahme verzögert sich um ein halbes Jahr, vom Oktober 2008 auf März 2009. Vom nächsten Weihnachtsgeschäft, wie bislang avisiert, wird das neue „Kaufland“ also nicht profitieren.
Nachfolgend dokumentiert der Waterbölles die jüngsten Vereinbarungen zwischen Stadt und HBB auszugsweise:

  • Das ehemals auf dem Baufeld 2 geplante Schaufenster der Wirtschaft kann mangels eines Investors und Betreibers nicht realisiert werden. Eine Tiefgarage unter dem Investment Nord mit Baulastbindung an das Gebäude auf Baufeld 2 ist damit hinfällig.
  • Die Stadt Remscheid hat unter Inanspruchnahme von Fördermitteln im Rahmen des Projekts Soziale Stadt Rosenhügel die Möglichkeit, den Teil 1 des künftigen Südstadtplatzes zeitgleich mit dem Investment von HBB endgültig herzustellen. Ein Provisorium, wie im Städtebaulichen Vertrag vorgesehen, ist deshalb nicht mehr geplant. HBB übernimmt für einen Umfang von 220.000 brutto Teile der Ausführung des Südstadtplatzes.
  • HBB stellt eine Überdachung auf dem Steg Süd zwischen der Überdachung am Aufzug und dem Bauteil Nord sowie entlang des Bauteiles Nord her. Die Dachkonstruktion wird von HBB vollumfänglich geplant, realisiert und finanziert. Die termingerechte Erstellung ist mit der Stadt Remscheid abzustimmen. Nach Übergabe an die Stadt Remscheid wird diese die Unterhaltung und Wartung übernehmen und fortführen.
  • HBB erteilt eine Freistellungserklärung gegenüber der Stadt Remscheid, welche eine Reduzierung der Brandwand am öffentlichen P & R Parkhaus neben dem HBB Investment Süd ermöglicht.
  • Die Ausführung und Finanzierung der Kletterwand wird nach der Planung der Fa. Pantarai oder gleichwertig durch HBB erfolgen, allesdings nicht an der seitlichen Front des „Kaufland“-Gebäudes Richtung Südstadtplatz, sondern am oberhalb gelegenen P&R-Parkhaus.
  • HBB stimmt der Planung für einen Bahnhofsgarten auf dem Baufeld 2 zu. Zwischen der PHR und HBB wurde daneben vereinbart, dass die Herrichtung des Baufeldes für das Investment Nord der HBB auf die erforderliche Höhe entgegen der Vereinbarung im Grundstückskaufvertrag zu Lasten der HBB erfolgt.

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Kommentare

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Chronist am :

Sektlaune beim Bahnhofsinvestor HBB in Lübeck vermutet der RGA in seiner heutigen Ausgabe, nachdem bis auf die W.I.R. alle Fraktionen mehr oder weniger begeistert dem zwischen Stadt und HBB ausgehandelten Verzicht auf eine Tiefgarage im Nordteil des Bahnhofsgelände zugestimmt haben. Der RGA hat ausgerechnet, dass HBB dadurch 800.000 Euro spart, für ein „Trostpflaster“, den ersten Bauabschnitt des Südstadtplatzes und eine 3,50 Meter breite Überdachung des Fußgängersteges über den Bahngleisen, aber nur 140.000 Euro zusätzlich ausgeben wird.

Chronist am :

Gegenüber dem Waterbölles machte Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein heute am Telefon eine andere Rechnung auf: Der neue Vertrag zwischen HBB und Stadt habe für HBB einen summierten Vorteil von 150.000 Euro, für die Stadt aber von 200.000 Euro. Zum Vorwurf der zögerlichen Verhandlungen erklärte Sonnenschein, die Verhandlungen mit HBB hätten erst Ende Januar aufgenommen weren können, weil für Januar noch ein Termin mit der Kölner PreSelect GmbH als möglichem Investor vereinbart gewesen sei, den diese aber nicht wahrgenommen habe.

Lothar Kaiser am :

Der anhaltend lange Winter werde die Gesamtfertigstellung des Bahnhofsprojektes um ca. acht Wochen verzögern, erfuhren heute die Mitglieder des Hauptausschusses von der Verwaltung. Zugleich war aber auch von der "Beibehaltung des seitens HBB geplanten Eröffnungstermins" die Rede. Und das ist nach Erkundigungen des Waterbölles der 23. April. Bis dahin ist also die großformatige Prosjektwerbung, die den Remscheidern wöchentlich ins Haus flattert, lediglich ein "Anfüttern".

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