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FCR Remscheid soll ins Stadion Reinshagen ziehen

Ein neues Fußballstadion in Hackenberg anstelle des alten Lenneper Stadions an der Wupperstraße soll es nicht geben. Unabhängig davon, ob in Lennep ein Designer-Outlet-Center entsteht oder nicht, soll die Sportanlage Hackenberg „zeitnah“ einen Kunstrasenplatz bekommen – als Ersatz für den bisherigen Tennenplatz –  und parallel das Stadion Reinshagen „weiter ertüchtigt“ werden. Damit beginnt ein Sieben-Punkte-Konzept, auf das sich am Montag der Sportbund Remscheid, der SG Hackenberg, der BV 10, der RSV, der FC Remscheid und die Stadtverwaltung verständigt haben.

Gestern fand der Plan im städtischen Sportausschuss allgemeine Zustimmung. Dazu Sportdezernent Thomas  Neuhaus am Nachmittag gegenüber dem Waterbölles:
Mit diesem Papier und den Reaktion im Sportausschusses hierzu sehe ich die weitere Entwicklung der Sportfreiflächen in Remscheid auf einem guten Weg. Voraussetzung hierfür ist der nun erfolgte Schulterschluss der Vereine, des Sportbundes und der Verwaltung, der durch die Verzögerung der DOC-Entscheidung erforderlich wurde, damit nach Durchführung der beschlossenen Sportentwicklungsplanung mit dem Schwerpunkt „Freiflächen“ Ausschuss und Rat die Fakten für die Möglichkeiten zu den richtigen Weichenstellungen zur Weiterentwicklung der Sportinfrastruktur in Hackenberg (Fußball und Leichtathletik), an der Neuenkamper Straße, im Stadion Reinshagen und in Klausen haben. Nun können wir nach einem ersten Vorgespräch nach der formellen Beauftragung in die Durchführung der Sportentwicklungsplanung „Freiflächen“ gehen und warten gespannt auf die Förderempfehlung des Regionalrates für die Förderanträge für die Hochbaumaßnahme am Fürberg und für den Sportplatz Neuenkamp.“

Sollten die anhängigen Klagen gegen das DOC von den Gerichten zurückgewiesen werden und der DOC-Investor McArthurGlen an seinen Bauplänen festalten, bekäme die Stadt Remscheid für das alte Stadion und sein Umfeld zehn Millionen Euro. Davon könnte dann mehrere Remscheider Sportvereine profitieren (über den Fußball-Landesligist FCR hinaus).

Nachfolgend das Sieben-Punkte—Papier, das im Sportausschuss gestern von Frau Emel Dutkun vom Sportbund vortragen wurde:

  1. Die vom Sport geforderte zeitnahe und DOC-unabhängige Umsetzung eines Kunstrasens am Hackenberg auf dem jetzigen Tennenplatz ist nur möglich, wenn dort auf den Bau eines Stadions verzichtet und parallel Reinshagen entsprechend weiter ertüchtigt wird.
  2. Bis zur Umsetzung des DOC muss das Stadion Lennep weiter ertüchtigt werden, damit dort eine weitere Nutzung möglich ist.
  3. Parallel muss geprüft werden, wie nach Baubeginn des DOC das Stadion Reinshagen aus den Grundstückserlösen als Spielstätte für höhere Ligen genutzt werden kann.
  4. Im Februar spricht der Regionalrat eine Empfehlung zu den Förderprogrammen des Landes aus und damit auch zu den erneut gestellten Anträgen RSV und Neuenkamp. Diese Empfehlung und die anschließende Entscheidung des zuständigen Ministeriums gilt es abzuwarten. Verwaltung und Sportbund nutzen ihre Kontakte auf Landesebene, um hierzu Voten zu erreichen, die Remscheid dieses Mal berücksichtigen.
  5. Am 25. Februar d. J. wird der Haushalt der Stadt voraussichtlich beschlossen. Daran schließt sich das Genehmigungsverfahren bei der Kommunalaufsicht an.
  6. Die Intention der Sportvereine und des Sportbundes soll in die beschlossene Sportentwicklungsplanung „Freiflächen“ aufgenommen werden, um diese im Sommer abzuschließen. Konkret geht es den Vereinen und dem Sportbund hierbei um die Perspektiven für den BV 10, die SG Hackenberg, den FC Remscheid und den FC Klausen.
  7. Sportbund und Vereine empfehlen, dass die kommunalen und DOC-unabhängigen Mittel für die genannten Planungen verwandt werden.

Von Reinhard Ulbrich, dem Vorsitzenden des Sportbundes Remscheid, kam im Laufe desTages die folgende  Stellungnahme: „Die zahlreichen Gespräche der letzten Wochen zwischen Sportbund, den betroffenen Vereinen, Politik und Verwaltung haben sich gelohnt. Die SG Hackenberg und der BV10 bekommen die lang ersehnten Kunstrasenplätze, können damit ihren Aufgaben wesentlich besser gerecht werden und brauchen keinen weiteren Mitgliederschwund bzw. Abwanderungen mehr befürchten. Der RSV wird die für seine geplanten Maßnahmen notwendigen finanziellen Mittel bekommen, und der FC Remscheid, Schulsport und LTG bekommen die notwendige Ausstattung (für die nächsten Jahre) im alten Röntgenstadion. Außerdem hat der FCR nach wie vor eine langfristige (!) Perspektive, falls er im Fußballhimmel immer höhere Wolken erklimmt.
Bleiben wir beim Gipfel: Der Gipfel zwischen Sportbund, Vereinen und Verwaltungsspitze einen Tag vor der Sportausschusssitzung war schon legendär: In einer knappen Stunde wurden jahrelange Probleme abgeräumt und Lösungen gefunden, die dann im Sportausschuss beschlossen wurden. Sternstunden für den Sport in Remscheid: Keinerlei Egoismen der Vereine, der Wille zu Kompromissen, klare Lösungsvorschläge und ein ausgesprochen konstruktives Miteinander mit Stadtspitze, Sportverwaltung und Politik! Weiter so
!!

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Kommentare

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Lothar Kaiser am :

..., wenn er eines Tages aufsteigt! Der Nebensatz war für die Überschrift zu lang. Reinhard Ulbrich hat es klargestellt: "Der FCR hat eine langfristige (!) Perspektive, falls er im Fußballhimmel immer höhere Wolken erklimmt."

Chronist am :

Hört sich alles gut an. Frage mich nur, warum man darauf nicht schon früher gekommen ist.

Michael Heimlich am :

Das frage ich mich allerdings auch! Vorgeschlagen wurde es schon seit langem von einigen Bürgern, noch vor besagtem Gerichtsurteil....

Ralf Meynen am :

Weil u.a. der FC RS da schon in den höheren Wolken war, was sich Gott sei Dank mit einer neuen Vereinsführung relativiert hat.

Fraktion der Linken am :

Sehr zufrieden über das im Gespräch zwischen Sportbund, SG Hackenberg, BV 10, dem Remscheider SV, dem FC Remscheid und der Verwaltung am 08.02.2021 erzielte Ergebnis, zeigte sich der Sportpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Remscheider Rat, Peter Lange. „Hier wurde inhaltlich nahezu eins zu eins unser Antrag für den Sportausschuss und den Rat vorab zwischen den beteiligten Parteien vereinbart.“ Deshalb sei es letztlich nicht mehr notwendig gewesen, so Lange, den Antrag noch zur Abstimmung zu stellen, der Sport in Remscheid werde mit dieser Einigung wieder auf eine solide Grundlage gestellt. Lange kündigte in diesem Zusammenhang an, dass DIE LINKE die inhaltliche Umsetzung des Kompromisses aufmerksam beobachten und natürlich unterstützen werde. Vor dem Hintergrund eines stark ins Wanken geratenen DOC Projektes, sieht DIE LINKE auch die weitere Nutzung des Röntgenstadions als eine realistische und wünschenswerte Option, einen Zwang die für das DOC eingeplanten Grundstücke einer gewerblichen Nutzung zuzuführen gibt es entgegen anders lautender Aussagen nachweislich nicht. (Axel Behrend)

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