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Remscheider Schulen zeitgemäß ausstatten

Pressemitteilung der CDU-Fraktion

Offener Brief an Oberbürgermeister Burkhard mast-Weisz und Schuldezernent Thomas Neuhaus

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Mast-Weisz, sehr geehrter Herr Neuhaus, lieber Burkhard, lieber Thomas,

Bildungschancen werden bedroht, soziale Kontakte reduziert und Spaß am Lernen genommen. Lehrerinnen und Lehrer an den unterschiedlichsten Schulformen kämpfen mit aller Macht dafür, die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten. Allerdings hat uns die Krise die Augen dafür geöffnet, dass wir einen unglaublichen Aufholbedarf im Bereich der schulischen Digitalisierung haben. In den letzten Ausschusssitzungen ist die Verwaltung jeder Form des Aufbruches, jeder Idee und jedem Aufschrei – sei es aus der Politik, der Lehrerschaft oder der Elternschaft – jedoch mit zurückhaltender Gelassenheit und dem Verweis auf andere zuständige Ebenen begegnet. Anders ausgedrückt: Die Verwaltung hat es sich einfach gemacht! Daher möchten wir diesen Brief nutzen, um dringend zu behandelnde Themen nochmals in den Fokus zu rücken.

Der Start des Distanzunterrichtes lief bundes- und landesweit teilweise chaotisch an. Auch einige Remscheider Schulen konnten nicht die Unterrichtsqualität anbieten, die eigentlich geplant war. Vielerorts waren die unterschiedlichsten Cloudsysteme der enormen Belastung nicht gewachsen und brachen zusammen. Die Kommunikation zwischen SchülerInnen und LehrerInnen war zeitweise nicht mehr möglich. Fazit: Wir benötigen leistungsstarke Cloudlösungen!

Weiterhin hat sich gezeigt, dass ein starkes Internet (wenn es denn vorhanden ist) und eine digitales Endgerät nicht zwingend der einzige Schlüssel zum Erfolg sind. Diese sind zeitgemäß und unerlässlich, aber für guten Unterricht auf der Höhe der Zeit sind Lizenzen unglaublich wichtig. Es gab nicht selten den Fall, dass Office Dokumente von Schülerinnen und Schülern nicht geöffnet und bearbeitet werden konnten, weil sie keine Lizenz dafür besaßen. Der Unterricht wird aber auch nach Corona und in Präsenz grundsätzlich weitere digitale Elemente haben. Lehrerinnen und Lehrer werden digitale Elemente weiterentwickeln. Zukünftige Lehrerinnen und Lehrer werden bereits grundsätzlich an den Studienseminaren im digitalen Distanzunterricht ausgebildet. Dies alles zeigt, dass es nach Corona kein ‚Zurück ins Jahr 2019‘ gibt. Fazit: Unsere SchülerInnen und LehrerInnen benötigen eine Microsoft Office Lizenz!

Wir alle freuen uns, wenn in Remscheid wieder alle jungen Menschen einen regelmäßigen Präsenzunterricht erleben. Wir wissen nicht wie lange die Pandemie noch andauert, sicher ist aber, dass uneingeschränkter Präsenzunterricht in (weiter) Ferne liegt. Videokonferenzen sind dabei unter anderem eine tolle Unterstützung, um Kontakt zu den Schülerinnen und Schüler zu halten und dabei einen Hauch von Normalität – eventuell sogar eine neue Normalität – zu erhalten. Aber auch hierbei gibt es enorme Qualitätsunterschiede. Microsoft bietet hier ein Kommunikationstool, welches hochprofessionell, leistungsstark, intuitiv und auch bei starker Auslastung belastbar ist. In zahlreichen Unternehmen ist dieses Tool Standard. Für Schülerinnen und Schüler stellt Microsoft dieses Tool unseres Wissens nach kostenlos (ebenso wie sämtliche Office Lizenzen) zur Verfügung. Fazit: Die Stadt muss sich dafür einsetzen, dass Remscheider SchülerInnen ebenfalls von diesen Vorteilen profitieren.

Datenschutz ist ohne Frage eines der Themen unserer Zeit. Wir möchten dies nicht kleinreden oder verharmlosen. Die Haltung des Remscheider Schuldezernenten bezüglich der Einführung von Microsoft Produkten für SchülerInnen und LehrerInnen ist aus datenschutzrechtlichen Gründen eher zurückhaltend bis skeptisch. Dennoch muss sich die Stadtspitze in unseren Augen darüber Gedanken machen. Schließlich wird es in vielen Kommunen in unmittelbarer Umgebung bereits eingesetzt, um einen funktionierenden Clouddienst, eine reibungslose Kommunikation, die Ausstattung mit allen nötigen Lizenzen und bestmöglichen Unterricht zu gewährleisten. Fazit: Die Stadt muss nun erklären, warum dies in Remscheid nicht möglich ist!

Herr Oberbürgermeister, im Jahr 2014 warben Sie vollmundig mit dem Slogan „Sehr gute Schulen haben wir. Jetzt machen wir die besten draus“ um das Vertrauen der Remscheider Bürgerinnen und Bürger. Diesbezüglich konnte die Remscheider Politik leider noch keine besondere Aktion aus dem Rathaus vernehmen, die erkennen lässt, dass dies nach wie vor Ihr Ziel ist. Parteiübergreifend zeigte sich im Schulausschuss, dass zumindest die Mitglieder dieses Gremiums dieses Ziel jedoch verfolgen. In einer offenen und sachlichen Diskussion hat der Schulausschuss der Verwaltung die Frist gesetzt „sämtliche ihr zur Verfügung stehenden Informationen bezüglich des sofortigen Einsatzes von Microsoft Office 365 an Remscheider Schulen“ am 18.2.21 im Hauptausschuss mitzuteilen sind. Fazit: Die Remscheider Politik erwartet heute Antworten!

In der heutigen Sitzung des Hauptausschusses wird ein simpler Verweis auf das Ministerium für Schule und Weiterbildung, andere Bundesländer oder parallele Lernplattformen nicht ausreichen. Herr Oberbürgermeister, wenn Sie unsere Remscheider Schulen nicht zeitgemäß ausstatten, müssen Sie den Remscheider SchülerInnen und LehrerInnen auch erklären, warum nicht!

Markus Kötter, CDU-Fraktionsvorsitzender
Alexander Schmidt,  stellv. CDU-Fraktionsvorsitzender, Sprecher im Ausschuss für Schule

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Kommentare

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Stefan Holzhauer am :

Wenn die CDU über "Lizenzen" schwadroniert, verliert sie völlig aus den Augen, dass es kostenlos nutzbare Open Source-Software gibt, die man völlig ohne den Erwerb meist überteuerter Lizenzen benutzen kann, die in vielen Fällen sogar besser einsetzbar sind als die kommerziellen Angebote - und die Schüler und Lehrer zudem nicht ausspionieren, wie es Microsoft, Google, Apple und Co. tun. Insbesondere für Office-Anwendungen gibt es funktionierende, schlüsselfertige erhältliche Lösungen abseits von Microsoft. Mir ist bewusst, dass die CDU wirtschaftsnah ist und deswegen versuchen muss, irgendwelchen Firmen Lizenzverkäufe zuzuschustern, dann soll sie das aber bitte abseits des Schulbetriebs tun. Wer der Ansicht ist, Open Source sei nur "Bastelkram" (wie ich das von technikfernen Konservativen oft höre): 99,9% des Internets laufen auf Open Source-Software. LibreOffice, OnlyOffice und Co. sind existent, funktionieren sehr gut und kosten keinerlei "Lizenzkosten", mit denen man sich zudem auf Jahre bis Jahrzehnte an irgendwelche kommerziellen Anbieter bindet.

Klaus Mielke am :

Ich möchte Stefan Holzhauer vollständig zustimmen. Darüber hinaus ist es ein Unding, dass Lehrerinnen und Lehrer, die sich seit einem Jahr in eine bestimmte Plattform eingearbeitet haben, plötzlich wieder eine neue Systematik übergestülpt bekommen sollen. Schöne Idee von der einheitlichen Lernplattform - aber da hätten die Neuland-Bewohner von der CDU mal vor fünf Jahren drauf kommen sollen!

Dirk Schaefer am :

''Datenschutz ist ohne Frage eines der Themen unserer Zeit. Wir möchten dies nicht kleinreden oder verharmlosen'' Dafür wird hier von der CDU aber mit großer Vehemenz der Einsatz einer Software gefordert,die nicht konform mit der DSGVO ist.Auch würden große Teile der Pressemitteilung der CDU sich gut in einer Werbung von Microsoft machen.Oder hat man sie vielleicht so gar aus einer abgeschrieben? Standard ist Office 365 auch nur,weil Windows 10 auf so gut wie jeden verkauften PC vorinstalliert ist.Und natürlich gibt es dann ein kostenloses,meist einjähriges Abo von Office 365 dazu.Man könnte also sagen der Käufer wird direkt angefixt.Wenn einem das schon bei Schülern in jungen Jahren gelingt,werden diese mit hoher Wahrscheinlichkeit auch später bei den Produkten bleiben.Ein Blick nach rechts und links zu anderen Produkten bleibt dann aus.In Sachen IT-Hardware und IT-Software ist Deutschland und Europa schon lange eine Kolonie der Vereinigten Staaten. Der CDU scheint das aber noch nicht genug zu sein.Dabei gibt es in anderen Bundesländer mittlerweile viele Beispiele,das man Schüler auch ohne die Abhängigkeit von Monopolisten gut und digital unterrichten kann.

Chronist am :

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz meinte heute im Hauptausschuss, die CDU habe den Adressaten falsch gewählt. Richtig wäre die Schulministerin der Landesregierung gewesen.

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