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Heinrich-Neumann-Schule soll Kompetenzzentrum werden

Die Heinrich-Neumann-Schule an der Engelbertstraße, städtische Förderschule mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung und Schule für Kranke, kann sich um die Teilnahme an einem Pilotprojekt des Landes NRW beteiligen. Ziel des Projektes ist der Ausbau von Förderschulen zu Kompetenzzentren für sonderpädagogische Förderung zum Schuljahr 2008/2009. Den Beschluss zur Teilnahme fasste am vergangenen Donnerstag einstimmig der städtische Hauptausschuss, nachdem es zuvor im Schulausschuss „gehakt“ hatte. Die Gründe dafür nannte gestern Brigitte Neff-Wetzel (SPD).

Nach dem Schulgesetz haben alle Schülerinnen und Schüler Anspruch auf individuelle, u. U. sonderpädagogischen Förderung. Durch den Ausbau von Förderschulen zu Kompetenzzentren für sonderpädagogische Förderung soll diese gebündelt (Diagnose, Beratung und wohnortnaher Prävention), qualitativ weiterentwickelt und an Förderschulen und im allgemeinen Schulsystem gleichermaßen wirkungsvoll verankert werden.

Neben den Remscheider Förderschulen (Karl-Kind, Pestalozzi, Heinrich-Neumann, Hilda-Heinemann) bestehen schon jetzt an den allgemeinen Schulen in Remscheid Integrativen Lerngruppen (früher: sonderpädagogische Fördergruppen) für Schülerinnen und Schüler mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf. An dem sog. Gemeinsamen Unterrichtes (GU) nehmen in der Primarstufe an der GGS Eidernstein 30 Schülerinnen und Schüler teil, an der GGS Hackenberg 22 und an der GGS Mannesmann 15 sowie in der Sekundarstufe I an der GHS Rosenhügel 22 und der HGS Wilhelmstraße 27. Die Partner-/Netzwerkschulen (GGS Dörpfeld, GGS Mannesmann, KGS Men-ninghausen, GGS Walther-Hartmann, GHS Rosenhügel und GHS Wilhelmstraße) haben nun in Abstimmung den Leitungen der Remscheider Förderschulen, der Schulaufsicht und der Verwaltung dem Wunsch Heinrich-Neumann-Schule zugestimmt, sich um eine Projektteilnahme für den Bereich Lern- und Entwicklungsstörungen zu bewerben. Die Netzwerkschulen versprechen sich von dem Kompetenzzentrum Erziehungshilfen und Beratung bei Lernschwierigkeiten ihrer Schüler. Die formellen Beschlüsse der Schulkonferenzen fehlen jedoch teilweise noch.

Dr. Christian Henkelmann. Foto: Lothar KaiserDer Schulausschuss sehe die Beschlüsse der beteiligten Schulkonferenzen als Voraussetzung dafür angesehen, dass der Antrag beim Land überhaupt gestellt werden könne, betonte im Hauptausschuss Begritte Neff-Wetzel. Auch müsse die personelle und sachliche Ausstattung der Schule der neuen Aufgabe angepasst werden. Neff-Wetzel: „Zum Null-Tarif geht das nicht!“ Schuldezernent Dr. Christian Henkelmann entgegnete, nach Auskunft der Schulaufsicht reiche eine erste Interessenbekundung auch ohne formelle Beschlüsse aus, um in das ergebnisoffene Pilotprojekt aufgenommen zu werden.

Gewundert hatte sich der Schulausschuss darüber, dass trotz der engen Verzahnung mit Angeboten der Jugendhilfe der Jugendhilfeausschuss nicht in das Verfahren eingebunden war. Antwort des Schuldezernenten: Sollte die Heinrich-Neumann-Schule Pilotschule werden, würden weitere Fachausschusse selbstverständlich eingebunden. Die Bewerbung muss bis 31. März bei der Bezirksregierung in Düsseldorf ein gereicht sein. Weitere Pilotphasen sollen in 2009 und 2010 beginnen; wobei die Gesamtzahl der Pilotprojekte auf landesweit 20 begrenzt ist.

Die sonderpädagogische Förderung erstreckt sich - je nach Förderschwerpunkt - inhaltlich von der Frühförderung bis hin zur Förderung im berufsbildenden Bereich. Sie erfolgt damit in allen Schulstufen (von den Förderschulen mit unterschiedlichen Schwerpunkten bis zum gemeinsamen Unterricht und anderen Formen integrativen Lernens) und ermöglicht Bildungsabschlüsse in unterschiedlichen Bildungsgängen. Angesichts dieser sehr differenzierten Förderung soll die Umstellung auf Kompetenzzentren zunächst an einigen ausgewählten Schulen erprobt werden.

Ziele eines Kompetenzzentrums sollen sein:

  • Kinder und Jugendliche so frühzeitig zu fördern, dass sich Unterstützungsbedarfe dort, wo dies durch präventive sonderpädagogische Förderung möglich ist, nicht immer zu einem sonderpädagogischen Förderbedarf verfestigen.
  • Schülerinnen und Schüler möglichst integrativ in allgemeinen Schulen zu fördern, sofern die Voraussetzungen hierfür gegeben sind.
  • Unabhängig  vom  Förderort  eine  qualitativ  hochwertige sonderpädagogische Förderung von Kindern und Jugendlichen zu ermöglichen durch Bündelung unterschiedlicher Kompetenzen und Zuständigkeiten sowie durch Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen und Anbietern.

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Kommentare

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Chronist am :

Mit Bedauern hat der Schulausschuss gestern die Entscheidung des NRW-Schulministeriums zur Kenntnis genommen, die Heinrich-Neumann-Förderschule nicht in die Pilotphase für soderpädagogische Kompetenzzentren aufzunehmen. Aber das heiße ja nicht, dass die Schule nicht später doch noch ein Kompetenzzentrum werden könne, zeigte sich Kai Kaltwasser (CDU) zuversichtlich. Von insgesamt 50 Anträgen hatte das Ministerium 30 abschlägig beschieden.

Chronist am :

Der schönste Titel nutzt nichts, wenn es an Kräften fehlt, die danach handeln könnten. Vor diesem Problem steht jetzt die Heinrich-Neumann-Förderschule. Sie leide derzeit unter akutem Lehrermangel, heißt es. Dringend gesucht: Sonderschullehrer/innen als Vertretung für schwangere Lehrerinnen. Doch woher sollen sie kommen? Der Markt für Sonderschullehrer ist praktisch leer gefegt.

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